Was ist ein Leberzellkarzinom?

Ein Leberzellkarzinom ist eine bösartige Krebserkrankung der Leberzellen, die sich am häufigsten auf dem Boden einer Leberzirrhose entwickelt. Auch Zusammenhänge zwischen Leberzellkarzinomen und der chronischen Hepatitis sowie dem vermehrten Kontakt mit bestimmten Schimmelpilzarten wurden beobachtet.

Patienten mit Leberzellkarzinomen klagen über dauerhafte Müdigkeit, Gewichtsverlust und Oberbauchbeschwerden. Durch die Schädigung der Leberzellen entsteht auch eine Gelbfärbung der Augen, in schweren Fällen sogar des Gesichts oder des gesamten Körpers. Diese Gelbfärbung bezeichnet man als Ikterus. Die Leber ist vergrößert, hart und tastbar.
Bei fortgeschrittenen Leberzellkarzinomen kann sich eine sogenannte Aszites, umgangssprachlich auch Bauchwassersucht genannt, entwickeln.


Die Diagnose wird mittels Ultraschall oder Computertomografie gestellt.

Ist der Tumor nur klein oder auf einen bestimmten Teil der Leber begrenzt, kann er eventuell durch eine Teilleberentfernung beseitigt werden. Bei einer gesunden, d.h. nicht von Leberzirrhose betroffenen Leber, können rund 80% des Lebergewebes entfernt werden. Der verbleibende Leberrest wächst so stark nach, dass die Entfernung ausgeglichen werden kann. In einzelnen Fällen kann auch eine Lebertransplantation sinnvoll sein.
Die Chemotherapie wird nur palliativ eingesetzt. Dies bedeutet, dass die Chemotherapie eventuelle Beschwerden lindern, aber den Krebs nicht besiegen kann.