Wie gesund sind getrocknete Aprikosen?

Getrocknete Aprikosen sind wahre Vitaminbomben. Sie sind reich an den wichtigen Bioaktivstoffen und verfügen über einen Nährstoffgehalt, der fast fünfmal so hoch ist wie bei marktfrischen Aprikosen.
Dennoch sollten sie nur in Maßen verzehrt werden: Etwa fünf getrocknete Aprikosen pro Tag reichen aus, größere Mengen können bei den meisten Menschen leicht abführend wirken.

Die Vitamine
Getrocknete Aprikosen sind extrem reich an Vitamin A (Retinol). Wer nur drei Stück pro Tag zu sich nimmt, deckt damit die Hälfte seines Tagesbedarfes. Vitamin A ist nicht nur für die Knochen von großer Bedeutung, sondern auch für die Augen, die Haut und die Schleimhäute. Mindestens genauso wichtig ist die Pantothensäure (Vitamin B5), die ebenfalls reichlich in getrockneten Aprikosen vorhanden ist. Der Stoff steigert Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer, unterstützt die körpereigene Sauerstoffversorgung und schenkt dem Körper Vitalität.

Außerdem enthalten getrocknete Aprikosen jede Menge Vitamin C. Dieses Vitamin ist für unser Immunsystem von großer Bedeutung, gilt aber auch als wirkungsvoller Fänger der sogenannten Freien Radikalen. Nicht zuletzt enthalten die leckeren Früchte auch so viel Beta Carotin wie kein anderes Obst.


Die Mineralstoffe
Der hohe Gehalt an Folsäure sorgt dafür, dass sich getrocknete Aprikosen ganz besonders für Schwangere und Frauen in den Wechseljahren empfehlen. Folsäure ist im Körper an zahlreichen Wachstumsprozessen beteiligt und hat einen unterstützenden Effekt auf die lebenswichtige Zellteilung. Zudem sind getrocknete Aprikosen für ihren außergewöhnlich hohen Kaliumgehalt bekannt. Dieser immens wichtige Mineralstoff reguliert unseren Wasser- und Elekrolythaushalt und sorgt dafür, dass Nervenimpulse richtig übertragen werden. Außerdem ist Kalium in der Lage, den Blutdruck zu regulieren, so dass eine ausreichende Versorgung sogar einen gewissen Schutz vor einem Herzinfarkt bietet. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Kalium sogar einem Schlaganfall vorbeugen kann. Rund fünf Milligramm Eisen sind zudem in 100 Gramm getrockneten Aprikosen enthalten. Dieser hohe Gehalt sorgt im Körper für eine stabile Sauerstoffversorgung und wirkt sich somit sehr positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Da besonders Frauen aufgrund ihrer Regelblutung häufig unter Eisenmangel leiden, ist der Verzehr von getrockneten Aprikosen für sie besonders wichtig.


Die antibakterielle und antikarzogene Wirkung
Getrocknete Aprikosen sind in der Lage, schädliche Keime und Bakterien im Magen und im Darm abzutöten. Verantwortlich dafür ist der hohe Gehalt an Salicylsäure. Dieser wichtige Aktivstoff hat eine reinigende und gleichzeitig auch leicht antibakterielle Wirkung. Er kann sogar Fäulnisvorgänge im Körper aufhalten oder stoppen.


Von sehr großer Bedeutung ist auch der hohe Anteil an Quercetin. Dieser Naturfarbstoff, der für das satte Gelb der Aprikosen verantwortlich ist, gehört zu den sogenannten Flavonoiden und besitzt antioxidatives Potenzial. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das: Eine regelmäßige und ausreichende Versorgung kann sogar vor Krebs schützen.