Superfood: Zimt

Zimt ist ein Gewürz, das man auf der ganzen Welt kennt. Der wunderbare Duft wirkt anregend, macht glücklich, wirkt als Aphrodisiakum und steigert die Gehirnfunktion.

Zimt besteht aus die Rinde des Zimt-Baumes. Sie wird von den Bäumen geschnitten und von Hand gerollt und getrocknet. Ursprünglich stammt Zimt von der Insel Sri Lanka. Heute kommt er auch aus Indonesien, China und Bangladesch. Ceylon-Zimt aus Indonesien gilt als der mit dem besten Aroma und der besten Wirkung.

Die eingerollten Zimtrindenstücke haben Durchmesser zwischen 6 und etwa 32 Millimeter. Je dünner die Stücke sind, desto besser ist die Qualität. Es gibt Zimt aber nicht nur in ganzen Stangen, sondern auch gemahlen oder in Form von Zimtöl. Der charakteristische, zimtige Geschmack ist aromatisch, scharf und wird durch Zimtaldehyde verursacht.


Inhaltsstoffe

Zimt ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Eisen, Zink, Magnesium und Mangan.
Vitamin A, Niacin, Pantothensäure und Pyridoxin kommen in Zimt genau so vor wie Flavonoide, Antioxidantien und die Polyphenole Carotin, Lutein, Cryptoxanthin und Zeaxanthin.

Vier Gramm Zimt enthalten zwei Gramm Kohlenhydrate. ein großer Teil davon sind Ballaststoffe. Vier Gramm Zimt besitzen nur sechs Kalorien.

Zimt ist sehr nährstoffreich. So enthält zum Beispiel ein Teelöffel gemahlener Zimt genauso viele Antioxidantien wie eine halbe Tasse Blaubeeren.

Antioxidantien

Weltweit reiht sich Zimt unter die sieben stärksten antioxidativen Lebensmittel ein.

Polyphenole

Polyphenole stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Sie verhindern Heißhunger und erleichtern dadurch das Abnehmen. Außerdem schaffen sie ein Gefühl der Zufriedenheit.
Selbst die Hautalterung und die damit verbundene Bildung von Falten wird reduziert. Durch den Schutz vor freien Radikalen werden Krebserkrankungen verhindert bzw. reduziert. Auch Herzerkrankungen, Diabetes und Arthritis wirken sie entgegen.



Zimt hilft beim Abnehmen

Dadurch, dass Zimt den Blutzucker reguliert, erhöht sich die Insulinproduktion im Körper und Heißhunger wird vermindert. Bei einem zu hohen Blutzuckerspiegel erhöht sich die Fettspeicherung. Da Zimt dem entgegenwirkt, hilft er Gewicht abzubauen, denn vorhandener Zucker wird nicht in Fett umgewandelt. Zimt macht lange satt, da sich der Magen langsamer leert. Durch Zimt steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an. Man hat weniger Hunger und isst weniger.

Bei der Einnahme von täglich sechs Gramm Zimt über sechs Wochen hinweg liefert Ceylon-Zimt das sichtbar bessere Ergebnis. Der größte Effekt zeigt sich am Bauch.

Zimt und Diabetes

Bei Typ-2-Diabetes wird durch Zimt der Blutzuckerspiegel normalisiert und die Insulinproduktion verbessert. Darüber hinaus hilft Zimt dem Körper, besser auf Insulin zu reagieren.

Zimt für die Verdauung

Durch die Ballaststoffe im Zimt wird die Verdauung angeregt. Ballaststoffe und Kalzium aus Zimt binden Gallensalze im Darm und helfen sie über den Stuhl auszuscheiden. Das Darmkrebsrisiko reduziert sich dadurch stark.

Zimt ist gut für die Liebe

Duft und Geschmack dieses außergewöhnlichen Gewürzes erzeugen im Körper ein warmes Gefühl. Zimt fördert den Blutfluss und damit auch die Durchblutung der Genitalien. Die Libido steigt, Mann und Frau werden sexuell angeregt. Durch das Einreiben von einem einzigen Tropfen Zimtöl im Bereich der Genitalien, steigt die Lust auf Sex.

Die Gehirnfunktion wird durch Zimtduft gesteigert

In Versuchen zeigte sich, dass selbst Kaugummi mit Zimtduft die Leistungen von teilnehmenden Studenten verbesserte. Sie konnten gestellte Aufgaben aufmerksamer und schneller bewältigen. Versuche mit anderen Düften, wie zum Beispiel Pfefferminze, zeigten weniger Erfolge.

Zimt kann auch bei anderen Erkrankungen helfen oder vorbeugen:
Der besonders hohe Anteil von Mangan hilft gegen Osteoporose und Arthritis. Die Kalziumaufnahme wird durch Mangan verbessert, wodurch wird die Knochenstruktur gestärkt wird.

Vorbeugung von verstopften Blutgefäßen durch Zimteinnahme

Die Zimtaldehyde im Zimtöl verhindern Verstopfungen der Blutgefäße, sie schützen daher vor Schlaganfall, Herzerkrankungen und vor der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Blutverdünnung

Die Blutverdünnung durch Zimt ist so stark, dass Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, den Arzt befragen müssen, wenn sie mehr Zimt verzehren wollen. Zimt senkt zudem den Cholesterinspiegel.

Effektiv gegen Bakterien und Pilze

Ein natürliches Desinfektionsmittel erzeugt man, indem man einen halben Teelöffel Zimt mit 250 Milliliter Wasser vermischt. Es eignet sich zum Abwischen der Küchenarbeitsplatte, von Kinderspielzeug usw.

Nebenwirkungen

Schwangere sollten mit Zimt vorsichtig sein. Er ist zwar bei Verdauungsbeschwerden hilfreich, kann aber auf die Gebärmutter stimulierend wirken. Das kann die Geburt erleichtern, ist aber in der frühen Schwangerschaft nicht erwünscht.
Diabetiker sollten vor Zimt-Verwendung mit ihrem Arzt sprechen.
Das gleiche gilt bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.
Zu einer Interaktion kann es bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika und Zimt kommen.

Zimt im Alltag

  • Als Pulver auf Tee streuen
  • In Mehlspeisen
  • Eine Zimstange in Wasser zum Kochen bringen, mit einer Orangenscheibe ergibt sich ein erfrischendes Getränk.
  • Gegen Fußpilz – zwei bis drei Zimtstangen zerbrechen, in warmes Wasser geben und die Füße 20 Minuten baden.

Welchen Zimt sollte man kaufen?

Den besten Geschmack und die beste Wirkung hat Ceylon-Zimt. Darüber hinaus ist Bio-Zimt zu empfehlen. Statt gemahlenen Zimt zu kaufen, ist es besser ihn frisch zu mahlen. Der Duft verfliegt sehr rasch.