Superfood: Amla-Beeren

Amla-Beeren sind in der Ayurveda-Medizin ein bekanntes Heilmittel. Der frisch gepresste Saft gilt wegen seiner Anti-Aging-Wirkung als „Saft der Unsterblichkeit“. Der heilige Amla-Baum wird dementsprechend auch als „Mutter der Medizin“ bezeichnet. Wir stellen Ihnen die Amla-Beeren detailiert vor und verraten, welche Wirkung die Früchte in medizinischer Hinsicht haben.

Was sind Amla-Beeren?

Der Amla-Baum (Indische Stachelbeere) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Er wird maximal 18 Meter hoch und hat einen grauen, glatten und gefleckten Stamm. Seine schmalen gefiederten Blätter sitzen an meist unbehaarten Zweigen eng beieinander.


Die Blüten hängen büschelweise unten am Zweig. Im Herbst reifen die kugeligen gelbgrünen Beeren heran. Sie haben eine glatte, feste Schale mit vertikalen Furchen. Die Früchte werden nach alter Tradition von Hand geerntet und im Schatten getrocknet.

Der Amla-Baum stammt ursprünglich aus Indien, wo er auch heute noch in den tropischen und subtropischen Regionen wächst. Man findet ihn dort in der Regel in trockenen bewaldeten Regionen und auf Hügeln bis 1.400 m Höhe. Neben Indien kommt er auch noch in anderen Ländern mit subtropischem und tropischem Klima vor.

Seine Früchte sind etwas ganz Besonderes: Sie schmecken sauer, bitter, scharf sowie adstringierend zugleich und haben einen süßen Nachgeschmack. Um den frisch gepflückten Beeren etwas von ihrer Säure zu nehmen, legt man sie in mit Kurkuma gewürztes Salzwasser ein.

Als kulinarische Spezialität gelten Amla-Marmelade und Amla-Pickles. Zudem kann man die getrockneten Früchte exotischem Fruchtsalat und gekochtem Gemüse beimischen, die dadurch einen pikant-säuerlichen Geschmack bekommen.

Warum gilt Amla als Superfood?

Amla wird wegen seiner vielen wertvollen Inhaltsstoffe als Superfood bezeichnet. Sie helfen, diverse Erkrankungen zu lindern und wirken darüber hinaus vorbeugend. Amla-Beeren weisen einen hohen Anteil an anti-oxidativem Vitamin C, Chrom und Eisen auf. Zudem bestehen sie aus Kalzium, Phosphor, Beta-Carotin, viele B-Vitamine, Glukose, Fruktose, Pektin, Fettsäuren, Polyphenole und Alkaloide. Medizinisch verwendet werden außer den reifen Früchten und ihren Samen noch Blätter, Rinde und Wurzelrinde. Sie werden innerlich und äußerlich angewandt.

Amla-Beeren helfen bei:

  • Husten und Bronchitis
  • Augenkrankheiten
  • Entzündungen
  • Geschwüren
  • Hauterkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Leberkrankheiten (Hepatitis)
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Verstopfung
  • Diabetes
  • zu hohem Cholesterinspiegel
  • zu hohem Blutdruck
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
  • Müdigkeit
  • Ödemen
  • Übergewicht und Adipositas
  • Infektionskrankheiten und erhöhter Anfälligkeit
  • Demenz und Alzheimer (vorbeugend)
  • Gallensteinen (vorbeugend)
  • Magengeschwüren (vorbeugend)
  • schlechter Haut
  • Haarausfall und dünnem splissigem Haar
  • Herzerkrankungen und Arteriosklerose (vorbeugend)
  • Anämie
  • Frauenleiden (unregelmäßigen Menstruationsblutungen, Unterleibsschmerzen)

Der hohe Gehalt an Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen durch den Körper und stärkt das Immunsystem. Es kommt zur vermehrten Bildung von weißen Blutkörperchen. Außerdem fördert es die Bildung von Kollagen in der Haut – was einen hautstraffenden Effekt mit sich bringt. Die anti-oxidative Wirkung des Vitamin C verlangsamt die Zellalterung und schützt Gefäß-Innenwände, Herz, Gehirn, Lunge und Haut vor dem Angriff der zellzerstörenden freien Radikale.

Das in den Amla-Beeren enthaltene Chrom reguliert die Insulin-Ausschüttung und senkt so den Blutzuckerspiegel. Auf diese Weise werden die für Diabetiker gefährlichen Zucker-Highs verhindert. Darüber hinaus verringert Chrom das schädliche LDL-Cholesterin.

Amla-Beeren regulieren den Magensäure-Spiegel und verhindern so das Entstehen von Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren. Die vielen Faserstoffe wirken abführend. Sie sorgen darüber hinaus für eine gesunde Darmflora.

Äußerlich auf die Haut aufgetragen, kühlen Amla-Produkte und haben eine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung. Geschädigtes Gewebe wird repariert, schuppige Haut geglättet. Nicht nur Akne, sondern auch schwere Hautkrankheiten wie Wundrose können damit wirkungsvoll behandelt werden.

Massieren Sie Amla-Haaröl in die Kopfhaut ein und fördern Sie damit das Haarwachstum. Der Haarboden wird besser durchblutet und mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Pigmentierung von angegrautem Haar wird verstärkt.

Welche Amla-Produkte gibt es?

Amla können Sie als frische und getrocknete Beeren, als Amla-Pulver, -saft und -extrakt kaufen. Die frischen Früchte sind hierzulande nur in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Amla-Extrakt, Amla-Haarshampoo und Amla-Haaröl sind nur für die äußerliche Anwendung bestimmt.

Falls Sie Amla kaufen möchten, empfehlen sich Produkte in Bio-Qualität. Außerdem sollten in ihnen keine Süßungsmittel und chemischen Zusätze enthalten sein. Die Beeren sind idealerweise schonend verarbeitet. Um von allen Vitalstoffen zu profitieren, empfiehlt sich der Genuss frischer Amla-Früchte oder des frisch gepressten Safts.

Rezeptvorschlag: Amla Laddu

Für das vitaminreiche Konfekt benötigen Sie:

  • Amla-Pulver
  • grob gemahlenen Sesam (gleiche Menge wie Amla-Pulver)
  • Butterschmalz
  • Jaggery
  • Grünen Kardamom
  • Honig

Sie erhitzen das Butterschmalz langsam in einem Topf und fügen Jaggery und den gemahlenen Sesam bis auf einen kleinen Rest hinzu. Dann verrühren Sie alles zu einer weichen Paste, fügen das Amla-Pulver und den Honig hinzu und würzen den Brei mit dem Grünen Kardamom. Die abgekühlte Teigmasse formen Sie zu Kugeln, die Sie dann in dem Sesam-Rest ausrollen.