Superfood: Rosenkohl

Rosenkohl in der Pfanne

Rosenkohl, auch als Kohlsprossen bekannt, mag nicht jeder, obwohl er in der traditionellen deutschen Küche als Wintergemüse immer seinen Platz hat. Er kann einen leicht bitteren Geschmack haben, er kann blähen, er macht eine Menge Arbeit beim Putzen, und der Geruch ist der von Kohl, der lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ galt. Inzwischen weiß man, Kraut und Kohl sind gesund und sollten auf keinem Speiseplan fehlen.

Die kleinen Rosenkohl-Köpfchen tragen viele gesunde Vitamine und Mineralstoffe im Kopf:

  • Vitamine A
  • Vitamin B1, B2, B6
  • Vitamin C in außergewöhnlich hoher Dosierung
  • Vitamin E
  • Vitamin K, das nicht so häufig vorkommt

Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Kalium, Natrium, Phosphor, Selen, Zink und Folsäure sind weitere wichtige Inhaltstoffe.

Empfehlenswerter Eiweißlieferant, besonders für Vegetarier und Veganer

Essentielle Aminosäuren hält der Rosenkohl als eines der wenigen Gemüse in großer Menge bereit. 100 Gramm Rosenkohl liefern 4,9 Gramm Eiweiß. Im Vergleich dazu hat Milch gar nicht so viel. 100 Milliliter enthalten 5 Gramm Eiweiß.


Wieviel Kalorien hat Rosenkohl?
Rosenkohl könnte man sogar als ideal zum Abnehmen bezeichnen. 100 Gramm haben nur 36 Kalorien. Er enthält kein Fett, dafür besonders viel Vitamin C, mehr als alle anderen Kohlsorten. 100 Gramm liefern mehr, als der normale Tagesbedarf beträgt.
Es hat auch kein Gemüse so viel Selen wie die kleinen Rosenkohlköpfchen.

Die Ballaststoffe, die der Rosenkohl wie alle Kohlsorten in sich trägt, wirken sich gut auf die Verdauung aus. Sie erfüllen auch noch eine Menge anderer Aufgaben im Körper.

Rosenkohl sollte erst nach dem ersten Frost geerntet werden

Rosenkohl wird den ganzen Winter laufend frisch geerntet. Bekömmlicher, leichter verdaulich und geschmacklich besser, also milder und süßer, ist Rosenkohl nach dem ersten Frost.

Welche Hilfen stellen die Inhaltsstoffe des Rosenkohls dem Körper zur Verfügung?

Durch den besonders hohen Vitamin-C-Gehalt beugt er Erkältungen vor.
Auch Zink wirkt dafür besonders gut.

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind wichtig für die Gesundheitsvorsorge, sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen und verbessern den Fettstoffwechsel. Das körpereigene Entgiftungssystem wird angeregt.

In einer Studie konnte bewiesen werden, dass zellschädigende Stoffe, die bei starkem Grillen und Braten entstehen können, durch Rosenkohl unschädlich gemacht werden können.

Heimisches Superfood

Rosenkohl hat den Vorteil, als heimisches Superfood quasi vor der Haustüre zu wachsen und nicht importiert werden zu müssen. Wir tun daher nicht nur unsere Gesundheit etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.

Noch einiges zur Verwendung von Rosenkohl in der Küche

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Köpfchen geschlossen, fest, ohne Flecken und möglichst dunkelgrün sind. Je heller die Schnittfläche ist, desto frischer ist der Rosenkohl.
Im Gemüsefach kann man die Köpfchen bis zu fünf Tage lagern, ohne dass sie alle Vitamine verlieren, gelb und weich werden. Sie sollten nicht mit Äpfeln oder Tomaten zusammen gelagert werden. Das abgesonderte Reifegas Ethylen tut dem Kohl nicht gut.

Roh ist Rosenkohl schwer verdaulich und schmeckt auch nicht. Er sollte daher immer gekocht verzehrt werden. Als Beilage, in Suppen, überbacken, mit Hackfleisch, zu Pasta usw.
Wenn man den Strunk kreuzweise einschneidet, wird er zur gleichen Zeit fertig gegart wie der Rest des Rosenkohl-Köpfchens. Kümmel im Kochwasser hilft gegen die blähende Wirkung des Gemüses. Mit etwas Zucker im Wasser kann der leicht bittere Geschmack gebessert werden.

Rosenkohl schmeckt noch etwas knackig am besten. Durch zu langes Kochen wird er matschig, unansehnlich grau und verliert viel von seinen Nährstoffen.