Superfood: Kopfsalat

Der Kopfsalat gehört zu den Gartensalaten. In großen Teilen des deutschen Sprachgebietes wird er auch schlicht als Salat bezeichnet. In Österreich ist ebenfalls die Bezeichnung Häuptlsalat verbreitet, wobei Häuptl schlicht ein Dialektwort für den Kopf darstellt.

Im Freiland und im eigenen Garten lässt sich der Kopfsalat von Juni bis August, in wärmeren Gebieten bis Ende September ernten. Er ist im Handel dennoch ganzjährig verfügbar, da der Anbau außerhalb dieser Zeiträume in Gewächshäusern stattfindet.


Kopfsalat wird fast nur roh gegessen

Kopfsalat ist geschnitten in Salatmischungen enthalten, die frisch und als Tiefkühlkost angeboten werden. Den mit Abstand größten Teil verkauft der Handel aber als frischen Kopfsalat. Die Abrechnung erfolgt üblicherweise mit einem Preis pro Kopf und nicht nach Gewicht, sodass Verbraucher nur geringe Preisschwankungen wahrnehmen. Tatsächlich sind die im Winter geernteten Salatköpfe deutlich kleiner als der Sommersalat, weshalb der Preisunterschied je Gramm durchaus groß ausfällt.

Es ist möglich, den Kopfsalat zu kochen und als Gemüse zu servieren. Diese Verwendungsform kommt in allen europäischen Küchen so gut wie nicht vor. Vielmehr wird der Salat entweder mit einem Dressing versehen oder mit weiteren Gemüsesorten gemischt als Rohkostsalat verzehrt. Typische Beigaben sind Mais, Tomaten und Zwiebeln.

Zumindest in Deutschland relativ neu ist der Trend, Kopfsalatblätter bei der Herstellung grüner Smoothies zu verwenden und zu trinken. Dabei handelt es sich um eine Variante der Nutzung von Salatblättern als Rohkost.

Die Inhaltsstoffe des Kopfsalates

Seine Wirkung als Superfood entfaltet der Kopfsalat aufgrund seiner zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe. Einen besonders attraktiven Gehalt enthält er an folgenden Vitaminen und Mineralien:

  • Vitamin A. Es wird für ein gutes Sehvermögen benötigt. Der Bedarf nimmt mit der dunklen Jahreszeit zu, zugleich stellt die abnehmende Sehfähigkeit während der Dunkelheit ein Alarmzeichen für den beginnenden Vitamin A-Mangel dar.
  • Vitamine B1 und B2. Ein Mangel an Vitamin B1 führt zu einer Schwächung des Herzens und zu Störungen im Nervensystem. Weitere Folgen des Vitamin B1-Mangels können regelmäßige Kopfschmerzen und mangelnde Ausgeglichenheit sein. Ein Mangel an Vitamin B2 tritt üblicherweise nur vorübergehend in Verbindung mit Alkoholgenuss auf. Es ist deshalb sinnvoll, zum Schnaps ein Kopfsalatblatt zu essen.
  • Niacin (Vitamin B3). Der Mangel an diesem Vitamin führt zu einer leichten Reizbarkeit und zu Schlafstörungen.
  • Vitamin C. Es schützt das Immunsystem und somit unter anderem vor Erkältungskrankheiten. Da der Kopfsalat so gut wie ausschließlich roh verzehrt wird, bleibt das hitzeempfindliche Vitamin bei der Zubereitung erhalten.
  • Magnesium und Calcium. Für die Aufnahme beider Mineralstoffe vorteilhaft ist, wenn sie gleichzeitig in einem Lebensmittel vorhanden sind. Magnesium schützt die Nerven und die Muskeln, während sich Calcium positiv auf den Knochenbau auswirkt.
  • Eisen. Das Mineral fördert den Blutkreislauf. Eine auffällige Folge des Eisenmangels stellt die Müdigkeit selbst nach ausgiebigem Schlaf dar.
  • Kalium. Das Mineral schützt die Herzkranzgefäße und wirkt sich positiv auf die Funktion des Herzens aus.
  • Sekundäre Pflanzenwirkstoffe. Sie schützen den Körper vor Schadstoffen, sodass der regelmäßige Verzehr von Salat und anderen Gemüsesorten die Vorbeugung gegen zahlreiche Krankheiten einschließlich Krebserkrankungen unterstützt.

Wie wirkt sich Kopfsalat auf das Wohlbefinden aus?

Kopfsalat sättigt mit vielen Ballaststoffen und wenig Kalorien. Er eignet sich deshalb zur nachhaltigen Gewichtsverringerung. Voraussetzung ist jedoch, dass bei der Zubereitung ein ebenfalls kalorienarmes Dressing verwendet wird.

Der hohe Anteil an Magnesium und Calcium des Kopfsalats hilft bei Muskelkrämpfen nach einer starken sportlichen Betätigung. Dieser Effekt lässt sich durch das Beträufeln des Kopfsalates mit Zitronensaft fördern.

Dank des Gehalts an Vitamin C und des üblichen Verzehrs als Rohkost dient der Kopfsalat der Stärkung des Immunsystems und deshalb dem Schutz vor Erkältungen. Ein weiteres Einsatzgebiet des Kopfsalates als Heilmittel stellt die Linderung der Beschwerden während der Wechseljahre dar.

Unter starker Nervosität leidenden Menschen empfiehlt die Naturheilkunde den Verzehr größerer Mengen an Kopfsalat. Die Wirkung beruht auf dem Gehalt an Niacin und an weiteren Mineralstoffen.

Die äußere Anwendung des Kopfsalats gegen Akne ist ein bekanntes Heilmittel. Hierbei werden Salatblätter auf die Pickel gelegt, damit sie sich zurückbilden.