Superfood: Granatapfel

Ein gesunder Granatapfel

Frische Granatäpfel sind im deutschen Lebensmittelhandel vorwiegend von Juni bis Dezember erhältlich. Die am meisten verbreitete Form des Verzehrs ist das Auslöffeln der Kerne. Beliebt ist auch die Nutzung der Granatapfelkerne in Salaten und in fruchtigen Desserts. Der Granatapfel wird auch als Grenadine bezeichnet.

Die das Wohlbefinden fördernde Wirkung des Granatapfels kommt im Saft stärker als in den Kernen der frischen Früchte zur Geltung. Granatapfelsaft ist jederzeit erhältlich. Reiner Fruchtsaft ist den mit Wasser und oftmals Zucker versetzten Fruchtsaftgetränken vorzuziehen.


Die Inhaltsstoffe des Granatapfels

Der Granatapfel enthält zahlreiche das Wohlbinden fördernde wertvolle Inhaltsstoffe. Die wichtigsten sind:

  • Polyphenole. Die meisten positiven Wirkungen des Granatapfels werden auf diesen sekundären Pflanzenwirkstoff zurückgeführt. Der Wirkstoffgehalt schwankt je nach verwendeter Sorte stark.
  • Eisen
  • Calcium
  • Kalium
  • Punicinsäure

Die Wirkungen des Granatapfelsaftes

Verschiedene Studien haben ebenso wie der Erfahrungsschatz der Naturheilkunde nachgewiesen, dass der Granatapfel sich lindernd auf eine Reihe schwerer Beschwerden auswirkt. Das trifft vor allem auf den Verzehr des fermentierten Saftes der Grenadine zu, während nicht fermentierter Saft eine deutlich geringere Wirkung erzielt.

Diese Studien wiesen darauf hin, dass der fermentierte Saft des Granatapfels bei verschiedenen Krebserkrankungen wie Prostatakrebs, Brustkrebs und Leukämie eine Linderung bewirken kann. Zugleich führt die hohe Zufuhr von sekundären Pflanzenwirkstoffen, an denen der Granatapfel reich ist, zu einer leichteren Verträglichkeit der Chemotherapie.



Dem Volksglauben gemäß erhöht der Granatapfel zudem die sexuelle Lust. Zugleich stehen seine zahlreichen Kerne als Symbol für die Fruchtbarkeit. Dem Volksglauben entspricht, dass die Metapher „Granatäpfel essen“ in poetischer Sprache als Umschreibung für „Sex haben“ dient. Sie lässt sich auf das Hohe Lied zurückführen, dessen Dichter die Schönheit der von ihm begehrten Frau mit einem Granatapfel vergleicht. Auch die griechische Mythologie mit dem Urteil des Paris enthält entsprechende Andeutungen.

Die beobachtete lindernde Wirkung des fermentierten Granatapfelsaftes bei Brustkrebs beruht jedoch auf einer Verringerung der Östrogene, woraus eigentlich eine Abnahme der Fruchtbarkeit resultieren müsste. Der scheinbare Widerspruch lässt sich durch die Annahme auflösen, dass der Verzehr von Granatapfelsaft zu einer Normalisierung der vom Körper gebildeten Menge der Östrogene führt.

Zunehmend empfehlen Ärzte und Heilpraktiker Patienten mit Herzbeschwerden den regelmäßigen Verzehr von Granatapfelsaft zur Stärkung der Herzmuskulatur. Ebenso bietet sich das Trinken des Saftes dieser Heilpflanze für Menschen an, die an einer Verengung der Halsschlagader leiden.

Die Verwendung von Wurzel und Rinde sowie der Blätter des Granatapfels

Vorwiegend während des Mittelalters wurde ein Sud aus der Wurzel und der Rinde des Granatapfelbaumes als Mittel gegen den Bandwurmbefall beim Menschen eingesetzt. Heute werden die Blätter dieses Baumes ebenso wie die Früchte für Tee verwendet, der den Durst außerordentlich gut löscht.