Superfood: Camu Camu

Camu Camu gilt bei vielen Menschen als das neue Superfood. Viele nutzen es als Diäthilfe, weil die kleinen Beeren lange sättigen und zugleich auch super gesund sind. Doch was ist wirklich dran an diesen kleinen Früchtchen?

Warum wird Camu Camu so geschätzt?

Wer die kleinen roten Beeren bei einem Einkaufsbummel im Regal vor sich sieht, wird zunächst einmal nichts Besonderes an ihnen finden. Sie sind in etwa so groß wie Sultaninen und im getrockneten Zustand dunkelrot. Die schrumpelige Schale schmiegt sich um das weiche Fruchtfleisch und im Inneren der rötlichen Beeren stecken auch noch zwei leicht bittere Kerne.
Die Camu Camu Beeren kommen ursprünglich aus den subtropischen Regionen Perus. Die indigene Bevölkerung dort schätzt seit vielen Jahrhunderten die gesundheitsfördernde Kraft der Früchtchen und nutzt die runden, roten Beeren als Hauptnahrungsmittel. Gerade bei der Nährstoffversorgung von Jung und Alt spielt Camu Camu innerhalb der Großfamilien dort eine wichtige Rolle. Die Beeren sättigen lang anhaltend, sollen Krankheiten fernhalten und vor altersbedingten Gebrechen schützen.


Die Kraft von Camu Camu steckt in dem säuerlichen Fruchtfleisch. Die Beeren sind gut verdaulich, reinigen den Magen-Darm-Trakt und wirken ausgleichend auf den gesamten Organismus. Durch die perfekt aufeinander abgestimmten Vitalstoffe stärkt Camu Camu das Immunsystem und sorgt für eine langfristige Zellgesundheit. Die peruanische Bevölkerung, die teilweise heute noch abgeschieden und ohne ärztliche Versorgung lebt, schätzt an den Beeren auch die antivirale Wirkung von innen heraus. Diese Eigenschaft kann Infektionserkrankungen verhindern, Entzündungen hemmen und den Organismus langfristig stärken.
In Mitteleuropa setzt vor allem die Alternativmedizin schon seit Jahren auf die Kraft der roten Beere.


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Was macht die Camu Camu Beere denn überhaupt so besonders?

Das Wort „Superfood“ fällt schnell. Doch warum werden die kleinen Früchtchen denn überhaupt so bezeichnet?
Überraschend hoch ist bei Camu Camu zunächst der unglaubliche Gehalt an Vitamin C. Selbst im getrockneten Zustand weisen die Beeren sehr viel mehr Ascorbinsäure auf, als man beispielsweise in Paprika oder Zitrusfrüchten nachweisen kann.

Zudem strotzen sie nur so vor diversen sekundären Pflanzenstoffen, darunter die begehrten Antioxidantien, die als Radikalfänger die menschlichen Zellen vor einer zu schnellen Alterung bewahren. Aber auch Riboflavin, Bioflavonoide oder Betacarotin sind in üppigen Mengen enthalten. Auch Niacin, also die Vitamine der B-Gruppe (Vitamin B1, B2 und B3) sind in den kleinen Wunderbeeren drinnen. Unüblich für Beeren ist zudem der signifikant hohe Anteil an Mineralstoffen. Darunter sind vor allem Kalzium und Eisen zu benennen.

Der gute Sättigungsgehalt entsteht durch die vielen pflanzlichen Proteine und Aminosäuren. Sie sind ausschlaggebend dafür, dass Camu Camu so gut vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden kann.
Kurzübersicht der Inhaltsstoffe

  • Extrem viel Vitamin C
  • Antioxidantien
  • Riboflavin
  • Bioflavonoide
  • Betacarotin
  • Vitamin B1, B2 und B3
  • Eisen
  • Kalzium
  • Pflanzliche Proteine und Aminosäuren

Wo erhält man Camu Camu und wie kann es verwendet werden?

Leider sind die kleinen Beeren in Deutschland derzeit noch nicht als Frischware erhältlich.
Überwiegend sind sie auf dem europäischen Markt in verarbeiteter Form zu haben. So sind sie in gut sortierten Reformhäusern, Bio-Märkten oder bei Spezialanbietern in getrockneter, pulverisierter oder zu Tabletten gepresster Form erhältlich. Wichtig ist dabei zu beachten, dass sie Zuhause nicht unnötigem Licht oder Sauerstoff ausgesetzt sind. Praktisch ist es beispielsweise, man bewahrt die kostbaren kleinen Früchte, egal in welcher Form sie nun vorliegen, in einer hübschen und luftdicht zu verschließenden Dose oder einem Schraubglas auf. So bleiben alle Nährstoffe enthalten und es macht auch noch Spaß, sich aus einem dekorativen Gefäß damit selbst zu verwöhnen.

Es empfiehlt sich, eher kleine Mengen einzukaufen und diese nur kurz zu bevorraten. Länger als 12 Monate sollte man die Beeren nicht eingelagert halten.
Wer Glück hat, der findet im Handel den Saft der Früchtchen auch abgefüllt in Flaschen. Daraus lassen sich leckere Schorlen zaubern.
In einigen Reformhäusern gibt es die roten Beeren zur Saison auch tiefgekühlt im Kühlregal. Sie sind ideal, um leckere Obstsalate, einen fein-säuerlichen Fruchtaufstrich oder eine süße Füllung für Pfannkuchen daraus herzustellen.

In getrockneter Form sind die ganzen Beeren auch eine willkommene Knabberei, als kleiner Pausensnack für zwischendurch beispielsweise. Oder man mischt sie mit hinein ins morgendliche Müsli.

Camu Camu wird ebenfalls gerne von den Anhängern der Smoothie-Bewegung genutzt und das Pulver mit in den Mixer gegeben. Die säuerlichen kleinen Beeren geben ein schönes Gegengewicht zu manchen sehr süßen Smoothies ab.

Kann Camu Camu auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden?

Wer möchte, kann die kleinen Beeren auch ohne kulinarischen Anspruch einfach pur zu sich nehmen. Wer sie in pulverisierter Form kauft, rührt einfach einen gehäuften Esslöffel davon in ein Glas mit stillem Wasser ein. Auch das Einrühren in Saftschorlen oder in abgekühlte Kräutertees ist ein leckerer und gesunder Zusatz. So können auch Kinder während der Erkältungszeit mit viel Vitamin C versorgt werden, um Schnupfenerkrankungen vorzubeugen.

Da viele Anbieter Camu Camu auch in praktischer Tabletten- oder Kapselform anbieten, können diese auch im Urlaub oder unterwegs regelmäßig eingenommen werden.

Kann es bei den exotischen Früchten zu Unverträglichkeiten kommen?

Wer nicht gerade gegen Vitamin C allergisch ist, braucht keine Angst vor Unverträglichkeiten zu haben. Eine Allergie gegen einen der in den Pflanzen enthaltenen Stoffe ist nie ganz auszuschließen. Doch bisher gibt es hierzu keine gesicherten Daten.
Aufpassen sollte allerdings, wer Camu Camu in Tabletten- oder Kapselform erwirbt. Hier kann es natürlich zu allergischen Reaktionen auf beigefügte Rieselhilfen oder die Kapselinhaltsstoffe kommen.

Botanischer Hintergrund:

  • ursprünglich aus der Amazonas-Region
  • gehört zur Gattung der Myrtengewächse
  • mehrjährige Pflanze
  • doldenartige Fruchtstände mit etwa haselnussgroßen Beeren

Weitere Handelsbezeichnungen:

  • Rumberry
  • Bayberry Fruit