Null-Diät

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Was ist die Null-Diät?

Die Null-Diät ist sozusagen eine Fastenkur, bei der nur Flüssigkeit, Vitamine und eventuell Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden. Feste Nahrung wird während der Null-Diät nicht gegessen.



Wie funktioniert die Null-Diät?

Bei der Null-Diät verzichtet der Kurende also rundum auf Nahrung und beschränkt sich auf die Zufuhr von Flüssigkeiten. Das bedeutet, er nimmt nur reichlich Wasser oder kalorienarme Tees zu sich. Daneben nimmt er Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel ein, um Mangelerscheinungen schon im Vorfeld vorzubeugen.

Wie lange dauert die Null-Diät?

Die Null-Diät sollte nicht länger als zwei Wochen, unter vorheriger Absprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt werden. Der völlig gesunde Mensch könnte es zwar zirka einen Monat ohne feste Nahrung aushalten, aber es ist absolut davon abzuraten.

Wieviel nimmt man ab?

Bei der Null-Diät können viele Kilogramm purzeln. Wie bei jeder Diät wird das Gewicht zunächst stagnieren, bevor der erste Gewichtsverlust eintritt. Schon nach drei Tagen ist das bei der Null-Diät der Fall und der Körper wird auf die vorhandenen Fettreserven zurückgreifen.


Vorteile und Nachteile dieser Diät

Der vermeintliche absolute Vorteil bei dieser Art von Abmagerungskur ist der sehr schnelle und große Gewichtsverlust. Das ist aber auch schon der einzige Vorteil, denn die Nachteile dieser Art von Gewichtsreduktion überwiegen bei Weitem die Vorteile.

Ärzte raten in der Regel von einer so strikten Diät wie der Null-Diät ab. Selbst beim absolut gesunden Patienten sieht der behandelnde Mediziner es nicht gerne, wenn strikt gefastet wird. Die Risiken und Nebenwirkungen der Null-Diät sind vielfältig und reichen von Herz- und Kreislaufversagen über Gicht bis hin zu schweren Mangelerscheinungen.
Bei der Null-Diät greift der Körper direkt auf vorhandene Fettdepots zurück und leert diese Speicher. Damit ist der so genannte Yoyo-Effekt vorprogrammiert und nach Beendigung der Diät nimmt man schnell wieder zu.
Die Null-Diät wird auch von vielen Menschen schon nach kürzester Zeit wieder abgebrochen, da es ihnen schwer fällt, vollständig auf feste Nahrung zu verzichten.
Alternativ zur Null-Diät bietet sich das Heilfasten an, bei dem nicht völlig auf Nahrung verzichtet werden muss. Dabei werden beispielsweise Obst- und Gemüsesäfte konsumiert, die dem Körper ein gewisses Quantum an Nährstoffen zuführen.

Diätplan kompakt

  • Keinerlei feste Nahrungsaufnahme
  • Viel Flüssigkeite wie Wasser und kalorienarme Tees
  • Zufuhr von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten?

Keine andere Diät ist so schwer durchzuhalten wie die Null-Diät. Der Mensch hungert während dieser Abmagerungskur regelrecht. Psychische und physische Nebeneffekte sind, außer bei sehr gesunden und optimal motivierten Menschen fast unausweichlich vorprogrammiert. Viele Menschen brechen diese Art von Diät schon nach kürzester Zeit ab, weil sie entweder die Enthaltsamkeit nicht ertragen können oder weil die Nahrungskarenz Probleme verursacht. Wer diese Diät dennoch ausprobieren möchte, sollte dies nur unter vorheriger Konsultation des Hausarztes oder eines Ernährungsberaters tun. Auch während der eigentlichen Kur empfiehlt sich eine engmaschige Kontrolle durch einen Mediziner. Das Abbrechen dieser Kur ist keinesfalls eine Peinlichkeit, sondern kann notwendig und sinnvoll sein, wenn auch nur die geringsten Störungen des Wohlbefindens und des Allgemeinbefindens auftreten.

Welche Beschwerden können unter Umständen auftauchen?

Die absolute Nahrungskarenz ist durchaus keine Erfindung der Neuzeit. Fastenkuren oder religiös motiviertes Fasten gibt es seit Urzeiten in fast allen Kulturen der Welt. Sich allerdings unwissend in eine Null-Diät zu stürzen und diese aus einer Laune oder gar Wette heraus anzufangen, kann fatale Folgen für die Gesundheit oder sogar das Leben von Menschen haben.
Die ersten Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen, dazu kommt der psychische Leidensdruck durch den Verzicht auf das Lustempfinden, das Nahrungsaufnahme auslöst.
Schlimmere Beschwerden sind Herz- und Kreislaufstörungen wie Schwindelanfälle, Ohnmachten und Kreislaufversagen. Durch das Freisetzen von Harnsäure können Gichtanfälle erstmals oder auch erneut auftreten.
Wird die Null-Diät über mehrere Wochen praktiziert, können auch Magenbeschwerden auftreten. Der Schritt zurück von der Null-Diät in die feste Nahrung ist ebenfalls ein Problem, da der Magen sich verkleinert hat und das Hungergefühl völlig abhanden gekommen ist. Mediziner beobachten im Anschluss an eine Nulldiät auch Fälle von Bulimie oder Magersucht.

Welche Kosten kann man erwarten?

Da man bei dieser Form der Diät ja nichts isst, kommen außer den Kosten für Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel keine Kosten auf den Kurenden zu.
Teuer kann es allerdings werden, wenn die Diät zu langfristigen Erkrankungen führt.
Bei Arbeitnehmern könnte es durch längeren Krankenstand zu Verdienstausfällen kommen. Die Krankenkassen werden auch wenig begeistert sein, Folgekosten von gescheiterten Diätversuchen zahlen zu müssen.