Vegane Diät

Die vegane Diät

Diese Diät belegt einen geteilten 64. Platz beim großen Bauch.de Diätvergleich

Die vegane Diät ist besonders gut für Freunde von fleischlosen Produkten geeignet, denn die vegane Diät kommt selbstverständlich komplett ohne Fleisch aus. Genau genommen handelt es sich um keine wirkliche Diät im eigentlichen Sinne, vielmehr um eine komplette Umstellung der Ernährung. Dennoch kann man mit dieser veganen Ernährung durchaus einige Kilos verlieren.

Diese Art der Diät wird übrigens auch von Prominenten wie Victoria Beckham oder Pamela Anderson gerne ausgeführt und aus diesem Grund auch als „Skinny Bitch Diät“ bezeichnet.


Wie funktioniert die vegane Diät?

Hauptaugenmerk dieser Ernährung liegt auf veganen und wenn möglich biologisch hochwertigen Lebensmitteln. Kalorien werden dabei nicht gezählt; vielmehr geht es darum, sich vegan und dennoch gesund zu ernähren. Ganz oben auf dem Speiseplan sollten Kohlenhydrate aus dem vollen Korn stehen, das heißt Kartoffeln, brauner Reis und Vollkornnudeln eignen sich als Beilage zu den Hauptgerichten perfekt. Zucker sollte man wenn möglich meiden, zum Süßen der Speisen sind Obstsaft, Rübenzucker oder Ahornsirup zu bevorzugen. Verboten sind ebenfalls die meisten Genussmittel wie Zigaretten, Kaffee oder Alkohol. Gegen ein Glas Biowein ist jedoch sicher nichts einzuwenden. Ebenso tabu sind alle Milch- und Käseprodukte, Eier sowie Fisch.


Besonders wichtig ist das Frühstück während dieser Diät. Dieses sollte bestenfalls aus einem Glas Kräutertee und etwas Obst bestehen. Auch Müsli oder Vollkorn-Cornflakes sind natürlich erlaubt. Gut machen sich übrigens auch alle Sojaprodukte wie Sojajoghurt oder Sojamilch. Sojabratlinge oder Gemüseburger sind das ideale Mittagsgericht, während abends Vollkornnudeln oder Tortellini mit Gemüse zu empfehlen sind. Doch auch Gyros oder Hamburger kann man durchaus auf vegane Art zubereiten – leckere Rezepte gibt es genügend.

Wenn einen der Appetit auf einen kleinen Snack übermannt, sollte man während der veganen Diät zu Sojaeis, Reiswaffeln oder Biocrackern greifen. Wichtig ist, dass man nur dann isst, wenn man auch wirklich Hunger verspürt – einer der Grundgedanken der veganen Diät.

Keinesfalls sollte man eine Hauptmahlzeit auslassen, da dann die Gefahr einer Heißhungerattacke viel zu groß ist. Stattdessen sind über den Tag verteilt fünf bis sechs kleine Portionen angemessen.
Auch die sportliche Betätigung sollte während der veganen Diät nicht zu kurz kommen. Empfohlen wird, sich an mindestens fünf Tagen in der Woche für 20 Minuten zu bewegen.

Vor allem Menschen, die bisher täglich Fleisch zu sich genommen haben, sollten die Ernährungsumstellung langsam angehen und den Körper kontinuierlich an die neuen Bedingungen gewöhnen. In der Anfangsphase ist es daher ratsam, Gemüse zu dünsten, denn dies ist leichter zu verdauen als rohes Gemüse.

Wie lange dauert die vegane Diät?

Die vegane Diät ist nicht auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, vielmehr geht es darum, seine Ernährungsweise langfristig umzustellen. Mit Hilfe von biologisch einwandfreien Lebensmitteln soll ein gesunder Lebensstil erreicht werden – dazu gehört auch der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.

Wieviel nimmt man ab?

Wie viel man mit dieser Diät abnimmt, ist natürlich vom Ausgangsgewicht abhängig. Da es bei der veganen Diät keine genauen Kalorienvorgaben gibt, sondern mehr Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt wird, ist es schwierig, hier eindeutige Angaben zu machen. Bei der veganen Diät nimmt man nicht so viel ab wie bei einer Crashdiät – etwa ein Kilo in der Woche sind durchaus realistisch und für den Körper gesund.
Das Abnehmen selbst geschieht bei der veganen Diät fast von alleine, denn pflanzliche Lebensmittel enthalten kaum Cholesterin, Harnsäure und gesättigte Fettsäuren – so purzeln die Pfunde beinahe von selbst.

Vorteile und Nachteile dieser Diät

Positiv hervorzuheben ist, dass bei dieser Form der Diät sehr viel Obst und Gemüse zu sich genommen wird. Auch der Sportanteil ist durchaus angebracht. An fünf Tagen in der Woche soll man sich während der veganen Ernährung körperlich betätigen – dies ist durchaus machbar und auch von Berufstätigen gut in den Alltag zu integrieren.
Doch auch die Nachteile dieser Diät sind nicht von der Hand zu weisen: Da auf Fleisch und Fisch sowie zusätzlich auf alle Milchprodukte verzichtet wird, ist die Ernährung sehr einseitig und man muss aufpassen, dass dem Körper dennoch alle erforderlichen Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden.
Anders als bei einer Crashdiät nimmt man während der veganen Ernährung nicht sehr schnell ab. Dafür kann man das Wunschgewicht aber gut halten, wenn man die Umstellung der Ernährung längerfristig durchhält.

Diätplan kompakt

  • viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte (ballaststoffreich)
  • Mangelerscheinungen können daher auftreten, weil kein Fleisch aufgenommen wird
  • Fleisch, Käse und Fisch sind verboten, daher recht einseitige Diät
  • möglichst Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten
  • mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken
  • Verzicht auf Fastfood
  • an etwa fünf Tagen in der Woche sportliche Aktivität für etwa 20 Minuten
  • kleine gesunde Snacks sind erlaubt
  • kleine Portionen
  • fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten?

Absolute Fleischfans werden es sicher schwierig haben, diese Diät beziehungsweise Ernährungsumstellung auf Dauer durchzuhalten.

Welche Beschwerden können u.a. auftauchen?

Aufgrund der doch etwas einseitigen Ernährung sind diverse Mangelerscheinungen während der veganen Diät keine Seltenheit. Da keine tierischen Fette oder Eiweiße aufgenommen werden, sind vor allem Defizite bei der Kalzium-, Eisen-, Zink- und Vitamin B12-Zufuhr zu erwarten. Um diesem Mangel vorzubeugen, sollte man ausreichend Hülsenfrüchte, Sojaprodukte oder Nüsse als Zwischenmahlzeit einplanen.

Welche Kosten kann man erwarten?

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Bioprodukte, die bei dieser Ernährung bevorzugt werden sollten, im Handel etwas teurer als normale Lebensmittel sind. Vor allem die Soja- oder Tofuprodukte in Bioläden sind doch recht preisintensiv. Natürlich kann man die vegane Ernährung aber auch mit ganz normalen Lebensmitteln durchführen und hat dann keine zusätzlichen Kosten zu erwarten.
Zusätzliche Kosten könnten durch die Vitaminpräparate beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel entstehen, welche man während dieser Diät eventuell benötigt. Vor allem Vitamin B12 und Vitamin D werden dem Körper aufgrund der einseitigen Ernährung häufig nicht ausreichend zugeführt – ein Ersatz durch Vitaminpillen ist hier eventuell ratsam.