Welche Obstsorten machen dick?

Macht Obst dick?

Obst kannst du essen, so viel du willst. Das ist gesund und macht nicht dick.„, sagte meine Großmutter früher immer. Hat sie recht? Die Antwort nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen lautet: Jein.

Zunächst einmal macht kein Lebensmittel per se dick. Es kommt immer auf die Menge an und darauf, wie viele Kalorien der Körper über den Tag wieder verbrennt. Wer sich viel bewegt, kann auch viel essen. Der im Obst enthaltene Fruchtzucker (auch Fructose genannt) liefert mit vier Kilokalorien pro Gramm genauso viel Energie wie unser Haushaltszucker, die Saccharose. Und entgegen früherer Ansichten kann er im Körper sehr wohl zu Fett weiterverarbeitet werden. Deswegen ist es durchaus möglich, von zu viel Obstgenuss und zu wenig Bewegung an Gewicht zuzulegen.


Allerdings enthalten die verschiedenen Obstsorten unterschiedlich viel Fruchtzucker. Besonders energiereich sind zum Beispiel Bananen, Weintrauben, Nektarinen und Pflaumen. Auch getrocknetes Obst enthält oft jede Menge Zucker. Sehr kalorienarm sind hingegen Erdbeeren, Grapefruit und der Spitzenreiter: die Wassermelone. Tatsächlich gibt es also Obstsorten die etwas schneller auf die Hüften gehen könnten als andere.

Das sollte aber kein Grund sein, gänzlich auf die süßen Früchte zu verzichten. Selbst „kalorienreiches“ Obst sollte niemanden abschrecken. Zum Vergleich: Vollmilchschokolade enthält etwa 500 Kilokalorien je 100 Gramm, Bananen dagegen nur 70! Statt der Nascherei am Nachmittag kann man also getrost zu Weintrauben & Co. greifen.


Und in einer Sache hat meine Großmutter mit Sicherheit recht: Obst ist sehr gesund. Es ist essentieller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, liefert wichtige Vitamine und Mineralien und sollte deswegen auf keinem Speiseplan fehlen. Auch dann nicht, wenn es sich um einen Diätplan handelt.