Mittelmeer-Diät

Diese Diät belegt einen geteilten 3. Platz beim großen Bauch.de Diätvergleich

Die Mittelmeerdiät oder auch Kreta-Diät ist eine hervorragende Alternative zu anderen, eventuell einseitigen Diäten. Sie ist einerseits zum Abnehmen geeignet und kann andererseits als langfristige Ernährungsvariante dienen.

Wie funktioniert diese Diät?

Die Mittelmeerdiät basiert auf einem Querschnitt der von den Völkern rund um das Mittelmeer verzehrten Nahrungsmittel. Diese sind hauptsächlich Obst, Gemüse, Salate, Fisch und Meeresfrüchte. Dazu kommen Kartoffeln, Getreide, Käse, Joghurt und Milch.


In fast allen Mittelmeerländern wachsen Oliven und somit ist das Olivenöl das hauptsächlich verwendete Fett. Knoblauch spielt in der Ernährung dieser Völker eine viel größere Rolle als in den nord- und westeuropäischen Staaten. Rotes Fleisch, das dem menschlichen Körper eigentlich nicht sehr zuträglich ist, wird dagegen wesentlich seltener gegessen als in Nord- und Westeuropa. Rotwein in Maßen zu trinken ist ebenfalls typisch für die Regionen rund um die Küsten des Mittelmeeres.

Die Mittelmeerdiät wird auch Kreta-Diät genannt, weil anerkannte medizinische Studien schon vor langer Zeit die Erkenntnis brachten, dass die Kreter wesentlich seltener einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten als Westeuropäer. In Vergleichsstudien ernährte man eine Gruppe von Herzkranken mit ihrer gewohnten Nahrung, die andere Gruppe mit der Kreta-Diät. Es konnte belegt werden, dass bei den nach kretischer Art ernährten Patienten weniger rezidive Infarkte zu verzeichnen waren.


Wie lange dauert diese Diät?

Die Mittelmeer-Diät könnte man bei ausreichender Kalorienzufuhr auch als dauerhafte Form der Ernährung übernehmen. Es ist keine Diät nach der klassischen Bedeutung des Wortes. Neben der bewussten, gesunden Ernährung bedeutet die Mittelmeer-Diät aber auch viel Bewegung an der frischen Luft, Schwimmen, Sport und auch keine Scheu vor körperlicher Arbeit. Wer die Mittelmeer-Diät als Gewichts-Reduktionsdiät durchführen möchte, kann dies natürlich einige Wochen lang tun. Um aber langfristig das Risiko von koronaren Herzerkrankungen, Schlaganfall und Adipositas zu senken, gehört eine grundlegende Änderung der Lebensgewohnheiten dazu. Wer am Tag acht oder mehr Stunden vor dem Computer auf einem Bürostuhl verbringt und sich in der Freizeit kaum bewegt, kann vom Essen von Fisch, Gemüse und Knoblauch allein keine Gewichtsreduktion oder Gesundung erwarten.

Wieviel nimmt man ab?

Ob und wieviel man bei der Mittelmeerdiät abnimmt, hängt natürlich auch von den verzehrten Mengen an Nahrung und den Verbrauch von Kalorien ab. Langfristig gesehen wird man durch diese Art von Ernährung auf jeden Fall das Gewicht reduzieren können, ohne auf eine ausreichende Menge an Nahrung verzichten zu müssen.

Wer sich auf fettarmen, gegrillten Fisch, Salat, Joghurt und gedünstete Gemüse beschränkt, kann mit Sicherheit auch schneller abnehmen. Ein Yoyo-Effekt wird bei konsequenter, dauerhafter Weiterernährung mit Produkten aus der Mittelmeerdiät auch nicht auftreten.

Vorteile und Nachteile der Mittelmeer-Diät

Der Vorteil dieser Diät liegt mit Sicherheit darin, dass bei ihr weder Mangelerscheinungen noch Überdruss auftreten. Die Angebotspalette ist reichhaltig und kann länderspezifisch variiert werden.

Der Nachteil der Mittelmeerdiät liegt darin, dass sie eigentlich keine klassische Diät ist, was zu Missverständnissen und falschen Erwartungshaltungen führt. Die Mittelmeerdiät ist mehr als eine Diät, sie ist eine Lebensphilosophie und eine positive Grundeinstellung.

Diätplan kompakt

  • viel frischen Fisch
  • einmal pro Woche Meeresfrüchte
  • kein rotes Fleisch
  • etwas Hähnchen und Lamm
  • Alle Arten von Gemüse
  • frisches Obst
  • Salate der Saison
  • möglichst viel Knoblauch
  • Zwiebeln nach Geschmack
  • Kartoffeln und
  • vollwertige Getreide
  • etwas Natur-Joghurt
  • etwas Käse
  • Etwas Milch
  • hochwertiges Olivenöl
  • Rotwein, aber in Maßen

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten?

Eine Diät durchzuziehen, ist immer eine ganz individuelle Sache. Es gehören neben Willenskraft und Motivation auch die Unterstützung des Umfelds und der richtige Zeitpunkt dazu. Da die Mittelmeerdiät keine klassische Verzichtsdiät ist, fällt es dem Gros der Interessierten wohl leichter, diese Form der Diät durchzuhalten, als eine, bei der man fast hungern muss. Eventuell bietet sich ein Urlaub in der Mittelmeerregion als Einstieg in diese Ernährungsweise an.

Welche Beschwerden können u.a. auftauchen?

Außer eventuellen, individuellen Unverträglichkeiten gegen einzelne Lebensmittel sind keinerlei Beschwerden gegen diese Art von Ernährung bekannt. Beim Kauf von Olivenöl sollte allerdings auf die Bezeichnungen „nativ“ und „kalt gepresst“ geachtet werden, da minderwertiges Olivenöl erstens nicht schmeckt und zweitens nicht gut verträglich ist. Aus nachvollziehbaren Gründen sollte der Verzehr von Knoblauch in größeren Mengen eher am Wochenende erfolgen.

Welche Kosten kann man erwarten?

Wer nicht gerade am Meer wohnt, wird für frischen Fisch und frische Meeresfrüchte schon etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Zumindest teilweise kann man hier aber auf tiefgekühlte Lebensmittel zurückgreifen. Gutes Olivenöl hat auch seinen Preis, aber genau wie beim Fisch überwiegt der Nutzen für die Gesundheit die Kosten bei Weitem. Da vom Rotwein nicht mehr als ein Achtel am Tag getrunken werden soll, schlagen die Kosten hier nicht so sehr zu Buche. Obst, Salat und Gemüse müssen sowieso gekauft werden und stellen keinen zusätzlichen Kostenfaktor dar. Alles in allem bleibt diese Ernährungsweise bezahlbar, auch weil auf zu viel Fleischkonsum verzichtet wird.