BCM-Diät

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Im Fernsehen werden schlanke Menschen gezeigt, die erfolgreich im Job, glücklich in der Beziehung und zufrieden mit ihrem Leben sind. Dicke hingegen wirken häufig plump und ungelenk, erfolglos und unglücklich. Werden derartige Bilder in den Medien vermittelt, ist es kein Wunder, dass viele Menschen ein Wundermittel gegen überflüssige Pfunde suchen. In vielen Zeitungen wird von Crash-Diäten berichtet, bei denen man bis zu zehn Kilogramm Körpergewicht in nur zehn Tagen verlieren kann. Dabei vergessen die Blätter jedoch häufig über Mangelernährung, Kreislaufprobleme sowie andere schwerwiegende Begleiterscheinungen zu berichten. Nach dem Ende einer Crash-Diät tritt dann der gefürchtete Jojo-Effekt seinen Siegeszug an und alle abgenommenen Pfunde und noch mehr sind im Nu‘ wieder auf den Hüften. Das Geheimnis einer dauerhaften Gewichtsreduktion ist dabei viel einfacher, als die propagierten Wunderdiäten. Mit einer ausgewogenen, fett- und kalorienreduzierten Ernährung sowie einem erhöhten Bewegungspensum lassen sich überzählige Kilos dauerhaft bekämpfen. Das BCM-Programm soll die dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten einleiten, unterstützen und erleichtern.


Was ist BCM? Wie funktioniert die Diät?

Die Abkürzung BCM bedeutet Body-Cell-Mass, was übersetzt etwa Körperzellenmasse heißt. Der abstruse Begriff bezeichnet eine Formula-Diät, bei der einzelne Mahlzeiten durch ein Getränk ersetzt werden, das aus einem Pulver hergestellt wird. Von der Firma PreCon wurde das Pulver mit einem dazugehörigen Diät-Plan entwickelt und wird von Ernährungsberatern und Ärzten vertrieben.
Grundsätzlich verfolgt das BCM-Programm zwei essentielle Ziele. Auf der einen Seite soll eine dauerhafte Ernährungsumstellung eingeleitet werden und auf der anderen Seite soll damit eine Gewichtsabnahme auf das Idealgewicht des Patienten erreicht werden.


Die Basis der BCM-Diät besteht darin, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass nur bei einem niedrigen Insulinspiegel der Körper den Fettzellen Energie entzieht und auf diese Weise abbaut. Aus diesem Grund arbeitet das BCM-Programm damit, den Blutzuckerspiegel dauerhaft möglichst niedrig zu halten und somit die größtmögliche Aktivierung der Fettreserven zu erreichen.


Die BCM-Diät beginnt mit einem Besuch beim Arzt oder Ernährungsberater. Dieser ermittelt mit der sogenannten Bioimpedanz, einer Körperanalyse auf der Basis von elektrischen Strömen, die Fett-, Wasser- und Zellmassenanteile im Körper. Anhand dieser Werte und der zusätzlichen Analyse von Nahrungsunverträglichkeiten, Allergien und Geschmäcker wird das BCM-Programm auf den Patienten abgestimmt und ein Nahrungsmittelplan erstellt. Bei regelmäßigen Treffen mit dem Arzt oder Ernährungsberater werden die Werte wöchentlich erhoben und ausgewertet, sodass eine ständige Anpassung des Ernährungsplans erfolgen kann. Außerdem bieten einige Berater Treffen von Abnehmwilligen in Kleingruppen an, sodass Erfolge und Misserfolge, Tipps und Probleme in der Gruppe besprochen werden können. Zusätzlich kann die Gruppenzugehörigkeit die Motivation und die Disziplin erheblich steigern.

Nach dem ersten Treffen mit dem Berater wird die Ernährung auf drei Mahlzeiten täglich umgestellt, falls dieses nicht schon vorher der Fall war. Das BCM-Programm besteht aus insgesamt vier Phasen, in denen jeweils unterschiedlich viele Mahlzeiten durch die hauseigenen Formula-Produkte ersetzt werden oder aus einer ausgewogenen Mischkost bestehen. Auch die Zusammensetzung der Mahlzeiten ändert sich im Fortlaufen der BCM-Diät. Zu jeder Zeit sollten jedoch zwischen den Mahlzeiten vier bis sechs Stunden liegen, damit der Insulinspiegel nach dem Essen zunächst ansteigen, dann aber auch wieder abfallen und schließlich für einige Zeit niedrig gehalten werden kann, sodass der Körper mit den eigenen Fettreserven arbeitet.

Wie lange dauert die BCM-Diät?

Das BCM-Programm setzt sich aus insgesamt vier Phasen, von denen die Erste zwei Tage lang andauert. Die beiden anschließenden Phasen sind jeweils mit sechs bis acht Wochen angesetzt, können jedoch bei Bedarf verlängert werden. Die abschließende, vierte Phase verspricht eine Begleitung durch den Berater für bis zu fünf Jahre. Während die Phasen der primären Gewichtsreduktion etwa 16 Wochen andauern sollen, soll durch das BCM-Programm eine lebenslange Ernährungsumstellung erfolgen, die auch weit über die fünf begleiteten Jahre hinaus andauern und zu einem gesunden Leben voller Wohlbefinden führen soll.

Wieviel Kilogramm Körpergewicht können mit der BCM-Diät abgenommen werden?

Der Abnehmerfolg hängt grundsätzlich jeweils vom Patienten selbst und seinem Startgewicht ab. Je höher dieses ausfällt, umso stärker ist der anfängliche Gewichtsverlust. Ein gesunder Erwachsener kann in der ersten Phase bis zu vier Kilogramm abnehmen, wobei dieser Verlust vorwiegend durch die Abführung von Wassereinlagerungen erreicht wird. In den folgenden vier Monaten wird eine Gewichtsabnahme von ein bis zwei Kilogramm pro Woche bezweckt. Diese Menge liegt in den Bereichen, die Ärzte als gesund vertreten und empfehlen. Zusätzlich wird in dieser Zeit kein Wasser mehr abgeführt, sondern die Fettreserven des Körpers aktiviert und abgebaut.
Insgesamt liegt die Gewichtsabnahme zu Beginn des Programms höher, da der Körper mit sinkendem Gewicht immer weniger Kalorien zur Erhaltung der Grundfunktion benötigt. Ziel ist es, das Idealgewicht zu erreichen und anschließend auch dauerhaft zu halten.

Welche Vor- und Nachteile bietet die BCM-Diät?

Die BCM-Diät ist keine Crash-Diät, sondern bezweckt eine dauerhafte Umstellung auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die noch lange nach dem Ende des Diät-Programms andauern soll. Auf diesem Weg sollten alte Gewohnheiten durchbrochen werden und zu einem lebenslangen Erfolg führen, wodurch gleichzeitig dem gefürchteten Jojo-Effekt vorgebeugt wird. Zusätzlich wird einer Mangel- und Fehlernährung durch die angepassten Ernährungspläne vorgebeugt.
Durch den anfänglichen großen Diäterfolg wird die Motivation des Patienten erhöht und an seine Disziplin appelliert, was sich mit jedem verlorenen Kilogramm Körpergewicht steigert. Zusätzlich wirkt sich die Gruppendynamik auf Disziplin und Motivation positiv aus. Außerdem steht der Patient unter ständiger Betreuung durch einen Arzt, sodass auf mögliche gesundheitliche Probleme durch die Umstellung sofort fachkundig reagiert werden kann. Weiterhin geben sowohl der Betreuer als auch die Gruppe wertvolle Tipps im Bezug auf das Einkaufen und die Verarbeitung von Lebensmitteln. Für die selbst zubereiteten Mahlzeiten, die im Verlauf des Programms zunehmen, gibt es eine große Auswahl an Rezepten, die sowohl im Internet kursieren als auch im Buchhandel in gebundener Form erhältlich sind.

Die hauseigenen Formula-Produkte des BCM-Programms sind vorgeschrieben und relativ teuer. Auch die Lebensmittel für eine gesunde Ernährung können erhöhte Kosten verursachen. Zusätzlich fallen Kosten für die Beratung beim Arzt oder Ernährungsberater an, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Da zwischenzeitliche Naschereien nicht erlaubt sind, können außerdem Heißhungerattacken aufkommen, die mit viel Disziplin überstanden werden müssen. Das Diät-Programm wird durch strenge Regeln charakterisiert, an die sich der Patient unbedingt halten sollte, um entsprechende Erfolge feiern zu können.

Wie sieht der grundsätzliche BCM-Diätplan aus?

Vier Phasen, jeweils nach dem Drei-Mahlzeiten-Prinzip
1. Phase: Startphase – zwei Tage lang wird ausschließlich ein spezieller Start-Shake konsumiert
2. Phase: Reduktionsphase – sechs bis acht Wochen lang werden zwei von drei Mahlzeiten durch die hauseigenen Formula-Produkte ersetzt, die dritte Mahlzeit wird als ausgewogene Mischkost selbst zusammengestellt
3. Phase: Integrationsphase – sechs bis acht Wochen lang werden zwei von drei Mahlzeiten selbst zusammengestellt, die dritte Mahlzeit besteht aus einem Formula-Produkt
4. Phase: Stabilisierungsphase – alle drei Mahlzeiten werden selbst zusammengestellt
Stets begleitend: Sport und Bewegung

Wie schwer ist das BCM-Programm durchzuhalten?

Manche Menschen verfügen über ein überdurchschnittliches Durchhaltevermögen und entsprechend viel Disziplin und Ehrgeiz. Diesen wird auch das BCM-Programm sehr leicht fallen. Alle anderen müssen etwas mehr Motivation aufbringen, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen. Durch die abrupte Umstellung von den normalen Essgewohnheiten auf die Start-Shakes wird der Einstieg in die Diät erleichtert. Dadurch, dass die ersten Pfunde schnell purzeln, wird die Motivation gesteigert und die Disziplin angespornt. Auch die Gruppenzugehörigkeit erleichtert das Durchhalten enorm. Die regelmäßigen Kontrollen des Gewichts spornen zusätzlich an. Das BCM-Programm versucht das Durchhalten stets zu erleichtern, jedoch sind Heißhungerattacken nicht ausgeschlossen. Treten diese jedoch auf, sollte man sich nicht entmutigen lassen und motiviert in den nächsten Tag starten.

Welche Beschwerden können im Verlauf der BCM-Diät auftreten?

Grundsätzlich sollten während der Diät keine Probleme auftreten, da das BCM-Programm darauf beruht, den Körper mit einer ausgewogenen Ernährung und allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Zusätzlich wird der Patient während des gesamten Programms von einem Arzt betreut, sodass bereits erste Anzeichen von Beschwerden bekämpft werden können und das Programm gegebenenfalls angepasst werden kann.

Welche Kosten können für die BCM-Diät anfallen?

Das Startpaket mit den Formula-Produkten für die ersten zweieinhalb Wochen liegt im Onlineshop bei 112,75 Euro. Weiterhin kostet eine Dose Pulver für zehn Getränke 44,60 Euro. Zehn Portionen der hauseigenen Suppen liegen preislich bei 34,10 Euro. Ein Päckchen mit jeweils drei Riegeln, die jeweils eine Mahlzeit darstellen, schlagen mit 8,20 Euro zu Buche. Je nach Diätphase reichen zehn Portionen der Formula-Produkte für fünf bis zehn Tage.
Zusätzlich fallen monatlich 18 Euro für die Begleitung durch einen Arzt oder Ernährungsberater an.
Weiterhin sind auch die Kosten für Obst, Gemüse und Fleisch, die essentieller Bestandteil der ausgewogenen Mischkost sind, nicht außer Acht zu lassen. Gehörten diese Produkte vor Beginn der Diät nicht zum täglichen Bedarf, können sich erhöhte Kosten im Monatsbudget bemerkbar machen.