Gesund essen in der Schweiz

Die Schweiz besitzt aufgrund ihrer geographischen Lage eine Vielzahl von unterschiedlichen Regionen. Jeder Kanton ist stolz auf seine landestypischen, traditionellen Spezialitäten. So kann man im Tessin teilweise die Küche des Südens genießen, während es oben auf den Bergen ganz andere Schmankerl gibt. Gerne werden die Speisen in der Schweiz mit reichlich Sahne oder mit Rahm verfeinert. Doch gibt es auch hier kalorienärmere Gerichte mit viel Gemüse und Obst.

Graubünden in den Schweizer Alpen

In dieser Region entstand das Bündnerfleisch, das heute weltweit serviert wird.
Traditionell wird das Bündnerfleisch mit ausgesuchten Kräutern und feien Gewürzen
viele Wochen lang an der Luft getrocknet. Dann wird es hauchdünn geschnitten und als
Brotmahlzeit auf dem Holzbrett mit Brot und Butter serviert. Garniert wird diese Spezialität mit kleinen Gewürzgurken, Tomaten und Radieschen. Das Bündnerfleisch ist sehr mager und fettarm.


Tessin – die südliche Schweiz

Das Tessin liegt im italienischen Teil der Schweiz. Hier gibt es die berühmte Minestrone, ein Eintopfgericht mit viel frischem Gemüse. Dazu zählen Blumenkohl, Möhren, Bohnen und Erbsen sowie Lauch und Kohlrabi. Das Gemüse wird in Olivenöl angeschwitzt und einige Zeit gedünstet, bevor es mit Wasser abgelöscht wird. Die Gewürze des Südens wie Knoblauch, Lorbeerblatt, Tomaten, sowie Basilikum Thymian und reichlich Petersilie dürfen nicht fehlen. Eine Rezepte beinhalten eine Rindfleischeinlage vor. Die Minestrone wird mit geröstetem Weißbrot serviert. Wie in Italien ist es auch hier üblich, die Suppe im Teller mit reichlich geriebenem Käse zu bestreuen.

Herzhaftes aus dem Kanton Jura

Der Kanton Jura grenzt an Frankreich. In den kleinen Dorfwirtschaften entstehen noch viele ursprüngliche Gerichte. Das ganze Jahr über gibt es aus den waldreichen Regionen des Jura frisches Wild. Das geschmorte, fettarme Fleisch der Wildtiere von Reh, Wildente und Hase wird gerne mit frischen Waldpilzen wie Morcheln, Pfifferlingen und Steinpilzen serviert. Ein herzhafter Burgunder rundet das Mahl ab.
Vielerorts werden hier Kaninchen in weitläufigen Freigehegen gehalten. Das fettarme, gesunde Fleisch dieser Tiere wird traditionell mit Knoblauch gewürzt und im Backofen geschmort. Dazu gibt es immer jede Menge frischer Salate und Gemüse aus der Region.

No-Go’s

Das Neuenburger Fondue des gleichnamigen Kantons hat es in sich. Es besteht aus geriebenem Emmentaler und Greyerzer Käse, aus Kirschwasser und Weißwein. Und es wird mit Weißbrot serviert.

In allen Kantonen ist das Schweizer Rösti beliebt. Im Tessin wird das Rösti mit Speckwürfelchen und Rosmarin angereichert. In Zürich hingegen nur mit Kümmel und gewürfelten Zwiebeln. Das Glarner Rösti wird mit Schabziger Käse serviert. Und im Appenzeller Land kommt der Appenzeller Käse mit Speck in das Rösti. Das Urner Rösti wird mit Bergkäse und Zwiebeln hergestellt und zusammen mit Kaffee genossen. In das Westschweizer Rösti kommen ebenfalls Speck und Greyerzerkäse sowie Tomaten und Paprika.

Das Cholermues aus dem Kanton Unterwalden ist eine Art zerrissener Pfannekuchen. Es besteht aus Mehl, Rahm, Eiern und Milch und wird in der Bratpanne in Butter herausgebacken. Danach in kleine Stücke gerissen. Mit Zucker und Zimt bestreut, wird es meist mit Apfel- oder Birnenmus serviert.

Tipp: Wer auf die nicht ganz so kalorienarmen Genüsse in der Schweiz nicht verzichten mag, sorgt zum Ausgleich für etwas mehr körperliche Bewegung und lässt mal eine Mahlzeit ausfallen.