Markert-Diät

Diese Diät belegt einen geteilten 59. Platz beim großen Bauch.de Diätvergleich

Erfunden wurde die Markert-Diät vom Frankfurter Arzt Dr. Dieter Markert. Er veröffentlichte sein ursprüngliches Diätkonzept erstmals 1996. Bei dieser Diät handelt es sich um eine reine Trinkfastenkur. Im Jahr 2003 erschien dann eine überarbeitete Version „Die neue Markert-Diät“, die gegenüber dem ersten Buch eine moderatere Art des Abnehmens vorsieht.

Wie funktioniert diese Diät?

Die Ursprüngliche Markert-Diät ist jedoch keine Diät im herkömmlichen Sinne, sondern eine Art des Heilfastens. Dabei wird ausschließlich auf spezielle, in der Apotheke erhältliche Eiweißpräparate, Säfte und eine selbst zubereitete Gemüsesuppe gesetzt. Bei dieser Version werden pro Tag ca. 3 Liter Flüssigkeit und nicht mehr als 500 Kilokalorien aufgenommen. Die Eiweiß-Drinks bestehen aus Soja- und Milcheiweiß. Dadurch werden pro Tag ca. 60 Gramm Eiweiß aufgenommen, was den sonst üblichen Abbau von Muskeln während Abnehmens verhindern soll. Zudem sollen Hungergefühle vermieden sowie der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten werden. Die Gemüsebrühe soll Antioxidantien liefern, um die Bekämpfung von freien Radikalen zu unterstützen, da diese laut Markert den Fettabbau hemmen. Während der Fastenperiode ist außerdem ein intensives Sportprogramm, um den Energiebedarf zu steigern. Versprochen wird eine dauerhafte Gewichtsabnahme ohne Jo-Jo-Effekt.


Laut Markert soll die Kombination aus Fasten, Eiweißdrinks, Gemüsebrühe und Sportprogramm dazu führen, dass die Produktion des Schilddrüsenhormons (T3) gesteigert wird. Dieses Schilddrüsenhormon soll den Grundumsatz des Körpers erhöhen und somit die Fettverbrennung fördern. Bei der Markert-Diät soll daher der Grundumsatz des Körpers nicht sinken, wie es sonst beim Fasten zu beobachten ist. Es sorge dafür, den Stoffwechsel auf hohem Niveau zu halten. Zudem soll es nach der ein- bis zweiwöchigen Fastenphase möglich sein, das Gewicht ohne besondere Einschränkungen zu halten, wenn das Eiweiß-Präparat weiterhin regelmäßig eingenommen wird. Daher kann sofort die Rückkehr zu normalen Essgewohnheiten erfolgen. Der Stoffwechsel soll durch die T3-Erhöhung so in Gang gebracht worden sein, dass eine dauerhaft streng kalorienarme Ernährung nicht notwendig ist.

Als mögliche Reaktion auf die Kritik von Ernährungswissenschaftlern hat Markert inzwischen „Die neue Markert Diät“ veröffentlicht, bei der es sich nicht mehr um eine Fastenkur, sondern um eine Diät handelt.

Bei der modifizierten Version der Markert-Diät wird nicht nur getrunken, sondern auch etwas gegessen. Die „neue Markert-Diät“ beinhaltet eine Ernährungsumstellung und den gleichen Eiweißdrink, wobei die Kalorienzufuhr bei der neuen Variante bei 1000 Kilokalorien liegt. Markert rät in der Neuauflage dazu, zunächst den Darm mit Glaubersalz zu entleeren. Danach empfiehlt er, sich morgens und mittags nach seiner Diätpyramide zu ernähren, d.h. von viel Obst und Gemüse. Erlaubt sind auch pflanzliche Fette. Komplexe Kohlenhydrate sollen 40 Prozent und Eiweiß 20 Prozent der Nahrung ausmachen. Weißmehlprodukte, Zucker und polierter Reis sollen nur höchstens zehn Prozent stellen. Als Abendessen gibt es einen Eiweißshake mit Jod und Carnitin. Auf diese Weise kommt man pro Tag etwa 1000 Kilokalorien.


Wie lange dauert die Markert-Diät?

Die Durchführung der ursprünglichen Version der Markert-Diät dauert 2 Wochen, während die „Neue Markert-Diät“ auf einen Zeitraum von vier Wochen ausgelegt ist. Hat man sein Wunschgewicht erreicht, soll eine strenge Kalorienreduktion nicht mehr notwenig sein.

Wie viel nimmt man ab?

Bei der ursprünglichen Variante der Diät wird versprochen, dass pro Woche bis zu 5 Kilogramm reines Körperfett verloren werden können. Mit der moderaten Diätvariante geht Markert von einem Gewichtsverlust von circa zwei bis vier Kilogramm pro Woche aus.

Tatsächlich kann aufgrund der Kombination von einer sehr niedrigen Kalorienaufnahme mit intensivem Training bei der Markert-Diät mit einer starken Gewichtsabnahme gerechnet werden.

Vorteile und Nachteile dieser Diät

Ein Vorteil ist, dass sich das Konzept leicht umsetzen lässt und nicht viel Zeit kostet. Damit kommt die Markert-Diät vor allem Menschen entgegen, die keine Zeit für aufwendige Ernährungspläne haben. Denn die Ernährung während der Diät besteht hier in der Regel aus Dingen, die ohnehin eingekauft werden – vornehmlich Obst und Gemüse. Besonders am Abend hat man es einfach, da nur ein Eiweißshake angerührt werden muss.

Zudem ist der Abnehm-Erfolg bei der Markert-Diät aufgrund der sehr reduzierten Kalorienzufuhr schnell erreicht. Begrenzt man die Markert-Diät auf ein bis zwei Wochen, sind keine Mangelerscheinungen zu erwarten, trotz der eher einseitigen Ernährung.

Um dauerhaft Gewicht zu verlieren, ist die Energiezufuhr mit etwa 1000 Kalorien pro Tag jedoch zu niedrig. Zu bemängeln sind auch die schlechte Nährstoffzusammensetzung sowie der hohe Eiweißanteil. Zudem gibt es keine Beweise dafür, dass eine eiweißreiche Ernährung die Schilddrüse aktiviert, wie es von Markert versprochen wird.

Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Abwechslung, die dazu führen kann, dass Sie schnell die Lust an dem Programm verlieren.

Da der Kalorienverbrauch des Körpers während der Diät sinkt, wird das Gewicht nach der Diät umso stärker ansteigen – auch bekannt als Jo-Jo-Effekt. Werden die alten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wieder aufgenommen, steigt auch wieder das Gewicht und der Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert. Dieses Risiko besteht bei der Markert-Diät, da diese keinerlei Ernährungsstrategien aufzeigt, mit das Gewicht langfristig verringert oder gehalten werden kann.

Dauerhaftes Abnehmen bzw. Halten des Gewichts ist nur möglich, wenn nach dem Fasten auch das Trainingsprogramm und die allgemeinen Ernährungsempfehlungen beibehalten werden.

Diätplan kompakt

  • Morgens und mittags dürfen Obst (außer Bananen, Rosinen und Datteln) und Gemüse gegessen werden sowie pflanzliche Fette.
  • Obst, Gemüse und pflanzliche Fette sollten 30 Prozent der Nahrung ausmachen.
  • 40 Prozent der Nahrung sollen aus komplexen Kohlenhydraten bestehen.
  • 20 Prozent der Ernährung sollen proteinreiche Lebensmittel wie fettarme Milchprodukte, Eier, magerer Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte sein.
  • Weißmehlprodukte, Zucker und polierter Reis sollen höchstens zehn Prozent stellen.
  • Als Abendessen gibt es einen Eiweißshake mit Jod und Carnitin.
  • Empfohlen wird eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens 3 bis 3,5 l am Tag, die neben dem Proteindrink und der Gemüsebrühe aus Wasser und ungesüßten Tees bestehen sollte.

Auf diese Weise sollte man pro Tag auf etwa 1000 Kilokalorien kommen.

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten?

Das Durchhalten der Markert-Diät über einen längeren Zeitraum kann schwierig werden. Der Diätdrink in nur einer Geschmacksrichtung, kann sehr schnell geschmacklich eintönig werden. Die Markert-Diät bietet wenig Abwechslung und die Aufnahme einer extrem geringen kcal-Menge kann schnell zu Heißhunger-Attacken führen.

Welche Beschwerden können u.a. auftauchen?

Besonders für Schilddrüsenpatienten kann die Markert-Diät kritisch sein, denn sollte die Schilddrüse dadurch tatsächlich beeinflusst werden, könnte bei diesen Personen der Hormonhaushalt, der durch Tabletten eingestellt ist, durcheinander kommen.

Welche Kosten kann man erwarten?

Abgesehen von dem speziellen Eiweißpräparat, das extra gekauft werden muss, ist die Markert-Diät nicht teuer, denn es müssen keine speziellen Nahrungsmittel eingekauft werden, sondern Lebensmittel, die in der Regel auch sonst auf dem Einkaufszettel stehen. Das Obst und Gemüse kann saisonal und damit günstig eingekauft werden.