Schwangerschaftsstreifen wieder loswerden

Kann man Schwangerschaftsstreifen wieder loswerden?

Häufig hinterlässt eine Schwangerschaft Spuren auf dem weiblichen Körper. Schwangerschaftsstreifen gehören zu den Andenken, die Frauen eigentlich gerne wieder loswerden würden. Die rot-violetten Dehnungsstreifen können in unterschiedlicher Länge, Breite und Anzahl auf dem Bauch, dem Busen, dem Po und den Beinen vorkommen.

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Die gute Nachricht: Nach der Geburt verblassen die Schwangerschaftsstreifen, werden perlmuttfarben und fallen weitaus weniger auf. Mit täglicher Hautpflege kann man diesen Prozess beschleunigen und dazu beitragen, dass die Streifen deutlich kleiner werden. Im Handel werden zu diesem Zweck diverse Salben und Hautstraffungscremes angeboten, die unter anderem Vitamin A und Kalzium enthalten. Ganz verschwinden Schwangerschaftsstreifen aber auch mit dem besten Öl nicht.

Laser und andere Methoden

Plastische Chirurgen können die Schwangerschaftsstreifen zum Beispiel mit Hilfe von Lasertechnologie verringern. Die betroffenen Hautstellen werden dabei gebleicht und geglättet. Je nach Methode ist das Lasern schmerzhaft und muss unter Umständen unter lokaler Betäubung durchgeführt und mehrfach wiederholt werden. Die Kosten variieren von Anbieter zu Anbieter, für eine Sitzung muss man in der Regel rund 150 bis 300 Euro bezahlen.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit von Schwangerschaftsstreifen ist AWT (Akustische Wellentherapie), bei dem akustische Stoßwellen das geschädigte Gewebe stören und den Körper dazu anregen, an den entsprechenden Stellen Kollagen zu bilden. Die schmerzlose Behandlung muss allerdings bis zu 20 Mal wiederholt werden, bevor das Ergebnis zufriedenstellend ist. Eine Sitzung kostet je nach Anbieter und Größe der betroffenen Fläche ungefähr 70 bis 140 Euro, manchmal werden Ermäßigungen bei mehreren Sitzungen angeboten.
Eine relativ neue Methode ist das Needling, bei dem die Dehnungsstreifen mit einem Nadelroller bearbeitet werden. Das enge Netz aus kleinen Einstichen soll die Neubildung von Bindegewebsfasern provozieren. Die Behandlung kostet, abhängig vom Arzt und dem Behandlungsumfang, 150 bis 500 Euro.


Schwangerschaftsstreifen mit Stolz tragen

Eine kosmetische Behandlung wie das Entfernen von Schwangerschaftsstreifen muss man in der Regel aus eigener Tasche bezahlen. Auch deshalb ist es sinnvoll, mit dem Eingriff zu warten, bis die Familienplanung abgeschlossen ist. Sonst entstehen bei der nächsten Schwangerschaft wieder neue Streifen. Bis dahin hilft nur, die Haut zu pflegen, die Streifen zu kaschieren, etwa, indem man einen Badeanzug statt eines Bikinis trägt, und sich ein gesundes Selbstbewusstsein anzueignen.