Juckender Bauch in der Schwangerschaft

Ein Baby wird erwartet – Herzlichen Glückwunsch! 40 Wochen lang dauert eine Schwangerschaft – Und schon nach wenigen Wochen kann die werdende Mutter erleben, wie sich ihr Körper verändert. Das neue Leben, das in ihr heranwächst, macht sich rasch bemerkbar. Nicht alle körperlichen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft sorgen dabei für Freude. Beispielsweise kann ein juckender Bauch kann als störend empfunden werden. Mit einigen Tipps und Tricks lassen sich die Beschwerden jedoch wirksam lindern!

Warum juckt der Bauch oft in der Schwangerschaft?

Ein juckender Bauch tritt häufig während einer Schwangerschaft auf. Es handelt sich dabei um ein lästiges, in den meisten Fällen aber keinesfalls gefährliches Symptom. Der juckende Bauch kann mehrere Ursachen haben.


Die häufigste Ursache für einen juckenden Bauch bei Schwangeren ist die Dehnung der Haut (Lesen Sie auch: So vermeidet man Dehnungsstreifen). Ein durchschnittliches Baby wiegt bei seiner Geburt um die 3200 Gramm und ist 52 Zentimeter groß. Man kann sich also gut vorstellen, dass die Haut am Bauch einer enormen Dehnung ausgesetzt ist. Die Haut muss sich immer wieder neu dehnen, wobei eventuell ein Gefühl von leichtem bis starkem Juckreiz auftritt. Das Baby wächst in Schüben und ebenso dehnt sich die Haut in Schüben. Juckreiz, durch die Dehnung verursacht, kann also auch dann wieder auftreten, wenn die Beschwerden scheinbar längst nachgelassen haben.

Doch schon zu Beginn der Schwangerschaft, wenn das Baby noch winzig klein und die Haut noch nicht gedehnt ist, kann der Bauch jucken. Ursache ist hier schlicht die hormonelle Umstellung. Der Körper einer schwangeren Frau wird geflutet von Hormonen, die nach der Zeugung produziert werden. Das Gewebe verändert sich durch die Hormone und diese Entwicklung kann bereits in den ersten Wochen Juckreiz auslösen.

Nicht zuletzt sind viele werdende Mütter in der Schwangerschaft generell empfindlicher als sonst, auch was Unverträglichkeiten und Allergien angeht. Viele Schwangere reagieren auf verschiedene Nahrungsmittel, Waschmittel oder Kosmetika deutlicher sensibler. Dies kann sich auch auf die Haut auswirken: Sie juckt und wird eventuell rot oder schuppig. Die Überempfindlichkeit verliert sich im Normalfall nach der Geburt des Kindes wieder und bessert sich häufig schon im Laufe der Schwangerschaft.

Was kann man gegen einen juckenden Bauch in der Schwangerschaft tun?

Ein juckender Bauch wird symptomatisch behandelt. Gegen die hormonellen Umstellungen, die den Juckreiz auslösen können, kann man selbstredend nichts machen. Also geht es darum, den Juckreiz an sich erträglich zu machen.

Um die Haut bei der Dehnung zu unterstützen, ist es sinnvoll, sich regelmäßig mit einer hochwertigen Creme oder einem hochwertigen Öl einzureiben. Dies trägt zudem zur Minimierung von Dehnungsstreifen bei!

Wer weiß, dass er auf ein bestimmtes Produkt in der Schwangerschaft mit Unverträglichkeit reagiert, sollte dies am besten meiden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich vom Arzt Medikamente verordnen zu lassen, die dem Körper helfen, besser mit den Allergenen umzugehen.

Außerdem stellt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ein probates Mittel dar, um Juckreiz zu reduzieren. Sehr starke Beschwerden sollten immer mit dem Hautarzt oder gegebenenfalls dem Gynäkologen abgeklärt werden.