Dehnungsstreifen bei der Schwangerschaft vermeiden

Eine Schwangerschaft ist für jede Frau ein ganz besonderes Erlebnis. Mit Spannung wird jede körperliche Veränderung registriert – die Freude auf das Baby ist riesig. Ist alles überstanden, zeigen sich nicht selten die unangenehmen Seiten einer Schwangerschaft: Dehnungsstreifen!

Wie entstehen Dehnungsstreifen?
Immer wenn sich ein menschlicher Körper innerhalb einer kurzen Zeit sehr stark verändert, kann es passieren, dass die obere Hautschicht, die Epidermis, sich nicht schnell genug dehnen kann. Wie ein morsches Gummiband reißt die Haut, in den Rissen bildet sich zartes Narbengewebe, welches als Streifen sichtbar ist. Zuerst sind die Streifen dunkelrot, im Laufe der Zeit verblassen sie bis sie schließlich fast nicht mehr zu sehen sind.


Wer neigt zu Dehnungsstreifen?
Entgegen der landläufigen Meinung neigen Frauen mit einem schlechten Bindegewebe – erkennbar an der unbeliebten Cellulite – nicht dazu, Dehnungsstreifen zu bekommen. Frauen die hingegen über festes Bindegewebe verfügen neigen oft dazu, Dehnungsstreifen zu bekommen.

Was kann eine Frau gegen Dehnungsstreifen tun?
Frauen, die gerne schwanger werden möchten, können bereits im Vorfeld einiges tun, um die unliebsamen Streifen zu verhindern. Einige Hebammen empfehlen Zupfmassagen, um die Durchblutung der Haut anzuregen und sie damit elastischer zu machen. Für eine Zupfmassage nimmt die Frau oder ihr Partner die Haut zwischen zwei Finger und zieht sie behutsam in die Länge. Wechselduschen helfen ebenfalls, um die Durchblutung der Haut am Bauch anzuregen.



Was kann eine Frau während der Schwangerschaft tun, um Dehnungsstreifen zu verhindern?
Während der Schwangerschaft kann die Frau nur eines tun, um Dehnungsstreifen zu verhindern: Cremen, cremen und nochmals cremen. Cremes, die tief in die Haut einmassiert werden, können bewirken, dass die Haut geschmeidiger und elastischer wird. Es gibt zahlreiche Cremes, die speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren ausgerichtet sind – fragen Sie dazu einfach Ihre Hebamme oder Ihre Apothekerin. Dehnungsstreifen können übrigens nicht nur am Bauch auftreten. Auch am Po, an den Oberschenkeln und an den Oberarmen können – wenn die Haut aufgrund einer schnellen Gewichtszunahme über die Maßen beansprucht wird – Dehnungsstreifen ausgebildet werden. Vergessen Sie beim Eincremen diese Hautpartien also nicht!


Was kann eine Frau tun, wenn Dehnungsstreifen bereits aufgetreten sind?
Dehnungsstreifen sind – medizinisch betrachtet – Narben. Narben verschwinden nicht wieder, aber sie verblassen mit der Zeit und sind dann nicht mehr allzu auffällig. Es gibt außerdem einige Cremes, die Narbengewebe schneller verblassen lassen. Ihre Hebamme oder Ihre Apothekerin berät Sie auch dazu gerne! Bitte verzagen Sie nicht, sollten sich während Ihrer Schwangerschaft Dehnungsstreifen gebildet haben – ihr Körper hat ein Wunder vollbracht und das darf man ihm gerne ansehen!

Können Dehnungsstreifen nur als Folge einer Schwangerschaft auftreten?
Dehnungsstreifen können immer dann auftreten, wenn sich ein menschlicher Körper schneller verändert, als die Haut „mitwachsen“ kann. Das ist klassischerweise bei einer Schwangerschaft der Fall. Gerade im letzten Drittel einer Schwangerschaft wächst der Bauch der Frau extrem schnell, denn in dieser Phase der Schwangerschaft legt das Ungeborene sehr stark an Gewicht zu. Aber auch Pubertierende, die einen starken Wachstumsschub erfahren oder Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stark an Gewicht zunehmen, können Dehnungsstreifen bekommen. Übrigens auch Männer, denn Dehnungsstreifen sind nicht ausschließlich ein „Frauenproblem“.