Besser schlafen trotz Babybauch

In der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass Schlafstörungen auftreten, insbesondere im letzten Drittel. Der veränderte Körperumfang, die Bewegungen des Babys und der häufigere Harndrang führen bei vielen Frauen dazu, dass sowohl das Einschlafen als auch das Durchschlafen schwer fallen.

Ein erholsamer Schlaf…

… ist für Schwangere jedoch wichtig, denn sie müssen sich gewissermaßen „für zwei“ erholen – für sich selbst und für ihr Ungeborenes. Aus diesem Grund sollten die folgenden Tipps beachtet werden.
Es beginnt mit dem Schlafzimmer. Hier lässt sich mit einfachen Mitteln eine entspannende Atmosphäre schaffen, die den Schlaf fördert. Die Temperatur sollte 18 Grad nicht überschreiten – zu warme Luft „stört“ den Schlaf. Vor dem Zu-Bett-Gehen wird der Raum einmal gründlich durchgelüftet, am besten mit ganz geöffnetem Fenster. Wenn die Luft vollständig ausgetauscht ist, fällt das Einschlafen leichter.


Wichtig ist es zusätzlich das Schlafzimmer abzudunkeln. Bei Helligkeit, insbesondere an langen Sommertagen, bildet der Körper nicht genug Melantonin, das so genannte Schlafhormon. Selbst durch die geschlossenen Augenlider nimmt der Organismus das Tageslicht wahr und sieht gewissermaßen nicht ein, warum er nun Melantonin bilden und schlafen soll.

Die richtige Schlafposition

Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto schwieriger wird es eine bequeme und erholsame Schlafposition zu finden. Hier empfiehlt es sich immer aufs Neue zu experimentieren – mit kleinen Kissen im Rücken und zwischen den Knien, mit einer stützenden Wolldecke hinter dem Rücken oder Ähnlichem. Es kommt auch durchaus vor, dass eine Frau in einem sehr bequemen Sessel oder Liegesessel, also halb im Sitzen, besser schläft als im Bett. Testen und Ausprobieren können oftmals zu überraschenden Lösungen führen.

Essen und trinken

Schwangere Frauen sollten am Abend nicht mehr sehr viel essen und dann auch leichte Speisen, die das Verdauungssystem nicht so stark belasten. Außerdem nimmt ein voller Magen mehr Platz im Bauchraum in Anspruch – und dort ist ohnehin nicht mehr viel Platz vorhanden. Ebenso reizen scharf gewürzte Nahrungsmittel den Organismus und verhindern, dass er müde wird. Mildes, leichtes Essen unterstützt den Übergang vom Tag zur Nacht.
Dasselbe gilt für Getränke: Warme Milch mit Honig oder ein sanfter Kräutertee stimmen den Organismus ebenfalls auf die Nacht ein. Gleichzeitig ist es ratsam nicht mehr allzu viel zu trinken – ansonsten muss die werdende Mutter in der Nacht noch häufiger auf die Toilette als ohnehin schon.


Kleine Entspannungsrituale…

… sind zusätzliche wertvolle „Helfer“ beim Schlafengehen. Meditation bzw. meditative Übungen zur Entspannung beruhigen Körper und Seele und ein warmes Fußbad, eventuell mit Düften, die als angenehm empfunden werden, helfen dabei zur Ruhe zu kommen. Hierbei spielen individuelle Vorlieben eine wesentliche Rolle. Während eine Frau auf Meditation setzt, zieht eine andere ein Fußbad mit ätherischen Ölen vor.
Diese Rituale sollten bewusst gepflegt und mit voller Aufmerksamkeit genossen werden. Dann unterstützen sie nicht nur den Schlaf, sondern entwickeln sich zu einem schönen Teil des Tagesablaufes, auf den sich die Mutter freut. Gleichzeitig reagiert häufig auch das Ungeborene auf diese Rituale und wird ebenfalls ruhiger.
Weitere Ratschläge
Es klingt pauschal und lässt sich nicht immer durchführen, besitzt aber dennoch Gültigkeit: Stress vermeiden – und das nicht nur am Abend, sondern auch tagsüber. Je ruhiger und ausgeglichener der Mensch ist, desto besser ist der Organismus abends bereit auf Erholung und Schlafen umzuschalten. Sol sollten auch Probleme und Grübeleien möglichst nicht „mit zu Bett gehen“.
Wer trotz allem weiterhin schlecht schläft, kann sich einer Akupunktur unterziehen. Diese Behandlung hilft vielen Menschen auf sehr sanfte Weise – ganz ohne Tabletten.

Schlafen in der Schwangerschaft: Mit einigen Tricks und Ritualen lässt sich viel erreichen. Ist das Baby erst einmal auf der Welt, kommen ohnehin ganz andere nächtliche Dinge zum Tragen…