Bauchpflege während der Schwangerschaft

Dieser Artikel widmet sich der Pflege des Bauches WÄHREND der Schwangerschaft. Sollten Sie bereits entbunden haben, lesen Sie bitte:

Wenn der Babybauch anfängt zu wachsen, ist dies für viele werdende Mütter die schönste Zeit der Schwangerschaft. Der wachsende Bauch erinnert täglich daran, dass der Traum vom Baby sich bald erfüllen wird. Mit zunehmender Größe verlangt ein Babybauch der Haut jedoch einiges ab. Die Haut wappnet sich gegen die starke Dehnung, indem sie mehr Wasser einlagert und dadurch elastischer wird. Häufig reicht dies jedoch nicht aus, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern.


Der Babybauch bedarf daher einer speziellen Pflege. Diese sorgt dafür, dass der Babybauch bis zur letzten Woche so schön aussieht wie am Anfang und sich nach der Schwangerschaft wieder gut zurückbildet. Außerdem kann die Mutter über die Bauchpflege einen liebevollen Kontakt zu ihrem noch ungeborenen Kind aufbauen. Aber welche Möglichkeiten gibt es, den Babybauch mit der nötigen Pflege zu versorgen?

Cremen, cremen und noch einmal cremen

Besonders gut für die Haut eines Babybauchs sind spezielle Cremes, die im Handel extra für die Pflege des Bauchs während der Schwangerschaft erhältlich sind. Diese versorgen den Babybauch besonders gut mit Feuchtigkeit und helfen dabei, die Haut elastisch und das Bindegewebe stark zu halten. Die Preise für die unterschiedlichen Produkte können zum Teil erheblich variieren. Welches Produkt die beste Wirkung erzielt, ist schwer zu sagen, da jeder Babybauch anders ist. Hier darf ausprobiert und auf die Empfehlungen von Freundinnen gehört werden. Entscheidend für die positive Wirkung von Cremes auf den Schwangerschaftsbauch ist weniger der Hersteller der Cremes, sondern vielmehr die Häufigkeit, mit der der Bauch eingecremt wird.

Es wird empfohlen, spätestens ab der zwölften Schwangerschaftswoche mit dem Eincremen zu beginnen und dies täglich bis zum Ende der Schwangerschaft durchzuhalten. Wer es schafft, kann die Creme häufiger benutzen, zum Beispiel jedes Mal, wenn die Haut zu spannen beginnt. Daher empfiehlt es sich, auch unterwegs immer eine kleine Tube Babycreme dabeizuhaben, um jederzeit auf Juckreiz oder Spannungsgefühle der trockenen Haut reagieren zu können. In jedem Fall sollte der Bauch nach jedem Duschgang eingecremt werden.

Öl – die perfekte Alternative zur Creme

Anstelle von Cremes können für die Babybauchpflege auch bestimmte Schwangerschaftsöle verwendet werden. Diese haben in der Regel die gleichen Effekte wie Cremes. Auch bei ihnen kommt es eher auf die Häufigkeit an, mit der sie verwendet werden, als auf ihren Namen. Ob die werdende Mutter sich daher für eine Creme oder ein Öl entscheidet, bleibt eine Geschmacksfrage. Wichtig ist nur, DASS sie cremt oder ölt und dies regelmäßig tut.


Den Babybauch beim Duschen und Baden verwöhnen

Zu heißes Duschen und Baden kann die Haut austrocknen. Das kann schnell zu einem juckenden Babybauch führen, der an Elastizität verliert. Schwangerschaftsstreifen sind dann quasi vorprogrammiert. Natürlich ist es trotzdem erlaubt, zu duschen und zu baden, solange ein paar Dinge beachtet werden: Wenn das Duschwasser eher kühl ist, wird die Haut nicht in Mitleidenschaft gezogen. Wechselduschen sind außerdem angenehm und gut für den Babybauch, denn sie fördern die Durchblutung und wirken sich so positiv auf die Elastizität des Bindegewebes aus.

Beim Baden sollten unbedingt Ölbäder verwendet werden, die die Haut trotz Wärme beruhigen und elastisch halten. Doch auch hier gilt, dass nicht zu heiß gebadet werden sollte. Nach jedem Duschen oder Baden sollte dem Bauch in jedem Fall eine besondere Pflege zuteilwerden, am besten mit Feuchtigkeitscremes, die einen etwaigen Feuchtigkeitsverlust der Haut durch das Dusch- oder Badewasser schnell wieder ausgleichen.

Den Bauch massieren und das Pflegeprogramm perfekt abrunden

Massagen regen die Durchblutung an, stärken so das Bindegewebe und machen es elastischer. Das beugt Schwangerschaftsstreifen am Bauch und einem Juckreiz vor. Außerdem tun sie Mutter und Kind gut, denn eine Massage ist ein Genuss pur – besonders wenn der werdende Vater zum Masseur wird. Um einen Babybauch zu massieren, gibt es spezielle Techniken. Zum einen kann die Haut gezupft werden. Für die Zupfmassage sollte am besten ein Massageöl verwendet werden. Dadurch wird das Zupfen für den Masseur leichter und für die werdende Mutter besonders angenehm. Das Massageöl sollte aber vor Beginn unbedingt in den Händen angewärmt werden und nicht kalt auf den Bauch aufgetragen werden. Anschließend werden mit Daumen und Zeigefinger kleine Hautrollen geformt und vorsichtig nach oben gezupft. Dabei arbeitet man sich von der Bauchseite in Richtung Bauchnabel vor. Die Massage muss immer angenehm bleiben und darf keinesfalls Schmerzen bereiten.

Je weiter die Schwangerschaft vorangeschritten ist, desto mehr spannt sich die Haut am Bauch. Die Größe der Röllchen, die gezupft werden, sollte sich dieser Tatsache anpassen und mit fortschreitender Schwangerschaft verkleinert werden. Die Zupfmassage ist besonders effektiv, wenn zwischen der zwölften und der 36. Schwangerschaftswoche massiert wird. Zu häufige Massagen gibt es nicht. Zwei bis drei Mal pro Woche sollte man sich in jedem Fall für die Zupfmassage Zeit nehmen, damit diese ihre volle Wirkung zeigen kann. Neben der Zupfmassage sind auch Massagen mit sanften Berührungen und Peeling-Effekt gut, um die Haut zu durchbluten und sie für jede Babybauchgröße zu wappnen.

Die richtige Ernährung für den Babybauch

Die Schwangerschaft ist keine Zeit für Diäten. Dennoch sollte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung geachtet werden. Zunehmen in der Schwangerschaft ist erlaubt und notwendig, denn das etwa 3,5 Kilogramm schwere Baby muss sich entwickeln. Dafür produziert der Körper der Mutter mehr Blut und Fruchtwasser und vergrößert die Organe. So kommen insgesamt zwischen zehn und 15 Kilo zusammen. Auch ein paar Fetteinlagerungen sind in Ordnung. Der Körper braucht schließlich Reserven. Dennoch sollte man im Hinblick auf den Babybauch darauf achten, nicht zu viel unnötiges Gewicht zuzulegen – vor allem nicht in zu kurzer Zeit, denn das bedeutet eine Doppelbelastung für das Bindegewebe. Der Frauenarzt kontrolliert bei den Untersuchungen die Gewichtszunahme und berät die werdende Mutter auch in Ernährungsfragen, damit sie eine schöne Schwangerschaft mit einem ebenso schönen Babybauch erleben kann.