Was ist Leberzirrhose?

Leberzirrhose ist eine schwerwiegende Folge vorangehender Leberleiden und kommt deshalb besonders bei ständiger Überlastung der Leber, wie z.B. durch übermäßigen Alkoholkonsum, vor. Es beginnt mit einer sogenannten Leberfibrose. Dabei wird das ursprüngliche Gewebe der Leber nach und nach durch Bindegewebe ersetzt, das die eigentliche Funktion des Organs nicht mehr erfüllen kann. Die Leber „vernarbt“ und verändert oft auch ihre Form, schrumpft und wird knotig. Daher bezeichnet man eine solcherart veränderte Leber auch als Schrumpfleber. Wucherndes neu gebildetes Lebergewebe kann sich zu Leberkrebs entwickeln.

Wie gefährlich ist eine Leberzirrhose?
Durch Leberzirrhose verliert die Leber einen Großteil ihrer Kraft als Entgiftungsorgan. In welcher Art und Weise sich dies auf Betroffene auswirkt, ist von verschiedensten Faktoren abhängig. Viele Menschen bekommen erst recht spät Beschwerden wie zum Beispiel Gelbsucht oder unerklärlichen Gewichtsverlust, und dann kann es bereits zu spät für eine effektive Behandlung sein. Denn während sich eine Leberfibrose durchaus behandeln lässt, ist das bei einer voll entwickelten Leberzirrhose deutlich schwieriger.


Behandlungsmethoden
Zu den häufigsten Ursachen zählen Alkoholmissbrauch und verschiedene Formen von Hepatitis. Für die Behandlung wird zunächst gegen die Ursachen vorgegangen. Stoffe, die die Leber zusätzlich belasten, müssen gemieden werden. Dazu zählen neben Alkohol auch etliche Medikamente. Ein Betroffener sollte sich außerdem regelmäßig auf mögliche Tumore untersuchen lassen. In etlichen Fällen hilft nur noch eine Lebertransplantation.

Mögliche weitere Folgen einer Leberzirrhose
Die Durchblutung der betroffenen Leber ist gestört, was sich auch auf andere Bereiche des Körpers auswirken kann. Wenn der Blutstrom die Leber zu umgehen versucht, bilden sich unter Umständen neue Adern. Unbehandelte Krampfadern reißen leicht; es kann zu gefährlichen inneren Blutungen kommen.
Stoffwechsel- und Hormonstörungen können ebenfalls auftreten. Die Leber ist nur noch eingeschränkt in der Lage, Giftstoffe im Körper abzubauen. Diese belasten dann auch den Rest des Organismus.