Wadenwickel – so wird´s gemacht

Wadenwickel sind eine naturheilkundliche traditionelle Methode zur Senkung von Fieber. Durch Verdunstung kommt es zu einem Wärmeentzug. Fiebersenkende Wadenwickel sollten aber nur eingesetzt werden, wenn die Hände und Füße der betroffenen Person warm sind. Bei einer Zentralisation des Kreislaufs, die mit kalten Händen und Füßen einhergeht, sind Wadenwickel nicht sinnvoll.

So werden Wadenwickel angelegt

Für die Wadenwickel werden drei Tücher benötigt. Das Innentuch wird in handwarmes Wasser getaucht und leicht ausgewrungen. Anschließend wird es um den Unterschenkel gelegt. Das Wasser darf unter keinen Umständen zu kalt sein. Die erkrankte Person könnte sonst auskühlen.


Über das Innentuch kommt ein trockenes Zwischentuch. Dieses sollte etwas größer als das Innentuch sein. Das Zwischentuch saugt die überflüssige Flüssigkeit aus dem Innentuch auf und schützt somit das Außentuch. Innentuch und Zwischentuch sollten aus Baumwolle oder Leinen bestehen. Als Außentuch eignet sich ein Woll- oder Frotteetuch. Dieses wird unter die Beine gelegt.

Bei Kindern im ersten Lebensjahr können Wickel nur sehr schlecht angelegt werden. Hier kann man die Beine und Arme ersatzweise mit handwarmem Wasser abwaschen.

Wechsel der Wadenwickel

Bei sehr hohem Fieber ist der erste Wickel schon sehr schnell warm. Er sollte dann rasch erneuert werden. Die zweiten Wadenwickel werden in der Regel nach zehn Minuten gewechselt. Die dritten Wadenwickel verbleiben für eine halbe Stunde am Bein.

Sollte der Patient während der Wickelanwendung anfangen zu frieren, müssen die Wadenwickel unverzüglich abgelegt werden.