Unterleibsschmerzen

Frau mit Unterleibsschmerzen

Wichtiger Hinweis: Der nachfolgende Artikel kann einen Besuch beim Arzt NICHT ersetzen! Der Text enthält lediglich allgemeine Informationen, für die keine Richtigkeit garantiert werden kann.

Besonders Frauen sind häufig von Unterleibsschmerzen betroffen. Das Schmerzempfinden reicht dabei von leichtem Unwohlsein bis hin zu starken, kolikartigen Schmerzen. Doch auch Männer und Kinder können von Schmerzempfinden im Unterleib betroffen sein.

Weitere Infos finden Sie auch in diesen Artikeln:


1) Beschreibung des Krankheitsbildes

Schmerzen im Unterleib können sich verschiedenartig äußern. So können die Schmerzen stechender, pochender Natur sein. Schmerzen im Unterleib können aber auch dumpf wahrgenommen werden. Viele Betroffene können einen klaren Punkt definieren, wo sie den Schmerzherd vermuten. Gerade bei Kindern ist es aber auch nicht ungewöhnlich, wenn diese den Schmerz nicht näher lokalisieren können. Unterleibsschmerzen können auch bis in den Bauchraum ausstrahlen. Sie können sich aber auch weiter nach unten richten und als Schmerz im Bereich der Oberschenkel wahrgenommen werden.

Die Schmerzen im Unterleib können je nach Krankheitsbild das einzige Symptom sein. Gehäuft werden Unterleibsschmerzen aber auch von anderen Schmerzformen begleitet. So können sie mit Übelkeitsgefühlen, Kopf- oder Bauchschmerzen verbunden sein.

2) Ursachen

10 häufige Ursachen für Unterleibsschmerzen finden Sie hier:

Die Ursachen von Unterleibsschmerzen sind vielfältiger Natur und auch nicht immer gleich hinsichtlich der Ursachen gut eingrenzbar. Deswegen ist es sehr wichtig, bei extrem starken Schmerzen nicht lange mit einem Arztbesuch zu warten. Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner bei unklaren Unterleibsschmerzen. Falls erforderlich, wird er den Patienten weiter an einen entsprechenden Facharzt überweisen.

Bei vielen Frauen ist die Menstruation die Ursache für Unterleibsschmerzen. Bei der Menstruation werden Schleimhaut und Gewebe mit Blut abgestoßen. Krämpfe in der Gebärmutter können damit verbunden sein. Dies ist nicht gefährlich, kann aber mitunter als schmerzhaft empfunden werden. Die Schmerzen können hierbei so stark sein, dass die Frau in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Von der Menstruation abgesehen, können Unterleibsschmerzen bei Frauen zahlreiche Ursachen haben, die den Bereich der Gynäkologie betreffen. Leider zählen dazu auch Tumore im Bereich des Unterleibs. Manche Arten von Krebs können Schmerzen im Unterleib verursachen. Tumore können aber natürlich auch gutartig sein. Bei unklaren Unterleibsschmerzen sollte die Patientin sich jedoch rasch an einen Gynäkologen wenden, damit diese Ursache ausgeschlossen werden kann.

Auch zu Beginn einer Schwangerschaft sind Unterleibsschmerzen nicht selten. Viele Frauen klagen gerade in den ersten Wochen nach der Zeugung über ziehende Schmerzen im Unterleib.
Auch bei Männern sollten Veränderungen der Organe unbedingt ärztlich ausgeschlossen beziehungsweise abgeklärt werden, wenn Unterleibsschmerzen auch nach einem Tag der Schonung nicht vergehen.

Diffuse Beschwerden im Unterleib sind bei Kindern und Jugendlichen nicht selten. Gerade in Zeiten der emotionalen Umstellung kommt es zu Schmerzen im Bereich von Bauch und Unterleib. Typische Phasen sind die Einschulung oder auch familiär problematische Zeiten, beispielsweise nach einer Trennung oder einem Todesfall. Jugendliche in der Pubertät, besonders Mädchen, klagen oft über Unterleibsschmerzen. Hieran sind zum einen die hormonellen Veränderungen schuld, zum Beispiel die erste anstehende Menstruation. Auch die seelischen Spannungen, die in der Pubertät unvermeidbar sind, können für Schmerzen im Unterleib sorgen.

3) Ungefähre Dauer der Krankheit/Beschwerden

Die Dauer von Unterleibsschmerzen richtet sich nach der Ursache der Symptome.

Die für die Regelblutung bei vielen Frauen typischen Unterleibsschmerzen dauern oft ein oder zwei Tage an, mitunter auch während der ganzen Periode. Unterleibsschmerzen, die durch eine Schwangerschaft hervorgerufen werden, dauern ebenfalls unterschiedlich lang an. Viele Schwangere erleben solche Beschwerden nur in den ersten Wochen, andere nur in den letzten Wochen, in denen das Kind nach unten drückt und der Unterleib stark gedehnt wird. Nicht ungewöhnlich ist es aber auch, immer wieder in der Schwangerschaft leichte Beschwerden im Unterleib zu empfinden.

Rühren Unterleibsschmerzen von Tumoren her, wird man versuchen, diese, wenn irgendwie möglich, zu entfernen. Damit ist der Schmerzherd verschwunden. Die Nachbehandlung kann jedoch ebenfalls mit Unwohlsein und Schmerzen im Unterleib verbunden sein. Wie lange diese andauern, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Ausgangslage ab.

Wenn Kinder und Jugendliche über Schmerzen im Unterleib klagen und Eltern wissen, dass gerade eine stressige Zeit ansteht, kann man im Regelfall zunächst einmal abwarten. Schonung ist oft das beste Mittel. Verschwinden die Schmerzen aber auch nach ein oder zwei Tagen nicht, ist ein Arztbesuch ratsam. Dies gilt generell, wenn Unterleibsschmerzen ganz plötzlich und mit starker Intensität auftauchen. Gerade wenn die Schmerzen mit Blutungen oder hohem Fieber verbunden sind, sollte man ungeachtet der bisherigen Dauer der Beschwerden sofort einen Arzt aufsuchen.

4) Vorbeugemöglichkeiten

Unterleibsschmerzen vorzubeugen heißt, Ursachen zu vermeiden. Im Falle einer Schwangerschaft oder der Periodenblutung ist dies natürlich nicht möglich. Unterleibsschmerzen als Stresssymptomatik kann man durch eine gesunde Lebensführung, viel Sport und einer ausgewogenen Ernährung vorbeugen.


Was man dagegen tun kann

5) In der Schulmedizin

Unterleibsschmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln lindern oder komplett ausschalten. Entsprechende Schmerzmittel für den Hausgebrauch sind in jeder Apotheke erhältlich. Sofern ständige Unterleibsschmerzen von einer organischen Veränderung herrühren, versucht die Schulmedizin, diese Veränderung operativ zu beheben. Im Falle einer Krebserkrankung kann sich eine Nachbehandlung in Form von Bestrahlungen oder Chemotherapie anschließen.

6) Hausmittel

Eine Übersicht über beliebte Hausmittel finden Sie hier:

Gegen leichte Unterleibsschmerzen gibt es zahlreiche Hausmittel. Diese sind besonders dann empfehlenswert, wenn man die Ursache der Unterleibsschmerzen genau kennt. So verschafft eine Wärmflasche oft schnell Linderung. Vorsicht: Schwangere, die zu Blutungen neigen, sollten Wärmflaschen oder generell Wärmebehandlungen nur nach Rücksprache mit dem Gynäkologen durchführen, da Wärme die Blutungen theoretisch verstärken könnte. Auch verschiedene Tees können Schmerzen im Bereich des Unterleibs positiv beeinflussen. Bei Übelkeit, die durchaus von Unterleibsschmerzen verursacht werden kann, hilft schonende Ernährung, zum Beispiel leichte Suppen oder Zwieback. Generell ist Schonung hier ein gutes Hausmittel, da Probleme mit dem Unterleib auch durch ein Zuviel an Stress verursacht werden können. Genügend Schlaf, ein Tag im Bett mit einem guten Buch, ein ruhiger Spaziergang und Ähnliches können die Unterleibsschmerzen bessern.

7) Alternative Medizin (Homöopathie, Akupunktur etc.)

Die Homöopathie kennt Globuli, die Unterleibsschmerzen bessern sollen. Solche Globuli kann man in der Apotheke erwerben. Wer der Homöopathie zugetan ist und oft unter Unterleibsschmerzen leidet, sollte einen Homöopathen aufsuchen. Dieser lässt sich die Beschwerden genau erklären, fragt nach Vorerkrankungen und verordnet dann ein individuell ausgesuchtes Präparat. Homöopathische Präparate, die auch gegen Unterleibsschmerzen wirken sollen, gibt es zahlreiche. Am besten wirksam sind sie jedoch, wenn sie ganz genau zu den individuell unterschiedlichen Schmerzempfindungen passen.

Im Bereich der Alternativmedizin kann auch Akupunktur gegen Unterleibsschmerzen helfen. Ein Versuch kann sich durchaus lohnen. Gerade bei starken Schmerzen sollten aber zuvor organische Ursachen ausgeschlossen werden, denn Akupunktur eignet sich nicht als Notfallmaßnahme bei starken Schmerzen unklarer Ursache.

8) Chinesische Medizin

Die Chinesische Medizin ist auch unter der Kurzform TCM bekannt. Auch hier kennt man Verfahren, die gegen Unterleibsschmerzen wirken sollen. Hilfreich kann die sogenannte Moxibustion sein. Hierbei werden spezielle Körperpunkte kurz stark erhitzt, es handelt sich dabei um die Erwärmung von Akupunkturpunkten. Auch spezielle Massagetechniken der TCM können Unterleibsschmerzen je nach Ursache lindern oder verschwinden lassen.

9) Natürliche Heilmittel

Menstruationsbedingte Unterleibsschmerzen und Verdauungsprobleme können durch gesunde Ernährung, wie etwa Clean Eating gemildert werden, wie es die Autorin Sabrina Wallner in ihrem Buch „Du bist nicht krank, Du isst das Falsche“ darstellt.

Als Unterstützung zu einer gesunden Ernährung sind natürliche Heilmittel wie die Schafgarbe heilsam. Schafgarbentee ist bei Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Durchfall und bei starkem Blutfluss wirksam, da die Schafgarbe entkrampft und die Menstruationsblutung stillt. Von der Schafgarbe können auch die frischen Blätter bei einer Kräuterwanderung gesammelt und im Salat verarbeitet werden. Diese Art des Slowfoods schenkt in vielerlei Hinsicht Linderung bei Unterleibsschmerzen, die durch Menstruation, Blähungen oder Durchfall bedingt sind. Die Bewegung in der Natur allein wirkt schon entkrampfend auf den Unterleib, zudem ist die Nähe zur Natur eine Wohltat für die Seele.


Mittlerweile wird es in immer mehr wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, dass auch die Duftstoffe, die man bei einem Wald- und Wiesenspaziergang einatmet, hochgradig gesundheitsfördernd wirken, wie es der Autor und Biologe Clemens G. Arvay in seinem Buch „Der Heilungscode der Natur“ erklärt. Wer dazu noch die Wirkstoffe der Schafgarbe durch das Knabbern der Blätter in seinem Körper aufnimmt, kann Blähungen oder Durchfall sowie menstruationsbedingte Unterleibsschmerzen signifikant mildern oder gar ganz heilen.