Hausmittel bei Unterleibsschmerzen

Dieser Artikel behandelt ausschließlich Hausmittel bei Unterleibsschmerzen. Wenn Sie auf der Suche nach anderen Infos rund um Unterleibsschmerzen sind, helfen Ihnen vielleicht auch diese Texte:

Unterleibsschmerzen können viele Ursachen haben. Wärme und die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit bringen häufig Linderung. In manchen Fällen ist es hilfreich, eine Entspannungsmethode zu erlernen, um den krampfhaften Beschwerden vorzubeugen. Nachfolgend erfahren Sie, welches Hausmittel Sie wann einsetzen sollten.

Inhalt:

  1. Blaseninfektionen
  2. Hormonell bedingte Unterleibsbeschwerden
  3. Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte


1. Blaseninfektionen

Verspüren Sie ziehende Unterleibsschmerzen, die beim Wasserlassen von einem Brennen oder Stechen begleitet werden, leiden Sie wahrscheinlich unter einem Blasenkatarrh. Nun kommt es darauf an, dass die Krankheitskeime so schnell wie möglich aus Ihrem Körper geschwemmt werden. Schonen Sie sich, halten Sie Ihren Unterleib warm und trinken Sie viel. Einen Blasen- und Nierentee können Sie käuflich erwerben oder selbst zubereiten. Verwenden Sie hierzu

  • Birkenblätter oder
  • Schachtelhalmkraut oder
  • eine Mischung aus Queckenwurzelstock, Birkenblättern, Hauhechelwurzel, Riesengoldrutenkraut und Süßholzwurzel.

Überbrühen Sie die verwendeten Zutaten jeweils mit heißem Wasser, lassen Sie den Tee 15 Minuten ziehen und trinken Sie drei- bis viermal eine Tasse über den Tag verteilt. Zusätzlich sollten Sie mindestens zwei Liter Früchte- oder Kräutertee beziehungsweise Wasser zu sich nehmen. Vorsichtig müssen Sie bei der Aufnahme von viel Flüssigkeit sein, wenn Sie unter Ödemen, einer Herz- oder Nierenerkrankung leiden. In diesen Fällen sollten Sie zuvor Ihren Arzt befragen.


Um eine erneute Blasenentzündung zu vermeiden, sollten Sie

  • auf die Anwendung von seifenhaltigen Pflegeprodukten im Intimbereich verzichten
  • nach dem Geschlechtsverkehr die Blase leeren
  • Ihren Intimbereich nach dem Toilettengang von vorn nach hinten reinigen
  • nasse Badesachen nicht am Körper trocknen lassen, sondern sofort ausziehen.

2. Hormonell bedingte Unterleibsbeschwerden

Krampfartige, ziehende Unterleibsschmerzen kurz vor der Regelblutung deuten darauf hin, dass Sie unter einem Prämenstruellen Syndrom leiden. Da bei seiner Entstehung körperliche und seelische Auslöser zusammentreffen, sollten Sie an eine ganzheitliche Behandlung denken. Krampflösend wirken Tees aus

  • Kamille
  • Melisse
  • und Lavendelkraut.

Als blutungsstillende Mittel können Sie

  • das Hirtentäschelkraut
  • sowie das Gänsefingerkraut

einsetzen.

Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig bewegen. Joggen Sie, gehen Sie spazieren, schwimmen oder tanzen Sie, treiben Sie irgendeine Art von Ausdauersport. Er hilft dabei, dass Sie vom stressigen Alltag abschalten können. Somit lösen sich Verspannungen, die wiederum das Prämenstruelle Syndrom verstärken.


Sorgen Sie für einen ausreichenden und erholsamen Schlaf und planen Sie Ruhephasen in Ihren Alltag ein. Legen Sie sich ein warmes Dinkelkissen auf den Bauch oder nehmen Sie ein warmes Bad. Feuchte Wärme trägt ebenfalls zur Entkrampfung bei.

Lernen Sie die Wirkung der Aromatherapie schätzen. Die ätherischen Öle

wirken ebenfalls entkrampfend. Träufeln Sie vier bis sechs Tropfen auf eine Trägerlotion, verrühren Sie diese und reiben Sie diese Mischung morgens und abends auf Ihren Unterleib sowie auf den unteren Rücken.


Sollten all die vorgenannten Maßnahmen nicht helfen, können Sie ein Schmerzmittel verwenden. Schmerzlindernd wirken Arzneimittel mit den Wirkstoffen

  • ASS
  • Parazetamol
  • und Ibuprofen.

Bedenken Sie beim Einsatz dieser Arzneimittel jedoch, dass Nebenwirkungen sowie Abhängigkeiten auftreten können. Bevor Sie Medikamente einnehmen, probieren Sie besser die alternativen Behandlungsmöglichkeiten aus.

3. Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte

Leiden Sie häufiger unter Unterleibsschmerzen, sollten Sie unbedingt Ihre Abwehrkräfte stärken. Ein intaktes Immunsystem wehrt Bakterien und andere Krankheitserreger besser ab. Außerdem steigert eine starke Abwehr das allgemeine Wohlbefinden. Verspannungen und damit verbundene Unterleibsbeschwerden treten seltener auf. Ebenfalls können die bei altersbedingten hormonellen Umstellungen auftretenden Beschwerden eingedämmt werden.

  • Verzichten Sie auf fettes Fleisch sowie auf Wurstwaren.
  • Essen Sie viel Gemüse und Obst.
  • Verwenden Sie möglichst frische und naturbelassene Zutaten bei der Zubereitung Ihrer Speisen.

Sofern Sie des Öfteren an Blasenentzündungen erkranken, verzehren Sie Cranberrys, deren Inhaltsstoffe auch vorbeugend wirken. Würzen Sie Ihre Speisen mit frischen Kräutern wie Thymian oder Salbei. Sie besitzen ätherische Öle, deren Wirkstoffe Keime abtöten können.