Durchfall

Wichtiger Hinweis: Der nachfolgende Artikel kann einen Besuch beim Arzt NICHT ersetzen! Der Text enthält lediglich allgemeine Informationen, für die keine Richtigkeit garantiert werden kann.

1) Beschreibung des Krankheitsbildes

Durchfall ist eine Erkrankung, die in der medizinischen Fachsprache auch als Diarrhö bezeichnet wird. Von Durchfall spricht man immer dann, wenn der Stuhlgang zu flüssig ist beziehungsweise dieser häufiger als gewöhnlich auftritt. Mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag beziehungsweise mehr als 250 Gramm Stuhlgang sind laut Definition als Durchfall zu bezeichnen. Zudem sind mehr als 75 Prozent Wassergehalt des Stuhlgangs typisch für Durchfall. Übelkeit und Kreislaufbeschwerden sind häufige Begleiterscheinungen beim Durchfall. Auch Erbrechen, Blähungen und Appetitlosigkeit können Begleiterscheinungen des Durchfall sein. Ist Blut im Stuhlgang, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
Die Medizin unterscheidet zwei Arten des Durchfalls, den akuten und den chronischen Durchfall. Erstgenannter tritt plötzlich auf und verschwindet in der Regel spätestens nach zwei Wochen, während der chronische Durchfall länger als zwei Wochen anhält.


Von Durchfall ist jeder hin und wieder einmal betroffen – einen Arzt sollte man spätestens dann aufsuchen, wenn sich die Beschwerden nicht spätestens nach drei Tagen von alleine bessern. Dieser wird dann untersuchen, welche Ursachen dem Durchfall zugrunde liegen und diesen mit entsprechenden Medikamenten behandeln.

2) Ursachen für Durchfall

Die Ursachen für den Durchfall können sehr vielfältig sein. Sowohl diverse Infektionskrankheiten als auch Lebensmittelunverträglichkeiten können der Auslöser für den Durchfall sein. Sehr häufig liegen diesem auch funktionelle Störungen wie der Reizmagen zugrunde. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann ebenfalls Durchfall auslösen. Ebenso können psychische Ursachen wie Stress, Trauer oder häufig auch Prüfungsangst den Durchfall auslösen. Selbst einige Lebensmittel, in großen Mengen verzehrt, lösen Durchfall aus. Hierzu zählen beispielsweise Pflaumen.

Nur in den seltensten Fällen stecken wirklich ernsthafte Erkrankungen wie Tumore am Darm hinter dem Krankheitsbild Durchfall.

3) Ungefähre Dauer der Krankheit/Beschwerden

In den meisten Fällen verschwindet der Durchfall nach spätestens zwei bis drei Tagen von alleine wieder. Erst wenn dieser nach drei Tagen noch nicht abgeklungen ist, sollte man einen Arzt aufsuchen. Handelt es sich jedoch nicht um einen akuten, sondern um einen chronischen Durchfall, kann dieser auch bis zu zwei Wochen lang anhalten beziehungsweise von Zeit zu Zeit immer wieder auftreten.


4) Vorbeugemöglichkeiten

Wer schnell an Durchfall erkrankt, sollte bestimmte Obstsorten wie beispielsweise Pflaumen eher meiden. Auf dem Speiseplan sollten vielmehr verdauungsfreundliche Lebensmittel stehen, welche den Darm nicht zusätzlich belasten.

Was man dagegen tun kann:

5) In der Schulmedizin

Damit der Arzt die entsprechende Behandlung gegen den Durchfall starten kann, muss er zunächst dessen Ursachen herausfinden. Neben einer ausführlichen Befragung des Patienten zählt auch das Abtasten des Bauches zu dieser Untersuchung. In vielen Fällen wird er auch den Enddarm mit den Fingern abtasten oder es wird eine Stuhlprobe in das Labor geschickt. Diese wird hier auf eventuelle Bakterien oder Viren hin untersucht.

Medikamente gegen den Durchfall gibt es einige; Loperamid ist ein sehr bekanntes und wirkungsvolles Arzneimittel, welches schnell hilft. Dieses Medikament hemmt die Darmbewegung, sollte jedoch bei Fieber und von Kleinkindern nicht eingenommen werden. Wird der Durchfall von Bauchkrämpfen begleitet, bieten sich krampflösende Medikamente an.

6) Hausmittel gegen Durchfall

Grundsätzlich ist es wichtig, sehr viel zu trinken, wenn man an Durchfall leidet. Durch den flüssigen Stuhlgang verliert der Körper sehr viel Wasser und Elektrolyte – den Flüssigkeitsverlust sollte man am besten mit Mineralwasser oder Kräutertee ausgleichen.

Als altbekanntes Hausmittel gelten auch Salzstangen und Cola – ob dies bei Durchfall allerdings wirklich hilfreich ist, ist wissenschaftlich natürlich nicht bewiesen. Fakt ist jedoch, dass Salzstangen den Natriumspiegel im Körper positiv ausgleichen. Auch Bananen haben sich bei Durchfall bewährt, denn diese führen dem Körper wertvolles Kalium zu. Mehr dazu können Sie auch in diesem Artikel nachlesen: Welche Obstsorten beruhigen den Bauch?

Fenchel-, Anis- und Kümmeltee sind ebenfalls bekannte Hausmittel, die gut bei Durchfall helfen. Entscheidet man sich für Mineralwasser, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, sollte man stilles Wasser bevorzugen.
Als echter Geheimtipp bei Durchfall gilt ein geriebener roher Apfel. Dieser wird nach dem Reiben mit Zitrone beträufelt, damit er nicht braun wird und zu jeder Mahlzeit verzehrt. Der im Apfel enthaltene Wirkstoff Pektin sorgt dafür, dass der Stuhl dicker wird. Neben Äpfeln haben auch Karotten einen hohen Pektingehalt und eignen sich daher genauso gut als Hausmittel gegen Durchfall.

7) Alternative Medizin

Homöopathische Mittel gegen Durchfall gibt es zahlreiche. Die bekanntesten sind Argentum nitricum, Arsenicum album oder Calcium carbonicum. Nach dem Genuss von verdorbenen Speisen bietet sich Okoubaka gut an. Dieses Mittel kann auch auf Reisen gut behilflich sein und ist in Tropfen- oder Tablettenform erhältlich.

Eine Behandlung mittels Akupunktur wiederum wirkt besonders gut dann, wenn der Durchfall durch das Reizmagensyndrom ausgelöst wurde. Die Akupunktur bewirkt dann, dass das Stresshormon Kortisol nur noch vermindert ausgeschüttet wird. Weiterhin kann die Akupunktur helfen, die Muskulatur des Darms zu entkrampfen und den Stoffwechsel anzuregen. Lesetipp: Akupunktur Magen 25

8) Chinesische Medizin

Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen immer als Gesamteinheit und ist der Meinung, dass die meisten Krankheiten daher kommen, dass der Energiefluss gestört ist. Das Verdauungssystem wird vom Zusammenspiel von Leber, Milz und Niere beeinflusst – ist eines dieser Organe gestört, kann es laut der Chinesischen Medizin zu Durchfall kommen. Neben diversen Kräuteraufgüssen und Tees behandelt die Chinesische Medizin den Durchfall auch mit Akupressur und Akupunktur sowie mit Moxibustion. Bei dieser Behandlungsmethode wird verglimmender Beifuß auf bestimmte Körperstellen gelegt.

Kardamom, Kurkuma, Schafgarbe, Süßholz, Kaiserkraut und Mandarinenschalen gelten in der Chinesischen Medizin als die Kräuter und Gewürze, die nicht nur gut bei bereits bestehendem Durchfall, sondern auch vorbeugend wirken.