Die beliebtesten Hausmittel bei Völlegefühl

  1. Beschreibung des Völlegefühls
  2. Maßnahmen gegen Völlegefühl
  3. Ursachen des Völlegefühls
  4. Hausmittel und Tipps gegen Völlegefühl
  5. Medikamente gegen Völlegefühl
  6. Fazit

1) Beschreibung des Völlegefühls

Jeder kennt das unangenehme Gefühl eines vollen Bauches. Meist ist ein Völlegefühl ein völlig normaler Zustand nach einem zu üppigen und fettreichen Mahl. Der Magen ist einfach zu voll und man fühlt sich schlapp und träge. Dazu können solche Symptome wie Kopfschmerzen, Unkonzentriertheit, Nervosität oder auch Atemnot kommen. Selbst wenn der Speisebrei den Magen verlassen hat, setzt sich das Völlegefühl oft weiter fort, denn jetzt findet häufig eine verstärkte Gasbildung im Darm statt.


2) Maßnahmen gegen Völlegefühl

Um gegen die lästigen Beschwerden vorgehen zu können, muss man zunächst einmal ihre Ursache kennen. Meist ist es nicht schwierig, diesen auf die Spur zu kommen. Vielleicht haben Sie zu üppig, zu fett, zu süß oder zu schnell gegessen. Dann helfen Ihnen bewährte Hausmittel.

Treten die Beschwerden jedoch auch bei einem leeren Magen dauerhaft auf, können auch krankhafte Ursachen vorliegen, die unbedingt von einem Arzt ermittelt werden sollten. In diesem Fall ist es wichtig, die zugrunde liegenden Ursachen zu beseitigen. Aber auch hier lindern übliche Hausmittel die Beschwerden, diese beheben allerdings nicht die Ursachen.

3) Ursachen des Völlegefühls

Das Völlegefühl ist der Ausdruck eines gedehnten Magens oder Darms durch Speisebrei sowie Luft oder Gas im Verdauungskanal.

Normalerweise wird es hervorgerufen durch:

  • üppige und fette Mahlzeiten
  • zu süße Speisen
  • zu schnelles Essen
  • psychische Probleme bei Stress, Depressionen oder Angstzuständen
  • erhöhten Alkohol- und Nikotinkonsum
  • blähende Speisen wie Kohl oder Hülsenfrüchte

Zu schnelles Essen und psychische Probleme fördern das Verschlucken von Luft. Fette, süße und blähende Speisen regen die verstärkte Gasbildung im Darm an.

Krankhafte Ursachen liegen vor bei:

  • Magen- und Darmgeschwüren
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Darminfektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze
  • einem Reizdarmsyndrom
  • einer veränderten Darmflora
  • Nahrungsmitteunverträglichkeiten
  • Bauchspeicheldrüsen-, Leber- und Gallenerkrankungen
  • Tumoren im Magen- und Darmbereich
  • autonomer Polyneuropathie z. B. bei Diabetes

Hier ist es erforderlich, neben dem Einsatz gut wirkender Hausmittel, die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln.


4) Hausmittel und Tipps gegen Völlegefühl

Es gibt vielfältige Tipps, wie man den unangenehmen Zustand des Völlegefühls verhindern beziehungsweise beheben kann.

Um sich auch noch nach dem Essen wohlzufühlen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Nach 20 Minuten merkt der Körper unabhängig von der Menge der Nahrungsaufnahme, dass er satt ist.
  • Kümmel im Essen verhindert oft eine allzu starke Gasbildung.
  • Auch ein Verdauungsschnaps wirkt manchmal Wunder.
  • Bei bestehendem Völlegefühl hilft oft eine Messerspitze Natron in der Flüssigkeit. Natron empfiehlt sich gegen eine Übersäuerung des Magens.
  • Einen Verdauungsspaziergang sollten Sie immer machen.
  • Zugaben von Artischocken, Radicchio, Chikoree oder auch Löwenzahn lassen ein Völlegefühl aufgrund ihrer Bitterstoffe oftmals gar nicht erst aufkommen.
  • Auch das Würzen von Fleisch und Fisch mit Thymian oder Rosmarin ist sehr empfehlenswert.
  • Wenn die Speisen gut durchgekaut sind, können sie vom Magen besser verdaut werden.
  • Rohkost sollte in Maßen genossen werden. Sie ist gesund, kann aber oft auch zu Blähungen führen.
  • Es ist ebenfalls ratsam, die Mahlzeiten mit Fenchel zuzubereiten, da dieser gegen Blähungen wirkt.
  • Oft zeigt auch eine Tasse mit Pfefferminztee nach dem Essen wohltuende Wirkung.
  • Wenn Sie bereits unter Völlegefühl leiden, kann auch eine nicht zu heiße Wärmflasche auf den Bauch aufgelegt werden.
  • Bereiten Sie ein Getränk aus den Inhaltsstoffen von Rosmarinblättern zu, indem Sie diese in einem Viertelliter heißen Wasser ziehen lassen. Dieser Tee sollte etwa eine Stunde nach dem Essen getrunken werden.
  • Das Gleiche können Sie mit Wermutkraut durchführen.
  • Sie können den Bauch auch mit Kümmelöl einreiben.
  • Ananas zum Nachtisch hat sich gegen das Völlegefühl bewährt.
  • Zu enge Kleidung sollten Sie vermeiden.
  • Trinken Sie nicht zu viel kohlensäurehaltige Getränke, denn diese sorgen immer für viel Gas in Magen und Darm.
  • Die Darmtätigkeit wird auch durch eine leichte Massage des Bauches im Uhrzeigersinn angeregt.

Werden die Blähungen jedoch durch Krankheiten verursacht, helfen die Tipps und Hausmittel nur bedingt.

  • Wenn die Ursachen der Beschwerden durch Stress und psychische Anspannung ausgelöst werden, kann z. B. autogenes Training helfen.
  • Auch ein geregelter Tagesablauf wirkt beruhigend auf das Verdauungssystem.
  • Wenn Sie des Weiteren bemerken, dass Ihnen bestimmte Nahrungsmittel Probleme bereiten, liegt möglicherweise eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit vor. Bereits das Vermeiden dieser Nahrungsmittel kann Ihre Lebensqualität erheblich verbessern.

Bei hartnäckigen Beschwerden sollten Sie immer einen Arzt zurate ziehen.

5) Medikamente gegen Völlegefühl

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es auch sehr wirksame Medikamente gegen Völlegefühl und Blähungen gibt.

Die Wirkung der Medikamente basiert je nach eingesetzten Wirkstoffen auf folgenden Mechanismen:

  • Auflösung von Gasansammlungen im Darm
  • Neutralisation der Übersäuerung des Magens
  • Förderung der Verdauung
  • Behandlung von Magen-Darm-Störungen
  • Bindung von Giften im Darm
  • Linderung psychovegetativer Störungen
  • Stärkung des Immunsystems

Zur Anwendung geeigneter Medikamente sollten Sie Ihren Arzt befragen.

6) Fazit

Das Völlegefühl basiert auf der Dehnung von Magen- und Darmwänden durch den Speisebrei oder Gasansammlungen im Verdauungskanal infolge von Lufteintrag (Luftschlucken) oder verstärkter Gasbildung. Somit sorgen alle vorgestellten Tipps und Hausmittel dafür, bei einem nicht krankhaften Völlegefühl entweder die Gasansammlungen zu verhindern oder zu beseitigen.