Schwer verdauliche Lebensmittel

Es ist wirklich ungerecht: Der eine verträgt einfach alles, dem anderen liegt alles Mögliche schwer im Magen, sodass sich nach jeder zweiten Mahlzeit Völlegefühle, Blähungen oder sogar regelrechte Magenschmerzen einstellen. Ob etwas leicht oder schwer verdaulich ist, scheint also ziemlich individuell zu sein.

Kohl und Hülsenfrüchte sind für die einen ein Genuss, für andere eine Qual. Vor allem Menschen mit einer schwachen Galle reagieren mit Blähungen und manchmal auch mit Durchfall (Lesetipp: Blähbauch durch Hülsenfrüchte). Bei Hülsenfrüchten hilft es, sie lange einzuweichen, das Einweichwasser wegzukippen und beim Kochen nicht zu verwenden. Außerdem mildern Gewürze wie Kümmel und Majoran die Beschwerden.

Milchprodukte sind für alle, die unter Laktose-Intoleranz leiden, eine Zumutung. Aber auch Menschen, die keine regelrechte Intoleranz entwickelt haben, können bei einigen Milchprodukten mit Übelkeit reagieren. Hier hilft eigentlich nur eines: Keine Milch, keine Butter, kein Käse! Joghurt und andere gesäuerte Produkte sind meist leichter verdaulich und können oft auch von Laktose-Intoleranten gegessen werden. Außerdem gibt es seit einiger Zeit Tabletten, die der Unverträglichkeit entgegenwirken. Zum Glück sind inzwischen auch Milchprodukte aus Soja, Mandel und Kokos auf dem Markt.


Scharfe Gewürze lösen bei vielen Begeisterungsstürme aus, andere bekommen Magenschmerzen und Sodbrennen. Ein besonders empfindlicher Magen kann hier die Ursache sein. Am einfachsten ist es, Gerichte mit Chili und großen Pfeffermengen zu vermeiden.

Gemüse im Allgemeinen kann bei vielen Menschen in der verschiedensten Form zu Beschwerden führen. Einige vertragen die Haut der Paprikaschoten nicht, andere bekommen nach simplen gebratenen Champignons Beschwerden. Wieder andere reagieren mit Übelkeit auf Tomaten oder Spinat. Als gut verdaulich gelten Gurken und alle Gemüsesorten, die man gut kochen kann.

Fettes Essen macht viele Menschen regelrecht krank. Abgesehen davon, dass es wirklich nicht gesund ist, zu fetthaltige Nahrung zu sich zu nehmen, reagieren viele auch mit Übelkeit oder Völlegefühl, wenn das Fett aus den Pommes oder aus der Wurst trieft. Bei Restaurantessen spielt oft auch die Qualität des Fettes eine große Rolle. Edles Olivenöl führt nur selten zu Beschwerden, auch wenn es großzügig über den Salat geträufelt wird. Anders sieht es mit billigen Bratfetten aus. Menschen mit schwachen Gallen reagieren besonders empfindlich.

Gluten-Allergiker bekommen natürlich bei allen Produkten Probleme, die Gluten enthalten wie etwa Brot oder Pasta. Da es sich um eine Allergie handelt, kann der Genuss ausgesprochen gefährlich sein. Genauso verhält es sich mit Allergien gegen Nüsse und andere Lebensmittel. Hier sollte auch nicht experimentiert werden, da die Betroffenen anschließend schwer erkranken können.