Wie kann man die Leber entgiften?

Die Leber ist eines der wichtigsten Entgiftungsorgane des menschlichen Körpers. Sie filtert das Blut der unpaaren Bauchorgane, verarbeitet Nährstoffe und entsorgt Gift- und Stoffwechselendprodukte. Konservierungsstoffe, Umweltgifte und Medikamente sind nur drei Substanzen, mit denen die Leber tagtäglich konfrontiert wird.
Die moderne Lebens- und Ernährungsweise belastet die Leber. Eine regelmäßige Leberentgiftung kann das Organ entlasten und die Stoffwechselleistung verbessern.


Leberreinigung nach Dr. Hulda Clark

Für die Leberreinigung nach Dr. Clark werden Bittersalz, Grapefruitsaft und kaltgepresstes Olivenöl benötigt. Vier Esslöffel Bittersalz müssen in 800 Millilitern Wasser aufgelöst werden. Am Tag der Reinigung sollte das Frühstück eher klein ausfallen. Nach 14:00 Uhr sollte man fasten. Um 18:00 Uhr und um 20:00 Uhr müssen jeweils 200 Milliliter Bittersalzlösung getrunken werden. Um die Durchblutung der Leber zu fördern, wird eine Wärmeflasche unterhalb des rechten Rippenbogens aufgelegt. Um 21:45 wird dann die Grapefruit ausgepresst. 150 Milliliter Grapefruitsaft werden mit 125 Millilitern kaltgepresstem Olivenöl vermischt.

Die Mischung sollte innerhalb von fünf Minuten getrunken werden. Anschließend ist strikte Bettruhe angesagt. Morgens um 6:00 Uhr und anschließend um 8:00 Uhr werden wieder 200 Milliliter Bittersalzlösung getrunken. Durch die Bittersalzlösung und die Olivenöl-Grapefruitsaft-Mischung wird die Leber zur Entgiftung angeregt. Patienten berichteten nach der Kur über bis zu fünf Zentimeter große Gallensteine, die durch die Entgiftung schmerzlos abgegangen sind. Auch Gallengrieß und Giftstoffe sollen sich durch die Kur lösen. Ob es sich wirklich um Gallensteine handelt, ist allerdings umstritten. Kritiker gehen davon aus, dass die abgehenden Steine in Wirklichkeit Verklumpungen des Olivenöls sind.

Leber- und Gallepflanzen zur Entgiftung

Die Natur hält viele Pflanzen bereit, die die Leber entgiften und gesund halten. Eine der wichtigsten Leberpflanzen ist die Mariendistel. Sie schirmt die Leberzellen von Zellgiften ab und fördert die Regeneration der belasteten Zellen. Bei Lebererkrankungen sollte auf ein standardisiertes Fertigpräparat zurückgegriffen werden. Für eine präventive Entgiftung eignet sich ein Tee aus Mariendistel. Im Tee kann die Mariendistel hervorragend mit anderen Leberpflanzen wie Löwenzahn, Erdrauch oder Schöllkraut kombiniert werden.


Entspannen und entgiften mit einem Leberwickel

Ein heißer und feuchter Leberwickel steigert die Durchblutung der Leber. Die bessere Durchblutung erleichtert dem Organ die Arbeit und führt zudem zu einer vermehrten Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen. Für einen Leberwickel werden ein kleines Handtuch, ein großes Handtuch und eine Wärmeflasche benötigt. In einem Wasserkocher wird das Wasser erhitzt und anschließend das kleine Handtuch in das heiße Wasser getaucht. Das Handtuch wird nun gut ausgewrungen, doppelt gefaltet und auf die Leberregion gelegt. Darauf wird die Wärmeflasche positioniert. Das große und trockene Handtuch sollte nun möglichst luftdicht umgewickelt werden. Nach einer Ruhezeit von einer halben Stunde kann der Wickel entfernt werden.


Entgiften mit einem Kohlwickel

Zur Leberentgiftung eignet sich auch ein Kohlwickel. Dafür werden mehrere frische Weißkohl- oder Wirsingblätter mit einem Nudelholz weich gerollt. Anschließend werden die Blätter unter dem rechten Rippenbogen aufgelegt und mit einem Tuch fixiert. Am besten wirkt der Kohlwickel, wenn er über Nacht aufliegt. Am nächsten Morgen können die Kohlblätter entfernt werden. Die Haut sollte abgewaschen und bestenfalls mit einem Olivenöl eingerieben werden. Je nach Beschwerden kann die Anwendung über mehrere Wochen oder Monate wiederholt werden.

Leberfreundliche Ernährung hilft beim Entgiften

Artischockensaft hilft der Leber, Schad- und Giftstoffe schneller zu entsorgen. Auch Fett kann mithilfe der Artischocke schneller abgebaut werden.

Nüsse enthalten Cholin. Cholin ist ein Stoff, der der Leber bei der Entgiftung des Blutes hilft und zudem die Enzymfunktion der Leber anregt. Mandeln haben denselben Effekt.

Rote Bete und Karotten enthalten viel Beta-Carotin. Dieser Stoff ist in der Lage freie Radikale abzufangen und unschädlich zu machen. Freie Radikale können Zellen schädigen. Insbesondere Leberzellen werden von den Radikalen beeinträchtigt.

Um die bei der Entgiftung freigesetzten Giftstoffe ausscheiden zu können, ist eine ausreichende Trinkmenge erforderlich. Empfehlenswert sind zwei Liter stilles Wasser pro Tag.