Wie verläuft eine Fettabsaugung am Bauch?

Allgemeine Informationen
Die Hauptindikation für eine Fettabsaugung am Bauch sind unerwünschte Fettpolster im Bereich des Bauches. Fettablagerungen am Bauch sind hartnäckig und gehen oft auch durch konsequent gesunde Ernährung und ausreichend Sport nicht weg. Dies liegt daran, dass sich die Zahl der Zellen, die Fett einlagern, nach der Pubertät nicht mehr verändert und diese zwar kurzfristig durch Sport geleert werden können, sich aber immer wieder auffüllen. Eine Liposuktion am Bauch dient dazu den Betroffenen wieder ein besseres Körpergefühl zu geben.


Kontraindikation
Eine Fettabsaugung am Bauch sollte nicht als Alternative zu gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport gesehen werden. Eine Liposuktion am Bauch soll den Körper lediglich dabei unterstützen hartnäckige Fettdepots abzubauen.

Vor der Fettabsaugung
Vor jeder Liposuktion am Bauch bespricht der behandelnde Arzt sein Vorhaben genau mit dem Patienten. Dann markiert der Arzt die Stellen am Bauch, an denen er Fett absaugen wird. Dies ist wichtig, denn es gibt Stellen, an denen kein Fett entfernt werden kann. Grundsätzlich können höchstens sechs Liter Fett entfernt werden, damit der Bauch nach dem Eingriff seine Form und Ebenmäßigkeit nicht verliert. Bei einer Fettabsaugung am Bauch werden also gezielt Problemzonen behandelt und nicht so viel Fett wie möglich abgesaugt.

Ablauf einer Fettabsaugung am Bauch
Nach dem Gespräch und dem Einzeichnen der Markierungen wird der Patient in Narkose gelegt bzw. örtlich betäubt. Im Operationssaal macht der Arzt an einer unauffälligen Stelle einen kleinen Schnitt von weniger als einem Zentimeter Länge. Sehr häufig wird dieser Schnitt am Nabel durchgeführt. Durch diese Öffnung wird dann eine Fettabsaugungskanüle eingeführt. Mit dieser kann der Chirurg nun das überschüssige Fettgewebe entfernen. Das restliche Gewebe, also Muskeln, Nerven und Blutgefäße werden dabei nicht beschädigt.


Nach der Fettabsaugung
Unmittelbar nach dem Eingriff werden dem Patienten Bandagen um den Bauch angelegt, damit sich keine Wund- oder Gewebeflüssigkeit in den neu geschaffenen Höhlen ansammeln kann. Durch das Anlegen der Bandagen soll auch verhindert werden, dass sich Narben bilden. Wurde die Fettabsaugung unter lokaler Betäubung durchgeführt, können die Patienten innerhalb weniger Stunden danach die Klinik verlassen. Nach einer Vollnarkose ist ein stationärer Aufenthalt notwendig. In den nächsten Tagen sollten sich die Patienten ausruhen, danach sind sie wieder arbeitsfähig. In den ersten eineinhalb Monaten nach der Fettabsaugung sollte auf Sport verzichtet werden.

Risiken
Sehr häufig treten nach einer Fettabsaugung am Bauch Blutergüsse oder Schwellungen auf. Diese sind jedoch harmlos und verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst. Auch Schmerzen nach der Operation sind häufig, diese können jedoch gut mit Schmerzmitteln behandelt werden. Während der ersten Wochen nach der Fettabsaugung kann es zu einer verminderten Berührungsempfindlichkeit am Bauch kommen. Das endgültige Ergebnis der Fettabsaugung kann frühestens nach sechs Monaten begutachtet werden.