Heilungsverlauf nach Fettabsaugung am Bauch

Heilung nach Fettabsaugung

Wenn speziell das Fett am Bauch selbst konsequenten Diäten und sportlichen Bemühungen widersteht, bleibt für eine schöne Silhouette als letzter Ausweg oft nur eine Fettabsaugung, je nach Alter des Patienten und abzusaugender Fettmenge oft kombiniert mit einer Bauchstraffung, um den Hautüberschuss zu entfernen. Die Fettabsaugung ist allerdings ungeeignet als Methode, größere Mengen an Körpergewicht zu verlieren. Es können damit am Bauch höchstens 5-6 Kilogramm entfernt werden.


Wie geschieht das?
Bei der reinen Fettabsaugung wird durch einen winzigen Schnitt an unauffälliger Stelle (z.B. am Nabel) eine Kanüle eingeführt und die überschüssigen Fettzellen vorsichtig abgesaugt.
Auch wenn es sich hierbei (im Gegensatz zur Bauchstraffung, die eine richtige OP unter Vollnarkose ist) um einen minimalinvasiven Eingriff unter örtlicher Betäubung handelt, gibt es einiges zu beachten und zu bedenken.

Maßnahmen nach der Fettabsaugung, Folgen des Eingriffs
Durch das Entfernen der Fettzellen entstehen im Gewebe Hohlräume. Damit diese nicht durch Gewebewasser aufgefüllt werden, empfehlen die meisten ästhetischen Chirurgen, ein bis zwei Wochen lang nach dem Absaugen Tag und Nacht Kompressionswäsche zu tragen, danach für einige Wochen bis Monate lediglich tagsüber.


Schmerzen an der Einstichstelle sowie leichte Schwellungen, Verhärtungen des Gewebes und geringfügige Wassereinlagerungen einige Tage nach der OP sind unbedenklich – halten die Schmerzen allerdings länger an und kommen gar Rötungen und Fieber hinzu, sollte schnellstmöglich mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufgenommen werden, denn es könnte sich um eine Wundinfektion handeln.
Weil deren Enzyme Entzündungen vorzubeugen und auch gegen die Verhärtungen empfehlen einige Ärzte den Verzehr von frischen Ananas. Wem dies als nicht ausreichend erscheint, kann die Enzyme (hauptsächlich Bromelain) in Absprache mit dem Arzt auch in Form von frei verkäuflichen Tabletten (Phlogenzym, Wobenzym) zu sich nehmen.


Eine Kühlkompresse in den ersten Tagen kann auch hilfreich sein.

Nach Abheilung der Wunden einige Wochen später sollte zur Auflösung eventueller Verhärtungen eher zu durchblutungsfördernden Maßnahmen wie heißen Bädern und Massage gegriffen werden.

Mit Sport sollte man ebenfalls mindestens vier Wochen warten, um das Zusammenwachsen des Gewebes nicht zu stören. Gegen leichte Spaziergänge ohne größere Erschütterungen ist aber nichts einzuwenden.
Treten dauerhafte Verhärtungen auch dann ein, wenn es sich nur um eine kleine Menge Fett handelte, könnte es sich um verkapselte Hämatome handeln. Auf jeden Fall sollte man die Nachsorgetermine einhalten!
Auch größere und anhaltende Wassereinlagerungen sind behandlungsbedürftig. Sie können durch Punktion entfernt werden.

Heilungsverlauf und Ergebnis
Der individuelle Heilungsverlauf ist natürlich – wie bei jedem Eingriff und auch jeder kleineren Gewebeverletzung von verschiedenen Faktoren wie Alter, Konstitution, Beschaffenheit des Bindegewebes, aber auch Lebensweise wie Ernährung, Bewegung, Rauchen, mentale Einstellung etc. abhängig.

Das endgültige Ergebnis kann man erst frühestens nach einem halben Jahr beurteilen.
Geduld und eine gesunde Lebensweise zur Erreichung und Erhaltung eines schönen Ergebnisses sind also gefragt.