Effektiveres Training: Laufband oder Crosstrainer?

Ein Crosstrainer nimmt weniger Platz weg als ein Laufband. Das Training auf dem Laufband ist allerdings dem echten Jogging im Wald oder auf Feldwegen ähnlicher. Aber welches dieser Trainingsgeräte hilft Dir beim Abnehmen besser? Hier findest Du die wichtigsten Vergleichsaspekte für Deine Ziele.

Trainingsablauf auf dem Laufband

Auf einem Laufband bewegst Du Dich wie beim Jogging draußen in gleichmäßigen Schritten scheinbar vorwärts. Die zurückgelegte Strecke simuliert das Band unter Dir. Es bewegt sich nach hinten. Beim korrekten Trainingsablauf rollt der Fuß von der Spitze zur Ferse locker ab. Darin unterscheidet sich das Training auf dem Laufband vom echten Wald- und Wiesenlauf. Die Laufbewegung auf dem Laufband ist gelenkschonend. Es entfallen jene Stöße, die beim Jogging draußen durch die Wegbeschaffenheit oder die Art Deiner Laufbewegung von den Füßen aus den Körper belasten. Eine Bergtour kannst Du Dir auf dem Laufband über die Einstellung des Widerstandes programmieren. Aber auch beim simulierten ebenen Gelände erzielst Du nach etwa 20 Minuten gute Ergebnisse bei der Fettverbrennung. Zwar trainiert das Laufband überwiegend die Muskelgruppen der Beine (Wade und Oberschenkel). Doch auch die Gesäßmuskeln und die Muskelgruppen Deines Rumpfes werden mit beansprucht. Langfristig erfolgt ein moderater Muskelaufbau. Dieser unterstützt die Fettverbrennung selbst dann, wenn Du nur zwei- bis dreimal wöchentlich auf dem Laufband trainierst.

Trainingsablauf auf dem Crosstrainer

Die Bewegung auf dem Crosstrainer erinnert am ehesten an Langlauf, eine Wintersportdisziplin. Beine und Arme beschreiben koordinierte, gegenläufige Bewegungen nach vorn und hinten. Anders als beim Laufband bleiben Deine Füße die ganze Zeit über fest auf dem langen und breiten Fußbrett. Du schiebst Dich wie beim Fahrradfahren von Bein zu Bein. Deine Arme halten imaginäre Skistöcke, die Du ebenfalls vor und zurück schiebst. Beim Training auf dem Crosstrainer wird Dein ganzer Körper beansprucht. Bei regelmäßiger Übung werden die Muskelgruppen an Deinem ganzen Körper (Schultern und Arme, Rumpf, Gesäß und Beinmuskulatur) gestärkt. Erschütterungen wie beim Jogging treten hier nicht auf. Die Fettverbrennung ist grundsätzlich gleich wie beim Laufband. Allerdings kannst Du sie ankurbeln, indem Du mit Widerstand und Geschwindigkeit arbeitest. Für stark übergewichtige Menschen oder Menschen mit Gelenkproblemen ist der Crosstrainer besser geeignet als ein Laufband. Auch nach Operationen, Sportverletzungen oder mit künstlichen Gelenken ist dieses Training eine gute Möglichkeit, allmählich eine gute Kondition aufzubauen.

Vergleich der Trainingsergebnisse

Der Bewegungsablauf beim Training auf dem Laufband ist anders als auf dem Crosstrainer. Die Trainingsergebnisse sind allerdings von der Intensität und Deinen Zielen abhängig. Diese folgenden Parameter liefern den besten Vergleich zwischen den Geräten:

Kalorienverbrauch

Der Kalorienverbrauch wird Dir beim Laufband ebenso wie beim Cross Trainer auf dem Display für Distanz, Puls und Verbrauch angezeigt. Falls Du ohne Pulsband trainierst, zeigen Dir beide Geräte einen statistischen Wert an. Dieser beträgt pro Trainingsminute zwischen zwei und sechs Kalorien. Das entspricht pro Stunde 180 bis 360 Kalorien. Eine Steigerung des Verbrauchs erzielst Du, sobald Du einen Sprint unter Belastung (mit der Programmierung von mehr Watt) einlegst. Im Laufe des Trainings ist der tatsächliche Kalorienverbrauch aber auch außerhalb der Trainingsstunde höher. Denn mehr Muskeln verbrauchen über den ganzen Tag mehr Kalorien.

Muskelaufbau

Muskelaufbau bedeutet langfristig Fettabbau. Auf dem Laufband entwickelst Du vor allem eine gute Oberschenkel- und Beinmuskulatur, zusätzlich einen stärkeren Rumpf (gut für Deinen Rücken). Auf dem Cross Trainer ist bei längerem Training zusätzlich ein Aufbau der Schulter- und Armmuskulatur zu verzeichnen. Das bedeutet aber nicht, dass Du insgesamt mehr Muskeln aufbaust. Der Aufbau verteilt sich bei dieser Trainingsart nur anders.

Gelenkbelastung

Die Gelenke sind beim Training mit dem Cross Trainer gut entlastet. Die gleitende Bewegung nutzen Sportler, um nach Verletzungen ohne Schmerzen oder Überlastung wieder Wettkampfform zu erreichen. Auf dem Laufband werden Sehnen, Muskeln und Gelenkkapseln vor allem ab Hüfte bis zu den Zehen trainiert. Du kannst hier also bei insgesamt gutem körperlichem Zustand gezielt Deine Beine trainieren. Ein Verschleiß ist durch die stoßgedämpfte Joggingbewegung nicht zu befürchten.

Motivation

Wer bereits Trainingserfahrung hat, wird durch die Displayanzeigen über Distanz und Kalorienverbrauch beim Laufband zusätzlich motiviert. Falls Du Neueinsteiger in sportliche Aktivitäten bist, kann der Cross Trainer eine angenehme Grundmotivation bedeuten. Viele Trainierende vergleichen diese ungewohnte, aber angenehme Bewegung mit einer leichten Tanzbewegung. Mit Musik auf den Ohren und Deiner Displayanzeige ist es daher möglich, selbst die schlimmsten Sportmuffel zugunsten der körperlichen Gesundheit zu einem regelmäßigen Training zu motivieren. Aber grundsätzlich musst Du individuell herausfinden, ob Dir der gleichmäßige Rhythmus auf dem Laufband oder dem Cross Trainer besser zusagt.

Tipps zur effektiven Nutzung beider Geräte

Der einmalige Lauf auf dem Laufband ist ebenso ineffizient wie die gelegentliche Nutzung Deines Cross Trainers. So werden beide Geräte zu Deinen Personal Coaches bei Deiner körperlich positiven Veränderung:

Laufband

Laufe nicht die ganze Trainingszeit mit einer Geschwindigkeit bei gleicher Wattleistung. Das entspricht nicht den natürlichen Gegebenheiten beim Joggen. Stattdessen ist ein Wechsel aus schnellem Lauf bei geringer Belastung und langsamem Walken bei hoher Belastung gut für Deinen Muskelaufbau. Gleichzeitig hilft Dir der Wechsel dabei, Deine Kondition gut einzuteilen und bessere Kondition auch für Dein Herz-Kreislauf-System aufzubauen.

Cross Trainer

Auf dem Cross Trainer führt auch eine gleichförmige Bewegung über wenigstens 20 Minuten zu einer effizienten Fettverbrennung bei gutem Kalorienverbrauch. Doch für ein wirklich erfolgversprechendes Training ist auch hier der Wechsel zwischen langsamen „Bergpassagen“ und schnellen Sprints optimal. Ziel ist es, eine Kondition aufzubauen, die langfristig den Muskelaufbau und die Fettverbrennung unterstützt.

Fazit:
Ob Laufband oder Cross Trainer besser für Deine Abnehm- und Trainingsziele sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Für beide Trainingsarten gilt Regelmäßigkeit und ein Wechsel zwischen Geschwindigkeit und Leistung als bestes Erfolgsrezept. Allmählich verbessert sich dabei Deine Fettverbrennung. Die aufgebauten Muskeln verbrauchen gleichzeitig auch außerhalb des Trainings mehr Kalorien.