Aquarobic im Überblick

Aquarobic ist eine Kombination von klassischer Wassergymnastik und bewegungsintensiver Aerobic, in 24 bis 28 Grad warmem Wasser praktiziert. Flotte musikalische Rhythmen motivieren die Sportler, das Element Wasser sorgt für nachhaltiges Training, das den Körper wenig belastet. Kein Wunder also, dass sich Aquarobic als Fitnesssportart bei Jung und Alt wachsender Beliebtheit erfreut.

Vorzüge des Aquarobic
Aquarobic bringt mit gezielten Bewegungselementen Kreislauf und Stoffwechsel auf Trab. Funktionsübungen können dabei mit Schwung- und Koordinationsübungen kombiniert werden. Auch für Senioren, Ungeübte oder Übergewichtige ist das Verletzungsrisiko gering, da im Wasser nur vergleichsweise langsame Bewegungen möglich sind und keine Sturzgefahr besteht. Zudem wird durch die Bewegung im Wasser der gesamte Körper beansprucht und trainiert, wodurch nicht zuletzt auch die Fettverbrennung angekurbelt wird. Dennoch bleibt der bei ungeübten Sportlern beinahe obligatorische Muskelkater beim Aquarobic aus, da die Muskeln beim „Wasser-Aerobic“ nicht nur intensiver mit Sauerstoff versorgt werden, sondern überdies noch eine permanente Unterwassermassage erhalten.


Richtig durchgeführt, verbraucht man bei einer Trainingseinheit von 45 Minuten circa 600 bis 1.000 Kalorien. Um die gleiche Menge an Kalorien bei einem Training „im Trockenen“ zu verbrennen, müsste man an Land beispielsweise eine Stunde joggen! Nimmt das Leistungsniveau bei regelmäßigem Training zu, kann der Schwierigkeitsgrad beliebig durch Gewichte an Hüfte oder Fußgelenken angehoben werden.

Aquarobic Durchführung
Aquarobic kann in verschiedenen Wassertiefen durchgeführt werden. Beim sogenannten Flachwassertraining steht der Teilnehmer in 120 bis 130 Zentimetern Wassertiefe, sodass die Wasserlinie ungefähr zwischen Brust und Bauchnabel liegt. Im Gegensatz dazu gibt es auch das Tiefwassertraining, bei dem der Teilnehmer keinen Bodenkontakt mehr hat und sich durch entsprechende Schwimmbewegungen an der Oberfläche halten muss. Die Durchführung des Aquarobic beziehungsweise der Aquafitness im Allgemeinen ist mit oder ohne Geräte möglich. Werden Geräte verwendet, so handelt es sich um Auftriebs- oder Widerstandsgeräte (Die Grundausstattung für Aquarobic). Zu den Auftriebsgeräten gehört beispielsweise die Poolnudel. Widerstandsgeräte sind unter anderem Wasserbrett oder Schwimmscheibe.


Aquarobic Wirkung
Das Prinzip der Aquarobic beruht auf den physikalischen Eigenschaften des Wassers, nämlich Wasserdruck, Widerstand, Temperatur und Auftrieb. Abhängig von der Schnelligkeit, mit der die Übungen ausgeführt werden, verstärkt sich der Wasserwiderstand – um hier gegen zu arbeiten, ist Muskelkraft von Nöten. Der Wasserdruck wirkt wie eine Massage auf Muskeln und Bindegewebe, sodass die Gefäße elastisch bleiben. Die Wassertemperatur sorgt dafür, dass trotz der ausdauernden Bewegung niemand schwitzt. Und der Auftrieb letztlich bewirkt eine spürbare Entlastung der Gelenke und des Bewegungsapparates. Diese kommt zustande, da der Körper im tiefen Wasser nur zehn Prozent und im flachen Wasser nur fünfzig Prozent seines eigentlichen Gewichtes auf die Waage bringt. Muskulatur, Ausdauer und Koordination werden dadurch trainiert. Die Gelenke hingegen werden deutlich geschont.

Voraussetzungen und Ausstattung
Bei gutem Allgemeinbefinden kann beinahe jeder am Aquarobic teilnehmen. Gravierende Gesundheitsbeschwerden oder akute Erkrankungen sollten allerdings nicht bestehen. Gleiches gilt für Herzbeschwerden und Bluthochdruck. Hier sollten Trainings-Interessierte zuvor den Arzt befragen. Darüber hinaus kann Aquarobic selbst bei Rücken-, Hüft- und Kniebeschwerden durchgeführt werden.

Die perfekte Aquarobic-Ausstattung besteht aus bequemer Badebekleidung und speziellen Aquafitness-Schuhen, die gute Bodenhaftung bieten und so einen sicheren Stand ermöglichen. Um den Flüssigkeitsverlust beim Training auszugleichen, sollte während und nach dem Training ausreichend getrunken werden. Hier empfehlen sich Kräutertee, Saftschorle und Wasser.

Neben dem Aquarobic gibt es mittlerweile auch Aqua-Balancing, Aqua-Cycling, Aqua-Boxing, Aqua-Jogging und Aqua-Pilates. Entsprechende Kurse werden in Frei- und Hallenbädern angeboten.