Aqua-Fitness

Einige Leute beim Aquafitness

Was ist Aqua-Fitness?
Aqua-Fitness trainiert den gesamten Körper. Diese Fitness-Form gibt es mittlerweile in vielen Varianten. Dabei werden bestimmte Körperbereiche fokussiert und/oder unterschiedliche Trainingsmittel verwendet. Die meisten Aqua-Fitness-Kurse sind auf das Alter und die Bedürfnisse der Übenden ausgerichtet. Entweder wird im Tiefwasser oder im Flachwasser, in Brusthöhe, trainiert. Den Übenden kommen hier die besonderen physikalischen Eigenschaften des Wassers zugute. Luftdruck und Luftdichte sind wesentlich schwächer als Wasserdruck und Wasserdichte. Daher ist die Intensität dieses Trainings nicht zu unterschätzen.

Wie wirkt Aqua-Fitness?
Training im Wasser schult die Bewegung, baut Muskeln auf, steigert Ausdauer und Kraft und verbessert so die allgemeine Fitness. Außerdem macht Aqua-Fitness Spaß und erhöht die Lebensfreude, denn im Wasser fühlen sich die meisten Menschen aufgrund der Schwerelosigkeit sehr wohl.


Da im Wasser andere Druckverhältnisse herrschen, treffen die ausgeführten Bewegungen auf starken Widerstand. Der erhöhte hydrostatische Druck verbessert die Blutversorgung von Herz und Gehirn. Die Pumpleistung des Herzens wird nachweislich um ein Fünftel erhöht. Glenn McWaters, ein US-Marine, entwickelte bereits in den 1980er Jahren das Tiefwasserjogging. In den 1990er Jahren übernahmen Olympiasportler die Trainingsmethoden zur Verbesserung der Fitness und als Teiltraining zur Vorbereitung auf die Olympiade. Aqua-Fitness schont Bänder, Sehnen, Gelenke und die Wirbelsäule. Gerade in diesen Körperbereichen haben viele Menschen Probleme. Herkömmliche Sportarten außerhalb des Wassers können unter Umständen diese Probleme noch verstärken. Aqua-Fitness definitiv nicht.

Besonders effektiv ist Aqua-Fitness im Tiefwasser. Der fehlende Bodenkontakt beansprucht vor allem die Rücken- und Bauchmuskulatur, verhindert oder löst Muskelverspannungen im gesamten Körper, strafft das Gewebe und regt Stoffwechsel und Atemmuskulatur an.


Für wen ist Aqua-Fitness geeignet?
Jeder kann Aqua-Fitness betreiben. Das Training ist für Babys, Kleinkinder, Sportler, Anfänger und Senioren gleichermaßen geeignet. Besonders übergewichtige Menschen profitieren von dieser Sportart. Denn das Wasser wirkt wie eine Gewichtsentlastung. Tatsächlich erleben die Übenden ihren Körper um rund 10 Prozent leichter. Übergewichtige leiden häufig unter Gelenk- und Rückenproblemen. Die Leichtigkeit im Wasser sorgt dafür, dass diese Körperbereiche entlastet werden. Aqua-Fitness ist das optimale Training für Übergewichtige, die abnehmen wollen. Der Kalorienverbrauch bei intensivem Training ist enorm.

Welche Hilfsmittel werden bei Aqua-Fitness verwendet?
Um die Wirkung von Aqua-Fitness zu erhöhen, werden verschiedene Hilfsmittel verwendet. Dazu gehören Hanteln, Schwimmgürtel, Discs, Schwimmnudeln und Kick-Box-Handschuhe. Es werden auch Kurse mit Aqua-Bikes angeboten. Eine Schwimmnudel, auch Flexibeam genannt, ist ein flexibel einsetzbarer Schlauch von rund 160 Zentimetern Länge und sieben Zentimetern Durchmesser. Er besteht aus Polyethylenschaum und kann als Schwimmhilfe für Kinder, aber eben auch zum Aqua-Fitness verwendet werden. Die Hanteln bestehen aus demselben Material und wirken aufgrund ihrer Leichtigkeit und ihres Auftriebs besonders stark auf die Arm- und Oberkörpermuskulatur. Die Schwimmgürtel sind ebenfalls aus PE-Schaum hergestellt und werden wegen ihres Auftriebs besonders im Tiefwasser verwendet. Die Übenden können sozusagen aufrecht stehen, mit dem Kopf über dem Wasser, und in dieser Position diverse Übungen durchführen. Aqua-Bikes sind Unterwasserfahrräder, die im Nichtschwimmerbereich eingesetzt werden. Sie werden häufig zu therapeutischen Zwecken verwendet. Das Training mit Aqua-Bikes hat sich darüber hinaus besonders bei Übergewichtigen bewährt, die abnehmen wollen.


Welche Arten von Aqua-Fitness gibt es?
Beim Aquarobic werden vor allem Bauch-, Brust- und Oberarmmuskeln trainiert. Außerdem werden Ausdauer und Rhythmusgefühl verbessert. Beim Aqua-Walking werden Lauf- und Gehbewegungen ausgeführt. Von diesen Übungen mit Bodenkontakt profitieren vor allem Menschen mit Hüft- und Kniegelenksproblemen. Das Aqua-Jogging hingegen, meist mit Schwimmgürtel, ist eine Variante, die nur im Tiefwasser eingesetzt wird. Geschult werden Beweglichkeit und Kraft; die Muskelverstärkung im Bein kann bis zu 40 Prozent betragen. Sehr beliebt ist die funktionelle Wassergymnastik im Aqua-Fitness, bei der auch die erwähnten Hilfsmittel Anwendung finden. Weitere Varianten sind Aqua-Relaxing, Aqua-Balancing, Aquapower, Aqua-Fatburning, Aqua-Rhythmik und Aqua-Dancing.

Wie oft sollte trainiert werden?
Um einen guten Trainingseffekt zu erreichen, sollte mindestens dreimal in der Woche 30 bis 45 Minuten lang trainiert werden. Die optimale Wassertemperatur liegt bei 26 bis 30 Grad Celsius.