Wie gesund die einzelnen Fleischsorten im Vergleich?

verschiedene Fleischsorten

Fleisch sollte man grundsätzlich nicht in großen Mengen verzehren. Jedoch gibt es Fleischsorten, die sich deutlich schlechter auf die Gesundheit auswirken können als andere – manche können sogar, wenn nicht übertrieben viel davon gegessen wird, als gesund eingestuft werden. Es empfiehlt sich, nicht mehr als etwa ein halbes Kilogramm Fleisch pro Woche zu essen und dieses so zu verteilen, dass immer wieder fleischfreie Tage dazwischen liegen. Fleisch muss, obwohl es zweifellos ein guter Eiweißlieferant ist, nicht zwingend verzehrt werden, da alle enthaltenen Nährstoffe auch durch andere Nahrungsmittel zugeführt werden können.

Rind
Rotes Fleisch wie das vom Rind ist mittlerweile stark in Verruf geraten. Es soll Herz- und Kreislaufprobleme auslösen sowie auch Krebs fördern. Bereits wenige Gramm rotes Fleisch am Tag steigern das Krebsrisiko. Es sollte deshalb, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen gegessen werden. Der hohe Eisengehalt des roten Fleisches lässt sich durch zahllose andere Lebensmittel ausgleichen.


Schwein
Für Schwein gilt das Gleiche wie für Rind, allerdings kommt hier noch der hohe Cholesteringehalt hinzu, sodass es generell nicht zu empfehlen ist. Schweinefleisch verdirbt außerdem extrem schnell, wenn es nicht durch bestimmte Verfahren wie z.B. Räuchern haltbar gemacht wurde.

Geflügel
Viele Menschen, die sich gesundheitsbewusster ernähren, ziehen das Fleisch von Vögeln dem von Rind und Schwein vor. Geflügelfleisch ist weißes Fleisch, sodass hier die krebsfördernde Wirkung wegfällt. Viele Geflügelsorten sind außerdem deutlich fettärmer als das Fleisch der bekannten fleischliefernden Säugetiere und enthalten kaum Cholesterin. Geflügelfleisch ist allerdings recht anfällig für Salmonellen.

Wild
Wildfleisch wird vom Menschen seit vielen Jahrtausenden verzehrt. Wildlebende Tiere fressen in der Regel genau die Nahrung, die ihrer Natur entspricht, daher ist ihr Fleisch von ausgewogener Zusammensetzung und kaum mit Fremdstoffen belastet. Bei Wildschweinen ist allerdings Vorsicht geboten: Sie nehmen durch ihre spezielle Ernährungsweise unter Umständen noch vom Tschernobyl-Unfall vorhandenes radioaktives Material auf, auch Jahrzehnte später.


Fisch
Fisch ist vor allem für seinen hohen Gehalt an wertvollen Omega 3-Fettsäuren bekannt. Auch Jod ist im Seefisch reichlich enthalten, leider reichern die Fische aber auch verstärkt Schwermetalle in ihrem Körper an, die vor allem für Schwangere gefährlich werden können. Zudem ist angesichts der katastrophalen Überfischung der Meere von einem starken Fischkonsum generell abzuraten – daran ändern Zuchtfische nichts, da sie oft mit Wildfisch gefüttert werden und das Problem somit eher noch verschlimmern. Wenn Bedarf nach Fisch besteht, ist es durchaus empfehlenswert, einen Angelschein zu machen.
Fisch muss immer richtig gelagert und möglichst schnell verbraucht werden, denn mit einer Fischvergiftung ist nicht zu spaßen.

Innereien
Heute werden Innereien kaum noch verzehrt und viele Menschen ekeln sich davor. Lediglich vereinzelte Organe wie die Leber sind noch häufiger in der Küche anzutreffen. Filterorgane sind oft stark mit Giftstoffen belastet und sollten, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen gegessen werden. Gleichzeitig sind Innereien aber auch oft besonders nahrhaft und reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Daher werden sie von Raubtieren in der Natur oftmals als Erstes gefressen. Das Muskelfleisch ist im Grunde deutlich ärmer an wertvollen Stoffen.


Fleisch in welcher Form?
Die meisten im Handel erhältlichen Wurstsorten, insbesondere abgepackte Varianten, enthalten Zusatzstoffe wie zum Beispiel Nitrate, die ungesund und teilweise gefährlich sind. Oft ist auch das verwendete Fleisch von minderer Qualität.
Wer wirklich Fleisch essen möchte, sollte dies mit Genuss und Bewusstheit tun und entsprechend hochwertige, wenig verarbeitete Fleischsorten kaufen. Fleisch, das aus Massentierhaltung stammt, hat eine deutlich niedrigere Qualität als Bio- oder Wildfleisch und ist zusätzlich oft mit Hormonen und Antibiotika belastet.