Welches Obst hilft gegen Bluthochdruck?

Weißdorn bei Bluthochdruck

Der Bluthochdruck zählt in den industrialisierten Ländern zu den typischen Volkskrankheiten. Er wird durch unterschiedliche Faktoren der modernen Lebensweise hervorgerufen. Neben dem Diabetes mellitus, dem Rauchen von Tabak sowie einem erhöhten Cholesterinspiegel zählt der Bluthochdruck zu den Risikofaktoren, die einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt begünstigen. Beide Erkrankungen können Folgeschäden nach sich ziehen oder gar tödlich enden. Die Behandlung des Bluthochdrucks kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.

In schweren Fällen wird eine medikamentöse Therapie unumgänglich sein. Doch schon das Einschränken der Genussmittel Koffein und Alkohol sowie der Verzicht auf den Tabakkonsum leisten einen positiven Beitrag auf die Regulierung des Blutdrucks. Zusätzlich sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden, sofern ein Übergewicht vorhanden ist. Dabei spielt neben der vermehrten Bewegung die Ernährungsumstellung eine wichtige Rolle. Es geht nicht darum, im Zuge einer Diät ein kurzfristiges Abnehmen herbeizuführen, vielmehr muss durch die langfristige Veränderung der Essgewohnheiten ein dauerhaftes Optimalgewicht erreicht werden.



Grundsätzlich sollten bei der Zusammenstellung des Speiseplans Obst und Gemüse eine wichtige Rolle spielen. Frische Kost ist dabei Konserven und Fertigprodukten vorzuziehen, zumal Letztere häufig Zucker, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe enthalten. Stehen keine frischen Produkte zur Verfügung, können Tiefkühlgemüse und –obst sowie Trockenobst und Säfte sinnvolle Alternativen sein. Obst kann dabei nicht nur als Nachtisch gereicht werden, es ersetzt auch Zwischenmahlzeiten oder wertet andere Speisen auf. Sofern das Kochen bei der Zubereitung nicht zu vermeiden ist, sollte dieser Vorgang möglichst kurz gehalten werden, damit wichtige Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Zur Senkung des Bluthochdrucks empfehlen sich Obstsorten, die viel Kalziumcitrat enthalten. Insbesondere wirkt sich das Kalzium-Natrium-Verhältnis im Körper auf die Regulierung des osmotischen Drucks in den Zellen und somit auf den Blutdruck aus. Ursächlich hierfür ist eine vermehrte Wasserausscheidung. Während zur Blutdrucksenkung eine Kochsalzreduktion anzustreben ist, bewährt sich die vermehrte Zufuhr des Gegenspielers Kalium. Für einen Erwachsenen sollte diese 2 Gramm pro Tag betragen. Kalium befindet sich in den meisten Obstsorten, hauptsächlich in Bananen, Passionsfrüchten, Avocados, in schwarzen Johannisbeeren und Holunderbeeren sowie in Aprikosen.


Als weiterer Inhaltsstoff vieler Obstsorten ist Magnesium für die Regulierung des Blutdrucks verantwortlich. Es wirkt auf die Nerven und Blutgefäße entspannend, so dass diese sich weiten können. Durch geweitete Blutgefäße kann mehr Blut fließen, so dass sich der Blutdruck nachweislich senkt. Einen hohen Magnesiumanteil besitzen Äpfel, Ananas, Birnen, Aprikosen, Bananen, Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen sowie Weintrauben und Orangen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Gojibeeren zur Behandlung des Bluthochdrucks eingesetzt. Ein regelmäßiger Verzehr soll die Gefäße weiten.


Auch Flavonoide, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, spielen bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei der Behandlung des Bluthochdrucks eine Rolle. Sie befinden sich bei den meisten Obstsorten direkt unter der Schale, so dass es sinnvoller erscheint, das Obst vor dem Verzehr gründlich zu waschen, statt es abzuschälen. Besonders viele Flavonoide sind in Äpfeln, Weintrauben, Pflaumen, Kirschen, im Beerenobst sowie in Birnen enthalten. Auch für diese wertvollen Inhaltsstoffe gilt, dass sie beim Kochvorgang zum größten Teil zerstört werden, weshalb der Verzehr von rohem Obst anzuraten ist.

Nach Möglichkeit soll das Obstessen über den Tag verteilt werden. Wer unterschiedliche Sorten wählt, kann gezielt den Bedarf an diversen wichtigen Stoffen decken. Allerdings ist das Verzehren aller aufgezählten Obstsorten kein Muss. Wer beispielsweise auf einige Sorten allergisch reagiert oder diese nicht mag, verzichtet auf sie und ersetzt sie durch verträgliche Sorten. Ein niedrigerer Blutdruck kann bereits nach einer 14-tägigen Ernährungsumstellung beobachtet werden.