Superfood: Zuckerhut-Salat

Der Zuckerhut-Salat hat nichts mit Zucker zu tun. Im Gegenteil, sein Geschmack ist eher bitter und herb. Als Wegwartegewächs gehört es zur Familie der Zichoriensalate und ist mit anderen Bittersalaten wie Endiviensalat, Friseesalat, Radicchio und Chicoree verwandt.
In manchen Gegenden kennt man den Zuckerhut-Salat unter dem Namen Fleischkraut, Herbstzichorie oder Zichoriensalat. Ursprünglich kommt er aus Italien, Südfrankreich oder Österreich.

Optisch weist der Zuckerhut-Salat eine leichte Ähnlichkeit mit dem Jägersalat auf, er hat allerdings weniger dicke Rippen. Durch seine ovale, längliche Form und die anliegend wachsenden, hellgrünen bis gelblichen Blätter ist sein Aussehen wirklich zuckerhutähnlich.


Inhaltsstoffe des Zuckerhut-Salates:

  • Vitamin A
  • Vitamine B1, B2 und B6
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen

Durch die leichten Bitterstoffe hilft Zuckerhut-Salat, den Körper zu entgiften und unterstützt die Tätigkeit von Leber und Galle. Wie alle Salate aus dieser Familie tut es dem gesamten Harntrakt gut, wenn man regemäßig davon isst.
Die enthaltenen Ballaststoffe wirken gut auf die Verdauung.

Zuckerhut-Salat im eigenen Garten

Das sollte man unbedingt ausprobieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat.
Der Zuckerhut-Salat ist sehr gesund, wird allerdings nicht sehr häufig zum Verkauf angeboten.
Die Aussaat erfolgt zwischen Ende Juni und Ende Juli, entweder direkt im Garten, in schwach gedüngtem Boden oder in Vorkultur. Das Besondere am Zuckerhut-Salat ist, dass er bis lange in den Herbst hinein geerntet werden kann, manchmal auch noch im Winter. Der Salat verträgt Temperaturen bis minus sieben Grad. Durch Vlies geschützt kann er noch länger im Freien bleiben. Er ist also ein frischer, knackiger, heimischer Salat, den man zu einer Zeit genießen kann, wenn es normalerweise nur Ware aus Gewächshäusern oder solche aus dem Ausland gibt.



Was tun gegen zu viele Bitterstoffe und wie wird Zuckerhut-Salat in der Küche verwendet?

Wem der bittere Geschmack in seiner kompletten Ausprägung nicht zusagt, der kann die ganzen Blätter kurz in lauwarmes Wasser legen. Dadurch werden den Blättern Bitterstoffe entzogen.

Wenn jemand aber gerne Endiviensalat oder Chicoree mag, wird er sich auch mit dem Zuckerhut anfreunden. Für Salat werden die gewaschenen Blätter in dünne Streifen geschnitten. Der Salat verträgt eine kräftige, geschmacksintensive Salatsauce. Joghurt in der Marinade hilft auch ein wenig gegen einen zu bitteren Geschmack. Da sich Bitteres und Süßes ergänzen, ist der Salat in Kombination mit Äpfeln, Karotten, Orangen oder Nüssen etwas Außergewöhnliches und sehr Schmackhaftes.

Der Zuckerhut-Salat lässt sich zudem hervorragend als Gemüse nutzen. Gegart, gratiniert oder gekocht schmeckt er als Beilagengemüse ausgezeichnet.