Superfood: Shiitake

Shiitake Pilze

Der Shiitake ist ein Pilz aus der Familie der Schwindlingsverwandten. In der traditionellen chinesischen Medizin gehört er zu den Heilpilzen.

Botanisches zum Shiitake Pilz

Der Shiitake wächst auf Laubbäumen, die aus einem harten Holz bestehen. In Japan und China wird er traditionell auf Buchen, Esskastanien, Eichen, Ahorn oder Walnuss angebaut. Der helle Stiel des Shiitake Pilzes befindet sich meist in der Mitte des hell- bis dunkelbraunen Hutes. Im jungen Stadium ist der Hutrand zur Innenseite eingerollt. Die Haut des Hutes ist mit dünnen Flocken überzogen. Der Shiitake Pilz verströmt einen pilzigen feinen Geruch.


Die gesundheitlichen Vorteile des Shiitake Pilzes

Der Pilz enthält den Stoff Eritadenin. Dieser soll den LDL-Cholesterinspiegel senken. Somit kann regelmäßiger Verzehr vor einer Arteriosklerose schützen.

Ein weiterer Wirkstoff des Pilzes ist das Active Hexose Correlated Compound (AHCC). Bei diesem Komplex handelt es sich um eine Mischung aus Mineralien, Aminosäuren und Polysacchariden. In Studien zeigt sich eine immunmodulierende Wirkung dieses Inhaltsstoffes. So dient er der Regeneration der Natürlichen Killerzellen und der Fresszellen.

AHCC soll gemeinsam mit einem weiteren Wirkstoff des Shiitake Pilzes, mit dem Stoff Lentinan, antikanzerogen wirken. In einigen asiatischen Ländern wird ein Extrakt des Pilzes deshalb per Infusion zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten verabreicht.

AHCC und Lentinan wirken zudem antiviral. Die Kombination aus antiviraler und antikanzerogener Wirkung macht den Shiitake Pilz zu einem guten Mittel zur Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs. Die Entstehung des Gebärmutterhalskrebs wird durch das humane Papillomavirus (HPV) begünstigt. Eine Versuchsreihe der University of Texas zeigte, dass unter der Gabe von AHCC das Krebswachstum um rund 16 Prozent zurückgeht und die Viren fast komplett aus der Gebärmutter und dem Vaginalbereich verschwinden.

Einkauf und Zubereitung

Bei frischen Shiitake-Pilzen sollte beim Einkauf darauf geachtet werden, dass die Pilze saftig und frisch wirken. Der Hut darf nicht ausgetrocknet sein. Flecken, Schuppen oder Risse auf dem Hut sind hingegen kein Zeichen schlechter Qualität, sondern normal.

Shiitake Pilze schmecken am besten, wenn sie möglichst direkt nach dem Einkauf verbraucht werden. Sie können notfalls aber auch eine Woche im Kühlschrank gelagert werden. Dafür sollten sie locker in Papier eingeschlagen werden.

Shiitake Pilze sollten vor dem Verzehr nicht gewaschen werden. Sie saugen sich mit Wasser voll und verlieren ihren aromatischen Geschmack. Es ist ausreichend, wenn die Pilze mit einem Pinsel oder etwas Küchenpapier leicht gesäubert werden. Die angetrockneten Stielenden sollten entfernt werden. Ansonsten können die Stiele mitgegessen werden.

Die frischen Pilze schmecken gut, wenn sie in etwas Butter oder Öl angedünstet werden. Sie harmonieren mit Geflügel, Lamm, Wild, Fisch oder Eierspeisen. Auch in Wok-Gerichten machen sich die chinesischen Pilze gut.

Wenn keine frischen Shiitake Pilze erhältlich sind, kann auch auf getrocknete Pilze zurückgegriffen werden. Sie sind sogar besonders aromatisch und schmecken gut in Soßen, Ragouts oder Suppen. Vor dem Kochen sollten die getrockneten Pilze zwanzig Minuten eingeweicht werden.