Superfood: Rotkohl

Rotkohl ist ein leckeres Gemüse, dessen hochwertige Inhaltsstoffe es zu einem Superfood machen. Je nach Region wird der Rotkohl auch als Blaukohl bezeichnet. Weitere Namen sind Rotkraut und Blaukraut. Im Rheinland wird Rotkohl auch als Kappes bezeichnet, was dort zugleich der umgangssprachliche Begriff für Kohl im Allgemeinen ist. In manchen Regionen ist mit Kappes aber speziell der Weißkohl gemeint.

Die Blätter sind violett, ob das Gemüse eher rötlich oder bläulich erscheint, hängt vom Anbaugebiet und von den beim Kochen verwendeten Zutaten ab. Besonders Säure, die in den als Zutaten zum Rotkohl beliebten Äpfeln ebenso wie im Essig vorhanden ist, bewirkt die Rotfärbung des Kohls.

Rotkohl ist frisch zwischen Juni und Januar erhältlich. Er wird wie die meisten Kohlarten in Westeuropa überwiegend während der Wintermonate verwendet.


Rotkohl hat wenig Kalorien

Rotkohl ist ein Kohlgemüse, das wenig Kalorien aufweist. Der Kohl ist frisch während der Wintermonate erhältlich und bietet dann ein Gegengewicht zu den größeren Mengen an Süßspeisen und fettreichen Nahrungsmitteln, die in der kalten Jahreszeit üblicherweise verzehrt werden.

Der Energiegehalt des Rotkohlgemüses steigt aber drastisch an, wenn dieses mit viel Fett zubereitet wird. Es ist deshalb sinnvoll, beim Kochen nur wenig Essig und kein oder wenig Öl zu verwenden. Wenn der Rotkohl als Salat verzehrt wird, hängt der Energiegehalt der gesamten Speise vom Dressing ab. Ein wenig Essig ist dem kalorienreicheren Joghurtdressing vorzuziehen.

Die nützlichen Inhaltsstoffe des Rotkohls

Der Rotkohl enthält zahlreiche nützliche Inhaltsstoffe. Zu diesen gehören:

  • Vitamin C. Dieses Vitamin wird beim Kochen zu einem großen Teil zerstört, sodass für eine ausreichende Versorgung der Rotkohl nicht nur als Gemüse, sondern auch als Salat verzehrt werden sollte.
  • Eisen. Rotkohl gehört zu den wenigen Gemüsesorten mit einem hohen Anteil an Eisen. Sein Verzehr ist deshalb für Vegetarier und Veganer empfehlenswert.
  • Weitere, im Rotkohl in nennenswerten Mengen vorkommende Mineralstoffe sind Calcium, Kupfer und Kalium.
  • Senföle. Diese enthalten eine nennenswerte Menge an ungesättigten Fettsäuren und gehören somit zu den empfehlenswerten Fettarten.
  • Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenwirkstoffe.

Wie wirkt sich der Rotkohlgenuss auf das Wohlbefinden aus?

Freie Radikale werden durch die im Rotkohl enthaltenen sekundären Pflanzenwirkstoffe unschädlich gemacht. Diese wirken sich auch positiv auf das Immunsystem aus und können im Körper vorhandene Entzündungen lindern.

Dank des hohen Gehalts an Vitamin C schützt Rotkohl vor Erkältungen, die im Winter häufiger als im Sommer auftreten. Der Gehalt ist beim Verzehr des Kohls als Rohkost deutlich höher als im gekochten Rotkohlgemüse. Der Verlust an Vitamin C lässt sich durch schonendes Garen verringern und steigt bei übermäßig langem Kochen an.

In der Volksmedizin gilt Rotkohl als förderlich bei mit dem Blutkreislauf zusammenhängenden Leiden. Naturheiler setzen ihn besonders häufig bei der Behandlung von Krampfadern und Venenentzündungen ein.

Rotkohl fördert die Verdauung und ist deshalb die traditionelle Gemüsebeilage zu schwerverdaulichen Fleischgerichten. Die verdauungsfördernde Wirkung des Kohlgemüses verstärkt sich, wenn er als Gemüsesaft getrunken wird.