Superfood: Rote Bete

Rote Bete ist ein Superfood

Das klassische Wintergemüse Rote Bete wird heute als Superfood bezeichnet, da es über viele lebenswichtige Vitalstoffe verfügt. Sportler schätzen seine leistungssteigernde und ausdauerfördernde Wirkung.

Was ist Rote Bete und woher kommt sie?

Rote Bete gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die meist runde Rübe hat eine rotbraune dünne Schale und saftiges dunkelrotes Fruchtfleisch. Sie stammt vermutlich aus Nordafrika und entwickelte sich aus der wilden Rübe. Ihre rote Farbe erhielt sie durch verschiedene Züchtungen.


Das mit Mangold und Zuckerrübe verwandte zweijährige Kraut bildet im ersten Jahr nach Aussaat seinen unterirdischen Teil (die Rübe) und eine kleine sichtbare Blattrosette. Aus dieser sprießen dann im darauffolgenden Jahr der Stängel und der Blütenstand. Die rot-grünen Blätter der Roten Bete können ebenfalls verzehrt werden. Sie schmecken im Gegensatz zur Roten Bete, die einen erdig-süßlichen Geschmack hat, leicht bitter.

Welche gesundheitsfördernden Eigenschaften hat die Rote Bete?

Rote Bete besteht zu 87% aus Wasser und hat einen Kohlenhydratanteil von 8% und einen Ballaststoffgehalt von 3%. Sie enthält nur wenig Proteine und Fette. Dafür besitzt sie andere gesundheitsfördernde Stoffe: Nitrate, Kalium, Eisen, Mangan, Kieselsäure, die Vitamine A, B, C, Folsäure, Betalaine (Pflanzenfarbstoffe), Ballaststoffe und Oxalate.

Hauptwirkstoff in der Roten Bete sind die natürlichen Nitrate, die im Gegensatz zu synthetisch hergestellten eine positive Wirkung für den Körper haben. Aus ihnen bildet der Organismus nämlich Stickstoffmonoxid (NO). Es kommt in den Blutgefäßen und Lymphgefäßen vor. NO erweitert die Arterien, indem es ihre glatte Muskulatur entspannt. Das führt zu einer besseren Durchblutung des Körpers und einer Blutdrucksenkung. Außerdem wird so das Risiko von Herzkrankheiten verringert. Da NO außerdem noch das Verklumpen der Blutplättchen verhindert, können lebensgefährliche Thrombosen vermieden werden.

Bei Sportlern führt der durchblutungsfördernde Effekt des Stickstoffmonoxids noch zusätzlich zu einer Steigerung der Ausdauer und körperlichen Leistung. Da auch die Muskeln dann besser mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden, kommt es zu einem schnelleren und nachhaltigen Muskelaufbau. Daher konsumieren die meisten Sportler regelmäßig Rote Bete als Nahrungsergänzung. Der hohe Anteil an Ballaststoffen verlangsamt die Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose und sorgt so dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur allmählich ansteigt, was insbesondere Diabetikern zugute kommt. Rote Bete hat einen glykämischen Index von 61.

Darüber hinaus binden die Faserstoffe viele toxische Substanzen und schädliches Cholesterin, die dann über den Stuhlgang ausgeschieden werden. Vitamin C und die Farbpigmente haben eine stark entzündungshemmende und immunstärkende Wirkung, entgiften den Körper und schützen sogar vor bestimmten Krebsarten. Das in der Roten Bete in hoher Konzentration vorhandene Eisen regt die Bildung roter Blutkörperchen an, der hohe Kaliumgehalt ist stoffwechselfördernd. Die Folsäure sorgt für vermehrtes Gewebewachstum – was insbesondere für schwangere Frauen wichtig ist. Das in der roten Bete vorhandene Provitamin A sorgt für gesunde Haut und intakte Schleimhäute. Die Kieselsäure macht die Haut straffer und fördert die Gesundheit von Zähnen und Haaren.



In normaler Menge konsumiert wird Rote Bete gut vertragen. Menschen, die an Morbus Crohn leiden oder eine Neigung zu Nierensteinen haben, sollten das schmackhafte rote Gemüse wegen seiner hohen Oxalat-Konzentration nicht zu sich nehmen. Bei etwa 15% der Menschen kann es – wenn es in großen Mengen konsumiert wird – zu einer gesundheitlich unbedenklichen Rotfärbung des Urins kommen.

Was man bei Kauf und Zubereitung von Roter Bete beachten sollte

Rote Bete eignet sich roh als Salat und gekocht als Beilage. Außerdem kann man sie noch in Essig einlegen. Wenn Du möchtest, dass Dein Körper alle darin enthaltenen Vitalstoffe bestmöglich verwertet, solltest Du das Gemüse roh zu Dir nehmen. Der Kochvorgang zerstört die antioxidativ wirkenden Farbstoffe, wenn Du es länger als 15 Minuten garst.

Rote Bete findest Du in jedem Supermarkt. Allerdings solltest Du aus Gesundheitsgründen nur Bio-Qualität kaufen. Außerdem empfiehlt es sich, kleine und mittelgroße Rüben mit glatter, unversehrter und kräftig gefärbter Schale zu wählen, da sie einen intensiveren Geschmack haben. Möchtest Du sie noch nicht gleich verbrauchen, schneidest Du ihr Grün etwa 2 cm über der Rübe ab und bewahrst beide Pflanzenteile getrennt voneinander im Kühlschrank auf. So ist die Bete 4 Tage länger haltbar. Insgesamt kannst Du sie 14 Tage dort lagern.

Kurz vor der Verwendung wäschst Du die Rote Bete so vorsichtig ab, dass ihre Schale nicht beschädigt wird. Ist das nämlich der Fall, verliert sie einen großen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. Nach dem Schneiden wird die Schale entfernt. Möchtest Du Deine Rote Bete kochen, dann solltest Du ihre Schale erst dann entfernen, wenn sie gar ist (Gabeltest!). Die ebenfalls sehr vitamin- und mineralstoffreichen Blätter sollten nur in gekochtem Zustand gegessen werden. Und falls Du beim Zubereiten der Roten Bete rote Hände bekommen haben solltest, – ohne Handschuhe passiert das sehr leicht – kannst Du sie mit Zitronensaft gründlich reinigen.