Superfood: Oregano

Was wäre eine Pizza ohne Oregano? Italienisches Essen ohne dieses bekannte Gewürzkraut ist unvorstellbar. Doch das ist nicht alles, was Oregano zu bieten hat. Oregano ist ein Heilmittel mit vielen gesunden Eigenschaften für den Menschen.

Oreganoblätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Besonders aromaintensiv ist der getrocknete Oregano.

Oregano wirkt desinfizierend sowie viren- und keimabtötend. Er gilt auch als natürliches Antibiotikum.
Dass er auch appetit- und verdauungsanregend wirkt, kann man sich gut vorstellen. Allein der Duft von Oregano ist einfach Pizza, Spaghetti, Sommer, Urlaub und Italien.


Inhaltsstoffe von Oregano

  • Vitamin A, C und E
  • Vitamin B1, B2, B3, B5 und Folsäure
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • ätherische Öle mit dem charakteristischen Oreganoduft
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Mineralstoffe wie Kalzium, Mangan, Kalium, Kupfer, Eisen, Magnesium

Die B-Vitamine
im Oregano helfen den Stoffwechsel anzuregen und Lebensmittel besser zu verstoffwechseln. Dadurch steht dem Körper mehr Energie zur Verfügung. Auch der Eisengehalt spielt dabei eine wichtige Rolle.

Sekundäre Pflanzenstoffe
Carotin, Lutein, Cryptoxantin, Zeaxanthin, Thymol und Rosmarinsäure wirken gegen freie Radikale und spielen eine große Rolle beim Schutz vor Hautalterung. Regelmäßiger Gebrauch von Oregano stärkt das Immunsystem und kann helfen, gefährlichen Krankheiten vorzubeugen.

Mineralstoffe in Oregano
Kalium ist wichtig für die Balance der Zellflüssigkeiten und zur Kontrolle des Blutdrucks und der Herzfrequenz.
Kalzium und Magnesium sind für den gut funktionierenden Knochenstoffwechsel erforderlich.
Eisen ist wichtig für die roten Blutkörperchen, um eine Anämie zu verhindern. Das Hämoglobin im Blut ist für die Sauerstoffversorgung der Körperzellen notwendig.
Mangan und Kupfer benötigt ein antioxidatives Enzym.

Beta-Caryophyllen ist eine entzündungshemmende Substanz, die in Oregano vorkommt.
Diese Substanz kann bei bei Arteriosklerose, Osteoporose und metabolischem Syndrom hilfreich sein.


Wirkung der Ballaststoffe von Oregano
Im menschlichen Darm gehen die Ballaststoffe des Oregano eine Verbindung mit Toxinen und Gallensalzen ein und entfernen diese über den Stuhl aus dem Körper. Gallensalze werden ausgeschwemmt, dadurch wird das Cholesterin gesenkt und der Körper bildet mehr Gallensalze.
Durch die ausgespülten Toxine sinkt das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.

Hausmittel Oregano

Gegen verschiedene Infektionskrankheiten, beispielsweise Atemwegserkrankungen, wird Oregano schon immer als Hausmittel verwendet. Ein Tee aus Oregano wirkt, ähnlich wie Thymiantee, schleimlösend gegen Husten und Erkältung.
Auch gegen Bakterien, die Harnwegsinfekte verursachen können, hilft Oreganotee.
Oregano wirkt außerdem krampflösend, schweißtreibend und erleichternd bei Rheumaschmerzen.

Was kann Oregano-Öl?

Die außergewöhnlichen Wirkstoffe im Oregano-Öl sind bei bakteriellen Infektionen oft wirksamer als verschreibungspflichtige Medikamente. Bei Amöbe Giardia, einem Darmparasiten, der eine Tropenkrankheit auslösen kann, wirkt Oregano-Öl manchmal auch besser als das dafür vorgesehene Medikament.
Auch bei Fuß- und Nagelpilz kann Oregano-Öl gute Erfolge zeigen.

Das Oregano-Öl ist allerdings hochprozentig und sollte nur verdünnt und sparsam verwendet werden. Schwangere und Kinder unter drei Jahren sollten dieses Öl nicht verwenden. Es sollte nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen. Unverdünnt kann es Hautreizungen auslösen.

Oregano gehört wie Minze, Basilikum, Salbei oder Lavendel zu den Lippenblütlern. Er ist gesund, schmackhaft und in der Küche sehr verbreitet. Er sollte oft verwendet werden und passt perfekt zu sommerlichen Gerichten aus Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Auberginen, Bohnen, Kartoffeln, aber auch zu Lamm und Fisch.

Wer Oregano immer frisch haben möchte, braucht dazu kein Kräuterbeet oder einen Garten. Es reicht ein Blumentopf an einer sonnigen Stelle auf der Fensterbank oder auf dem Balkon. Beim Kauf sollte man, bei Pflanzen im Topf ebenso wie bei getrockneten Kräutern, Bio-Qualität bevorzugen, um Pestiziden und Schadstoffen auszuweichen.