Superfood: Löwenzahn

Löwenzahn wächst nahezu überall und ist eine sehr ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern erreichen kann. Viele Menschen sehen die zur Familie der Korbblütler gehörende Pflanze nur als Unkraut an.

Ist Löwenzahn essbar?

Was viele nicht wissen: Löwenzahn ist essbar, vielseitig in der Küche verwendbar und lässt sich sogar bei Krankheiten einsetzen. Sowohl die Blätter und die Blüte als auch die Wurzel sind zum Ernten und zum Verzehr geeignet. Auch der weiße Pflanzensaft, der sich in allen Pflanzenteilen und vorwiegend im Stängel befindet, ist genießbar und sehr gesund.


Am höchsten ist die Konzentration der nützlichen Wirkstoffe in der Wurzel, weshalb diese bei Beschwerden häufig zum Einsatz kommt. Die Blätter des Heilkrauts schmecken ein wenig herb, dieser Geschmack lässt sich jedoch mit ein wenig Fett abschwächen. Je jünger die Blätter sind, desto milder ist der Geschmack.

Im Folgenden finden Sie die Inhaltsstoffe des Löwenzahns:

  • Bitterstoffe
  • Vitamine
  • Mineralstoffe (vor allem Kalium)
  • Cholin
  • Inulin

Die Heilwirkung von Löwenzahn ist:

  • blutbildend
  • blutreinigend
  • harntreibend
  • tonisierend


Was kann man mit Löwenzahn in der Küche alles zubereiten?

  1. Salat
    Löwenzahn verleiht jedem Salat wunderbar knackige, satte, grüne Farbtupfer. Etwas Öl unter den Salat gemischt vertreibt auch das Herbe der älteren Blätter.
  2. Tee
    Getrocknete oder frische Blätter und Blüten lassen sich als Tee aufgießen.
  3. Gemüse
    Die grünen Löwenzahnblätter lassen sich wie Spinat zubereiten.
  4. Kaffee
    Aus den getrockneten Wurzeln lässt sich ein Kaffee-Ersatz zubereiten.
  5. Dekoration
    Die Blüten geben eine herrliche, essbare Dekoration ab.

Bei welchen Beschwerden kann Löwenzahn helfen?

Das Heilkraut kann unter anderem die folgenden Beschwerden lindern oder sogar heilen:

  • Bronchitis
  • Husten
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Verstopfung
  • Magenschwäche
  • Hämorrhoiden
  • Rheuma
  • Gicht
  • Leberschwäche
  • Gallenschwäche
  • Gallensteine
  • Allergien
  • Kopfschmerzen
  • chronische Hautleiden
  • Pickel

Wann ist die beste Erntezeit?

Löwenzahn lässt sich das ganze Jahr über ernten. Der Wirkstoffgehalt ist allerdings nicht das ganze Jahr über gleich ausbalanciert. Im Herbst fängt die Pflanze an, die wirksamen Inhaltsstoffe in der Wurzel zu sammeln, deshalb bietet sich ein grüner Löwenzahnsalat eher im Frühling an. Da die Pflanze Bitterstoffe enthält, liegt die beste Erntezeit zwischen 15 und 16 Uhr.