Superfood: Kürbiskerne

Der Kürbis ist nicht nur äußerst gesund und dekorativ, er zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Etwa 800 Arten sind bekannt. Für viele Menschen bedeutet der Kürbis, dass es Herbst geworden ist, wenn das farbenprächtige Gemüse aus den Regalen leuchtet.
Der Kürbis beschenkt uns mit mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten. Ob als Gemüse in vielen Zubereitungsarten, als geschätztes und beliebtes Kürbiskernöl, das aus den Kernen gewonnen wird, oder in Form der unverarbeiteten Kürbiskerne.



Inhaltstoffe des Kürbiskerns

Den Kürbiskern kann man ohne Frage als Naturmedizin bezeichnen. Er enthält lebensnotwendige Inhaltstoffe, die für den Körper sofort verfügbar sind. Kürbiskerne sind sehr eiweißreich und Quellen für die Vitamine A, B, C und E sowie für die Spurenelemente Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen und Zink. 50 Gramm Kerne liefern schon den halben Tagesbedarf an Magnesium. Außerdem enthalten sie neben vielen anderen Stoffen Beta-Carotin und Linolsäure.

  • Beta-Carotin
    wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Es ist ein natürlicher Farbstoff, der aktiv Zellschutz betreibt und Entzündungen hemmt. Es hilft durch Alterung geschädigte Hautzellen zu regenerieren und ist besonders wichtig bei Sonnenbädern. Es kann Krebszellen neutralisieren und hat eine immunstärkende Wirkung. Für die Erhaltung der Sehkraft ist Beta-Carotin notwendig. Sogar Makuladegeneration, eine altersbedingte Augenerkrankung, die schlimmstenfalls zur Erblindung führt, kann durch Beta-Carotin aufgehalten werden.
  • Linolsäure
    ist eine zweifach ungesättigte Fettsäure, gehört zu den Omega-Fettsäuren und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Linolsäure ist ein Hautbestandteil, sie macht die Haut geschmeidig und beugt Lichtschäden vor. Für die Gehirntätigkeit ist dieser Kürbiskern-Bestandteil ebenfalls wichtig. Linolsäure wird auch in der Kosmetikerzeugung verwendet.
  • Tryptophan
    ist eine im Kürbiskern enthaltene Aminosäure, die der Körper zur Erzeugung des Glückshormons Serotonin benötigt. Eine Handvoll Kürbiskerne täglich soll die Stimmung heben.


Kürbiskerne in der Urologie – für Männer und Frauen

Sogar Urologen empfehlen Kürbiskerne und Kürbiskernöl in die Ernährung aufzunehmen, da sie Prostata- und Blasenbeschwerden lindern können. Die Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf Blase, Harnwege und Prostata aus. Besonders bekannt ist der Schutz vor Prostatavergrößerung. Durch die Inhaltsstoffe der Kürbiskerne werden die Blasenmuskulatur und der Schließmuskel gestärkt. Damit kann einer Harn-Inkontinenz vorgebeugt werden. Das Beschwerdebild einer Reizblase kann sich ebenfalls verbessern. Kürbiskerne wirken entzündungshemmend und sind daher eine ideale Vorbeugung gegen Blasenentzündungen.

Was kann Kürbis noch?

Kürbis schützt vor Zivilisationskrankheiten, hilft bei Entzündungen, senkt den Cholesterinspiegel, bekämpft freie Radikale, stärkt die Abwehrkräfte, ist ein Antioxidans und kann bei Krebserkrankungen, besonders in der Urologie, eine positive Wirkung haben.

Woher stammen Kürbiskerne und wie viel soll man davon zu sich nehmen?

Kürbiskerne werden meist aus dem Steirischen Ölkürbis gewonnen und dann getrocknet. Man kann sie in ihrer ursprünglichen, natürlichen Form kaufen, es gibt sie aber auch leicht geröstet und gesalzen. Auch mit Zucker, Zimt und anderen Geschmacksstoffen werden Kürbiskerne angeboten. Kürbiskerne sind eine gesunde und ideale Knabberei als Snack zwischendurch. In Brot und Gebäck werden Kürbiskerne verwendet. Sie schmecken auch in Müsli, auf Salaten oder in der bekannten Kürbiscremesuppe. Eine Tagesverzehrempfehlung liegt bei etwa 15 Gramm, das sind ca. zwei Esslöffel Kürbiskerne.

Eine besonders gute Möglichkeit, von all den Inhaltstoffen der Kürbiskerne zu profitieren, ist die Verwendung von Kürbiskernöl. Dieses außergewöhnliche, dunkelgrüne, manchmal auch leicht bräunliche Öl, macht mit seinem nussigen Geschmack aus jedem Salat einen besonderen Genuss. Reines, unverfälschtes Kürbiskernöl ist relativ teuer, benötigt man doch etwa 50 Kürbisse, um einen Liter Öl zu erzeugen.