Superfood: Kohlrabi

Mit Kohlrabi verbinden Verbraucher überwiegend die weißen Sorten, während sie bei anderen Farben diese mit in der Bezeichnung der Frucht angeben. Der Handel bietet ebenfalls überwiegend die weißen Varianten an, während sich die bunten Sorten vorwiegend in überdurchschnittlich gut sortierten Gemüsegeschäften finden lassen.

Auch Biolandwirte und Bioläden entdecken die farbigen Kohlrabisorten neu. Sie sind vorwiegend blau und violett, aber auch rote und grüne Sorten existieren. Neben der Frucht ist im Handel ebenfalls Kohlrabisaft erhältlich.


Der Gemüsehandel bietet Kohlrabi während des ganzen Jahres an. Aus einheimischer Ernte im Freiland stammt das Kohlgemüse in den Monaten Mai bis Oktober. Der Kohlrabi ist somit anders als viele andere Kohlsorten kein typisches Wintergemüse.

Die Inhaltsstoffe der Kohlrabiknolle

Beim Kohlrabi werden überwiegend die Knollen verzehrt. Sie lassen sich gekocht als Gemüse verwenden oder als Rohkostsalat reichen. Bei der Verwendung von Kohlrabi als Salat wird dieser meistens mit weiteren Salatarten gemischt.

Die Kohlrabiknolle enthält mehr als neunzig Prozent Wasser und bietet deshalb ein hohes Sättigungsgefühl bei wenig Kalorien. Seine Eigenschaft als energiearmes Gemüse verliert der Kohlrabi teilweise, wenn beim Kochen große Mengen an Butter verwendet werden. Während einer Abmagerungskur sollten die Knollen mit geringen Mengen an Öl oder Kokosfett gedünstet werden.

Auch an Vitaminen und Mineralstoffen ist die Kohlrabiknolle reich. Das trifft besonders auf folgende Inhaltsstoffe zu:

  • Vitamin A. Mit diesem Vitamin verbessert der Kohlrabiverzehr die Sehfähigkeit. Ein Mangel macht sich zuerst durch das Nachlassen der Sehkraft während der Dunkelheit bemerkbar.
  • Vitamin C. Dieses Vitamin ist im Kohlrabi wie in allen Kohlarten in einer nennenswerten Menge enthalten. Es schützt das Immunsystem und hilft, Erkältungskrankheiten zu verhindern.
  • Vitamine B1 und B2. Sie wirken sich auf die Nerven ebenso wie auf den Blutkreislauf positiv aus.
  • Niacin. Das auch als B3 bekannte Vitamin schützt vor leichter Reizbarkeit und vor Nervosität.
  • Calcium und Magnesium. Dass im Kohlrabi beide Mineralstoffe enthalten sind, verbessert deren Aufnahme deutlich. Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe, während Calcium besonders für den Knochenbau nützlich ist.
  • Eisen. Der Eisenmangel wirkt sich ungünstig auf das Blutbild aus und führt zum Leistungsabfall sowie zu einer starken Müdigkeit.
  • Phosphor. Dieses Mineral benötigen alle menschlichen Zellen für ihre vollständige Funktion.
  • Selen. Dieses Spurenelement fördert den Schutz der Zellen.

Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist in den Blättern höher als in der Knolle

Die Kohlrabiblätter werden in der Küche selten verwendet, obwohl sie sich sowohl zum rohen Verzehr als auch zum Kochen als Gemüse eignen. Sie kommen seit dem Siegeszug der grünen Smoothies häufiger als früher zur Nutzung als Lebensmittel.

Aus gesundheitlichen Gründen ist die Verwendung der Kohlrabiblätter als Lebensmittel zu empfehlen. Sie enthalten im Vergleich zur üblicherweise verzehrten Knolle die doppelte Menge an Vitamin C und den hundertfachen Wert an Vitamin A. Der Gehalt der Mineralstoffe Eisen und Calcium ist in den Blättern zehnmal so hoch wie in der Knolle.

Wie wirkt sich Kohlrabi auf das Wohlbefinden aus?

Für Sportler bietet sich das Essen von Kohlrabi zur Bekämpfung eines Muskelkaters an. Dagegen helfen Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an Magnesium und an Calcium, wozu Kohlrabi gehört. Der Verzehr der Blätter ist noch wirksamer als das Essen der Knolle, da sie größere Mengen der genannten Mineralstoffe enthalten.

Der regelmäßige Verzehr von Kohlrabi unterstützt die Vorbeugung gegen Arteriosklerose sowie gegen verschiedene Krebserkrankungen. Er ist besonders zum Schutz vor Darmtumoren nützlich.

Bei Magenverstimmung und bei Durchfall hilft der Verzehr von Kohlrabi rasch. Gegen Verstopfung ist der Kohlrabisaft ein wirksames Hausmittel.