Superfood: Blumenkohl

Blumenkohl im Rohzustand

Anders als beispielsweise Grünkohl ist Blumenkohl kein typisches Wintergemüse, sondern steht ganzjährig zur Verfügung. Die Erntezeit reicht in Deutschland vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Während des restlichen Jahres ist frischer Blumenkohl aus dem Ausland ebenso wie aus dem inländischen Gewächshausanbau erhältlich.

Blumenkohl ist zugleich ein beliebtes Tiefkühlgemüse und wird häufig als Gemüsemischung unter der Bezeichnung Kaisergemüse angeboten, die zusätzlich aus Brokkoli und Möhren besteht.

In Süddeutschland und in Österreich wird der Blumenkohl meistens Karfiol genannt. Weitere Bezeichnungen sind Blütenkohl, Traubenkohl und Minarett-Kohl. Aufgrund einer beliebten Zubereitungsart kennt man ihn dort auch als Käsekohl.


Üblicherweise werden beim Blumenkohl die Blüten verzehrt. Seitdem grüne Smoothies immer beliebter werden, finden die Blätter ebenfalls Verwendung. Sie lassen sich außerdem als Blattsalat anrichten, werden in den meisten Küchen aber weggeworfen oder ausschließlich für den Gemüsesaft genutzt.

Farbige Varianten des Blumenkohls

Die meisten Blumenkohlsorten haben weiße Blüten. Daneben existieren violette und grüne Varianten. Violetter Blumenkohl wird überwiegend in Italien und so gut wie gar nicht in Deutschland angebaut.

Einige grüne Blumenkohlsorten werden im Handel und in der Warenkunde sowie in Kochbüchern meistens als eigene Gemüsesorten geführt. Das trifft fast vollständig auf den Brokkoli und häufig auf den Romanesco zu.

Der Kaloriengehalt von Blumenkohl

Blumenkohl hat selbst wenig Kalorien und eignet sich hervorragend, wenn der Wunsch besteht, das Körpergewicht zu reduzieren. Die am meisten verbreiteten Zubereitungsarten erhöhen den Energiegehalt des Blumenkohls allerdings beträchtlich. Besonders beliebt in der deutschen Küche ist das Überbacken der Blüten mit Käse. Wenn dann zusätzlich Sahnesoße oder Sauce hollandaise zur Geschmacksverfeinerung eingesetzt wird, ist der Kaloriengehalt der vollständigen Mahlzeit außerordentlich hoch.

Auch das Frittieren des Blumenkohls führt zu einem drastischen Anstieg der Energiemenge. In der vegetarischen Küche sind das Blumenkohl-Käse-Medallion und das Blumenkohl-Schnitzel als Alternativen zu Sojaprodukten beliebt, deren Zubereitungsform den Kaloriengehalt des Kohls jedoch ebenfalls erhöht.

In jedem Fall kalorienarm ist Blumenkohl, wenn er roh als Salat oder als Salatbeilage verzehrt wird. Voraussetzung für die Eignung des Gemüses zur Gewichtsverminderung ist selbstverständlich ein ebenfalls kalorienarmes Dressing. Wenn Blumenkohl gekocht wird, sollte er mit wenig Fett und nicht mit Käse überbacken serviert werden, denn dann sättig er gut mit nur geringer Energiezufuhr.

Die Inhaltsstoffe des Blumenkohls

Blumenkohl enthält zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe wie Mineralien und Vitamine. Die wichtigsten sind:

  • Vitamin C: Der Gehalt an diesem Vitamin geht durch das Kochen teilweise verloren und ist somit im Blumenkohlsalat am höchsten. Dank des Vitamin-C-Gehalts schützt Blumenkohl das Immunsystem.
  • Vitamin A: Dieses Vitamin fördert unter anderem das Sehvermögen. Da es auch in allen Käsesorten in großen Mengen enthalten ist, unterstützt die überbackene Zubereitung von Blumenkohlgerichten die Aufnahme dieses Vitamins am meisten.
  • Vitamin K: Dieses Vitamin verbessert die Blutgerinnung und schützt vor Arterienverkalkung.
  • Vitamin E: Dieses Vitamin wirkt gegen Müdigkeit und verbessert das Hautbild.
  • Verschiedene Vitamine der B-Gruppe: Diese wirken sich positiv auf die Nerven und auf die Leistungsfähigkeit aus. Das Vitamin B12 kommt im Blumenkohl selbst nicht vor, wird aber durch die Zugabe von Käse beim Überbacken zugeführt.
  • Calcium und Magnesium: Diese beiden Mineralstoffe nimmt der Körper am besten bei gemeinsamer Zufuhr auf. Sie schützen die Knochen und Muskeln. Ein häufiges Anzeichen für einen Magnesiummangel sind Muskelkrämpfe.
  • Eisen: Blumenkohl gehört wie die meisten Kohlarten zu den Gemüsesorten mit einem hohen Eisenanteil. Das Mineral ist für die Blutbildung ebenso von Bedeutung wie für einen guten Allgemeinzustand.
  • Folsäure: Diese sorgt für ein gutes Wohlbefinden und ist für verschiedene Körperfunktionen erforderlich. Ein Mangel an Folsäure tritt oft während der Schwangerschaft auf, weshalb Blumenkohl das ideale Gemüse für werdende Mütter ist.
  • Sekundäre Pflanzenwirkstoffe: Diese schützen die Zellen vor krankhaften Veränderungen.

Der Einsatz von Blumenkohl in der Naturmedizin

Naturmediziner empfehlen den regelmäßigen Verzehr von Blumenkohl zur Verbesserung des Schutzes vor Prostatakrebs, Blasenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs. Die Schutzwirkung vor Magenkrebs fällt beim Brokkoli, der botanisch eine Form des Blumenkohls ist, höher aus als beim weißen Blumenkohl.

Da Blumenkohl im Gegensatz zu verschiedenen anderen Kohlarten kein reines Wintergemüse ist, wirkt sich sein Verzehr an heißen Tagen verbessernd auf den UV-Schutz der Haut aus, wodurch sich die Gefahr eines Sonnenbrandes verringert. Ein solcher droht in den Bergen beim Skifahren auch im Winter, weshalb sich der Blumenkohl-Verzehr im Winterurlaub ebenfalls empfiehlt.

Für die Behandlung von Adipositas ist Blumenkohl geeignet, wenn er roh als Salat gegessen oder ohne beziehungsweise mit wenig Fett gedünstet wird. Frittierter oder mit Käse überbackener Blumenkohl behält zwar seine Eigenschaften und gilt als Superfood, was die Förderung des Wohlbefindens betrifft, ist zum Abnehmen aber nicht geeignet und sollte deshalb nur auf dem Speiseplan normalgewichtiger Menschen stehen.