Superfood: Blütenpollen

Blütenpollen (Bienenpollen) werden seit Hunderten von Jahren als gesunde Nahrungsergänzung verzehrt. Sie gehören zu den enzymreichsten pflanzlichen Lebensmitteln überhaupt.

Was sind Blütenpollen?

Als Blütenpollen bezeichnet man die winzigen Samenkörner von Pflanzen, mit denen andere Pflanzen bestäubt werden. Auf diese Weise pflanzt sich das Gewächs fort. Außerdem dient der Blütenpollen dem Bienen-Nachwuchs als Nahrung.


Die Biene kratzt mit ihren Kauwerkzeugen den mikroskopisch kleinen Pollen von den Staubblättern und reichert ihn mit ihrem eigenen Speichel und wirksamen Verdauungsenzymen an. Sie schiebt die Pollenkörner dann in die Pollen-Säckchen an ihren Hinterbeinen. Einige Pollen bleiben dabei an ihrem Körper hängen und werden beim Besuch der nächsten Blüte auf deren Staubblätter übertragen. Die Biene transportiert die gelben, orangefarbenen und braunen Pollenkörner zum Bienenstock und füttert damit die Jung-Bienen.

Um die wertvollen Pollen auch für Menschen nutzbar zu machen, bringen Imker am Eingang zum Bienenstock engmaschige Pollen-Fallen an. Daran bleiben die Körnchen hängen und werden in Behältern aufgefangen. Das gesammelte Granulat wird 2-mal täglich gereinigt und getrocknet. Je nach besuchter Blumenart haben die Pollen-Körnchen ein unterschiedliches Aroma. Bis heute hat die Wissenschaft nur etwa 97 Prozent der darin enthaltenen chemischen Substanzen synthetisieren können.

Blütenpollen als Superfood

Die genaue Zusammensetzung des Blütenpollens hängt davon ab, wo sich der Bienenstock befindet, in welcher Jahreszeit die Pollen gesammelt werden und woher sie stammen. Bienenpollen enthalten viele bioverfügbare Proteine, darunter die acht essenziellen Aminosäuren. Außerdem ist er reich an Vitamin A, Beta-Carotin, B-Vitaminen, Folsäure, Vitamin C, D, E und K. Man findet in ihm die essenziellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, etwa 60 Mineralstoffe, Spurenelemente und viele Antioxidantien.

Zur Wirksamkeit des alten Naturheilmittels liegen bis dato nur Ergebnisse aus Tierversuchen vor. Allerdings kann der Anwender dem Jahrhunderte alten Erfahrungswissen der kräuterkundigen Experten vertrauen.

Blütenpollen…

  • regeln die Verdauung
    Die Enzyme spalten die zugeführte Nahrung optimal auf und verhindern so eine Unterversorgung mit Vital-Stoffen. Sie regen die Verdauung an und helfen bei Verstopfung und Durchfall. Das ist sogar der Fall, wenn andere Mittel bereits wirkungslos sind.
  • normalisieren den Fettstoffwechsel
    Dazu senken sie den Cholesterin- und Triglycerid-Gehalt im Blut – was effizienten Schutz vor gefährlichen Herz-Kreislauferkrankungen bietet.
  • stärken die Nerven
    Lecithin steigert die Gehirnaktivität und stärkt das Nervensystem. Konzentrationsfähigkeit und kognitive Leistung werden gesteigert. Das in pflanzlichen Nahrungsmitteln seltene Vitamin B12 verbessert die Reizleitung der Nerven.
  • verbessern die Haut
    Äußerlich aufgetragen verbessern Blütenpollen das Hautbild, glätten Fältchen und beseitigen Pickel, Schuppenflechte und Ekzeme. Dank ihrer antiseptischen Eigenschaften wird die Wundheilung gefördert.
  • helfen bei Reduktionsdiäten
    Das Superfood ist kalorienarm und versorgt den Körper mit Phenylalanin, einem natürlichen Appetitzügler. Lecithin beschleunigt den Fettabbau und regt die Entgiftung an. Bei geschwächten Menschen hingegen fördern Blütenpollen Appetit und Gewichtszunahme.
  • schützen vor Allergien
    Blütenpollen verringern den Histamin-Spiegel im Blut und verhindern so das Auftreten von Allergien.
  • steigern die Vitalität
    Sie geben Kraft und Ausdauer, machen vital und beschleunigen alle Stoffwechselvorgänge. Bei Athleten gilt das Superfood daher auch als Energy Booster.
  • wirken entzündungshemmend
    Die Flavonoide hemmen entzündliche Prozesse und verhindern so beispielsweise Asthma und Arteriosklerose-Plaques.
  • stärken die Geschlechtsorgane
    Bei Frauen fördern sie die Eizellen-Bildung und lindern Monatsbeschwerden. Bei Männern stimulieren sie die männlichen Keimdrüsen und steigern die Libido


Wie werden Blütenpollen angewandt?

Blütenpollen sind als getrocknete Ware, Saft, Nektar, Kapseln und Tabletten erhältlich. Die Kapseln und Säfte sind oft noch zusätzlich mit anderen wertvollen Stoffen wie Propolis oder Gelee Royal angereichert.

Falls Sie Ihre Gesundheit mithilfe von Bienenpollen-Produkten verbessern möchten, sollten Sie nur zu 100 Prozent reine Blütenpollen aus biologisch-dynamischem Anbau kaufen. Bei verarbeiteter Ware wurden die Nährstoffe bereits Licht und Wärme ausgesetzt.

Tabletten und Kapseln enthalten idealerweise keine Zusatzstoffe. Blütenpollen-Produkte dürfen weder erhitzt noch pasteurisiert sein, da auch durch diese Prozesse die Vitalstoffe geschädigt werden. Die für den Körper beste Wirkung entfalten sie, wenn sie roh konsumiert werden. Am besten geeignet sind Produkte, die von Bienenstöcken aus der unmittelbaren Umgebung stammen, da sich der Körper dann auf das potenzielle Allergen besser einstellen und Antikörper bilden kann.

Zur allgemeinen Gesundheitsstärkung rühren Sie 1 bis 2 gehäufte Teelöffel Bienenpollen täglich in Joghurt oder Müsli ein. Gelagert wird das wertvolle Produkt in einem luftdicht verschlossenen dunklen Behälter im Kühlschrank.

Rezept-Tipp: Früchte-Müsli

Sie benötigen:

  • 1 kleine Ananas
  • 2 rosa Grapefruit
  • 40 g Weizenkeime
  • 75 Hirseflocken
  • 100 ml frisch gepressten Orangensaft
  • 2 EL Blütenpollen

Sie schälen die Grapefruits und schneiden sie in kleine Stücke. Der dabei auslaufende Saft wird in einem Behälter aufgefangen. Dann zerkleinern Sie die Ananas und fangen dabei ebenfalls den Saft auf. Das zerkleinerte Obst wird dann mit den restlichen Zutaten und den Fruchtsäften vermischt.