Superfood: Baobab

Baobab ist der Name des afrikanischen Affenbrotbaums (Adansonia digitata). Der Affenbrotbaum ist auch als Lebensbaum oder afrikanischer Zauberbaum bekannt.

Was verbirgt sich hinter dem Superfood Baobab?

In der afrikanischen Volksmedizin werden Früchte, Samen und Blätter des Baobabs verwendet. Als Superfood wird hierzulande die Baobab-Frucht bzw. das daraus gewonne Pulver genutzt.

Die Baobab-Frucht trocknet bereits am Baum und wird somit direkt im ausgedorrten Zustand geerntet. Bei hochwertigen Pulvern erfolgt die Verarbeitung ohne Wärme: Die Frucht wird im rohen Stadium zermahlen – nur so bleiben sämtliche Vital- und Nährstoffe des Fruchtfleisches erhalten.


Bis vor einigen Jahren war Baobab in Europa nahezu unbekannt. Das änderte sich, als dem Fruchtpulver im Jahr 2009 eine Novel-Food-Zulassung erteilt wurde. Seitdem ist Baobab in vielen Drogeriemärkten und im Biofachhandel erhältlich.

Welche Inhaltsstoffe stecken in der Baobab-Frucht?
Die Baobab-Frucht ist reich an sogenannten Polyphenolen. Polyphenole gehören zu den Phytaminen. Phytamine sind Pflanzenstoffe, die für den Körper ähnlich wirksam und wichtig sind wie Vitamine. Polyphenole sind Antioxidantien. Der Antioxidantiengehalt von Baobab ist höher als jener von Acai- oder Goji-Beeren.

Neben den Polyphenolen enthält die Baobab-Frucht auch viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Erwähnenswert ist vor allem ihr hoher Gehalt an Vitamin C: 280 Milligramm sind in 100 Gramm Pulver enthalten. Mit einer Tagesportion Baobab-Pulver (circa 10 bis 15 Gramm) wird so rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C eingenommen.

Des Weiteren birgt die Frucht viel Kalium: In 100 Gramm Pulver stecken ungefähr 2250 Milligramm Kalium. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 2000 Milligramm, davon deckt eine Portion Baobab-Pulver rund 20 Prozent.

Baobab besitzt zudem eine bemerkenswerte Menge Eisen: Zwei große Esslöffel Baobab-Pulver enthalten 2 Milligramm Eisen, was einem Fünftel des Tagesbedarfs entspricht.

Das Baobab-Pulver ist obendrein sehr ballaststoffreich: Es besteht zu fast 50 Prozent aus Ballaststoffen. Die eine Hälfte davon ist löslich, die andere unlöslich. Zum Vergleich: Ein Esslöffel des Fruchtpulvers enthält so viele Ballaststoffe wie eine Scheibe Vollkornbrot.

Die Wirkung von Baobab

Die enthaltenen Ballaststoffe regulieren die Darmtätigkeit und kurbeln die Verdauung an. Menschen, die häufig unter Verstopfung leiden, können also besonders vom Baobab-Pulver profitieren. Die Ballaststoffe regen aber nicht nur die Verdauung an, sie können auch Gifte, Stoffwechselendprodukte, Gallensäuren, Cholesterin und Schlacken binden und eine schnelle Ausleitung dieser Substanzen aus dem Darm unterstützen.

Außerdem wirken Ballaststoffe Blutzuckerschwankungen entgegen. Sie verhindern somit nicht nur Heißhungerattacken, sondern helfen auch Diabetikern bei der Kontrolle ihres Blutzuckerspiegels.



Die Inhaltsstoffe des Baobabs scheinen ebenfalls die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern. Einer Studie der Universität Ferrara zufolge waren 64 Prozent aller Studienteilnehmer, die unter Obstipation oder Reizdarm litten, nach einer zweiwöchigen Einnahme des Baobab-Pulvers beschwerdefrei. Die Wissenschaftler führten diesen Erfolg darauf zurück, dass das Fruchtpulver das Wachstum von Bifidobakterien und Laktobazillen im Darm fördert. Somit wirkt es nicht nur gegen Verstopfung, sondern trägt im Allgemeinen zu einer Verbesserung der Darmgesundheit bei.

Wie kann das Baobab-Fruchtpulver verwendet werden?
Baobab lässt sich sehr vielfältig in der Küche einsetzen. Der fruchtig-herbe und leicht süßliche Geschmack raffiniert viele Speisen. Das Pulver kann gut mit etwas Zitrone in einem Glas Wasser aufgelöst oder zu geringen Anteilen im Kuchen- oder Gebäckteig verarbeitet werden. Zudem schmeckt es lecker in Joghurts, Smoothies oder Salatdressings und eignet sich auch zum Verfeinern von Desserts.