Superfood: Bärlauch

Wann und wo wächst Bärlauch?
Wenn es im Frühling im Wald ganz stark nach Knoblauch riecht, ist Bärlauchzeit. Meist ist das im März und April, je nach Witterung. Sobald der letzte Schnee geschmolzen ist, schauen oft schon die ersten vorwitzigen, grünen Spitzen aus dem Waldboden. Helle, schattige Laubwälder, besonders feuchte Auwälder sind die Lieblingsplätze des Bärlauchs.

Was ist Bärlauch?
Bärlauch ist ein Küchenkraut oder Wildgemüse das immer beliebter wird. Der Bärlauch ist schmackhaft, vitaminreich und gesund.


Wie sieht Bärlauch aus?
Vom Bärlauch verwendet man normalerweise nur die Blätter. Die Bärlauchpflanzen wachsen meist dicht nebeneinander. Die länglichen, oben spitz zulaufenden hellgrünen Blätter sind auf der Oberseite glänzend, die Blattunterseite ist matt. Feine Blattadern sind parallel angeordnet. Der längere, dünne Stängel ist dreikantig.
Sobald die weißen Blütensterne erscheinen, sind die Blätter nicht mehr gut. Sie bekommen einen leicht bitteren Geschmack.

Was macht man aus Bärlauch?
Wenn Bärlauchzeit ist, sind in den entsprechenden Wäldern viele Spaziergänger unterwegs, um vom Sonntagsausflug selbst gepflückten Bärlauch mit nach Hause zu bringen. Bärlauch schmeckt ganz einfach klein geschnitten auf einem Butterbrot. Er wird auch sehr gerne für Suppen, wie die Bärlauchcremesuppe, verwendet. Salate, Strudel, Bärlauch-Essig, Bärlauch-Öl, Kräuterbutter und Bärlauch-Pesto sind einige weitere Verwendungsmöglichkeiten. Jedes Jahr werden neue Rezepte veröffentlicht.
Weniger bekannt ist, dass man aus den Blütenknospen Bärlauchkapern machen kann.

Bärlauch schmeckt frisch am besten. In ein feuchtes Geschirrtuch oder Küchenpapier eingewickelt hält er zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes.
Zum Trocknen eignet sich Bärlauch nicht besonders gut, da er sehr viel von seinem Aroma verliert. Einfrieren ist noch die bessere Möglichkeit, ihn haltbar zu machen.


Sicherheit
Wer nicht ganz sicher ist, dass er wild wachsenden Bärlauch erkennt, ist besser beraten, wenn er Bärlauchblätter kauft. Im gut sortierten Supermarkt ist Bärlauch erhältlich.

Bärlauch aus dem Wald kann mit Eiern vom Fuchsbandwurm verunreinigt sein. Es sollte daher jedes Blatt einzeln vor Verwendung mit heißem Wasser gewaschen werden.

Doppelgänger
Die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben eine leichte Ähnlichkeit mit dem Bärlauch.

Maiglöckchen
Die Blätter sind meist später dran als der Bärlauch. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist, dass die Blätter des Maiglöckchens keinen Knoblauchduft verströmen. Hier kommen mehrere Blätter an einem Stängel gemeinsam aus einer Art Schaft. Also nicht einzeln wie beim Bärlauch. Maiglöckchenblätter sind auf der Unterseite hellgrün und glänzend.

Herbstzeitlose
Diese Blätter sind sehr giftig. Sie sind schmal, länglich und wachsen ohne Stiel direkt aus dem Boden, sind dem Bärlauch daher nicht wirklich ähnlich.

Vitamine und Wirkung von Bärlauch

Der Bärlauch trägt seinen Namen, weil früher die Bären nach dem Winterschlaf viel davon gefressen haben, um zu entgiften und mit einer Frühjahrskur wieder zu Kräften zu kommen.
Eine solche Frühjahrskur tut auch dem Menschen gut. Bärlauchblätter enthalten viel Vitamin C, Eisen, Magnesium, Chlorophyll und Allicin, das auch im Knoblauch enthalten ist.
Schon seit dem Mittelalter ist Bärlauch als Heilpflanze bekannt und geschätzt. Man sagt ihm antibakterielle Wirkung nach, Hilfe bei Bluthochdruck und Arteriosklerose. Auch bei Verdauungsbeschwerden soll Bärlauch eine gute Wirkung zeigen.