Sind Mandeln gesund?

viele Mandeln

Welche Nährstoffe enthalten Mandeln?
Mandeln enthalten Magnesium, Kalium, Calcium, Zink, Phosphor, Eisen und die Vitamine B1, B2, B3, B6, B9, E und K1. Außerdem sind Mandeln reich an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie an Ballaststoffen.

Haben Mandeln eine besondere Wirkung?
Die besondere Zusammenstellung von Vitaminen und Mineralien scheint Mandeln zu einem besonders gesunden Lebensmittel zu machen. Studien haben gezeigt, dass schon 20 Gramm Mandeln pro Tag das Risiko einer Herzerkrankung um die Hälfte verringern. Sie senken außerdem das Cholesterin und den Blutdruck. 100 Gramm Mandeln decken 6,25 Prozent des täglichen Bedarfs an Folsäure (Vitamin B9). Allerdings haben 100 Gramm Mandeln auch 575 Kalorien. Es ist also nicht ratsam, seinen Bedarf an Folsäure und Nährstoffen ausschließlich mit Mandeln zu decken.


Wofür kann ich Mandeln verwenden?
Mandeln werden nur selten wie Nüsse gegessen. Viel öfter kommt es vor, dass sie verarbeitet Teil unserer täglichen Küche sind. Mandelmehl gilt als eine sehr elegante Zutat bei verschiedenen Backwaren. Hier handelt es sich nicht um gemahlene Mandeln, vielmehr entsteht es bei der Herstellung von Mandelöl und ist deshalb fettfrei und kalorienarm. Aus diesem Grund spielt es eine wichtige Rolle bei einer kohlehydratarmen Ernährung. Es ist außerdem glutenfrei und macht Gebäck im Gegensatz zu anderen glutenfreien Mehlsorten wunderbar zart und luftig. Mandeln sind auch die Basis für Marzipan und fester Bestandteil vieler Süßigkeiten. Mandelmilch wird seit geraumer Zeit immer beliebter und wird heute oft als Milch-Ersatz verwendet.


Ist die Mandel eine Nuss?
Sie wird zwar wie Nüsse gegessen und meist als Nuss betrachtet, ist aber rein botanisch gesehen keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Die Früchte sind behaart und erinnern entfernt an Aprikosen. Allerdings ist der Kern – die Mandel – so groß und der Geschmack der Frucht so bitter, dass die Frucht nur selten gegessen wird. Ein Mandelbaum kann bis zu acht Meter hoch werden. Der Baum ist vor allem auch für seine zarten rosa-weißen und stark duftenden Blüten im Frühjahr bekannt. Er ist schon so lange in Südeuropa verbreitet, dass nicht mehr eindeutig festgestellt werden kann, wo die ursprüngliche Heimat des Mandelbaumes liegt. Da er heute noch wild in Anatolien und in den Bergen des Kaukasus wächst, geht man davon aus, dass er aus Südwestasien stammt.



Gibt es verschiedene Mandelsorten?
Es gibt drei verschiedene Mandelsorten – die süße Mandel, die Krachmandel und die Bittermandel. Am häufigsten werden Krachmandeln und süße Mandeln verwendet. Krachmandeln sind die Mandeln, die roh wie Nüsse gegessen werden, Süßmandeln kommen meist als Mehl oder gerieben auf den Markt. Aus Süßmandeln werden auch Mandelmilch und Mandelöl hergestellt. Bittermandeln können dagegen nicht gegessen werden, da sie einen Stoff enthalten, der bei der Verdauung zu Blausäure wird. Die Bittermandel gilt deshalb als giftig. Allerdings wird Bittermandelöl wegen seines intensiven Mandelgeschmacks in ganz geringen Mengen beim Backen verwendet. Es wird auch Marzipan zugesetzt, um den Mandelgeschmack zu verstärken. Außerdem wird es beim Schnaps- und Likörbrennen verwendet. Der berühmteste Bittermandel-Likör ist Amaretto. Wegen seines Giftgehalts wird Bittermandelöl jedoch nur über Apotheken und Reformhäuser verkauft.

Wachsen Mandeln auch in Deutschland?
Der Mittelmeerraum und vor allem Mallorca sind für ihre Mandelblüte bekannt. Aber auch in Deutschland wachsen überall dort Mandelbäume, wo auch Wein angebaut wird und der Weinbau von den Römern angelegt wurde, also entlang des Rheins und der Mosel. Die Römer haben den Mandelbaum einst mit nach Deutschland gebracht. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist der Anbau von Mandeln allerdings hauptsächlich in Kalifornien, in Australien, in der Türkei und im Iran.