Sind Cashewkerne gesund?

Welche Nährstoffe enthalten Cashewkerne?
Die Kerne sind reich an Nährstoffen. Sie enthalten Kalium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Calcium, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Selen. Außerdem enthalten die Kerne die Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B9, K und E. Zudem sind sie reich an Eiweiß. Cashewkerne sind also ausgesprochen gesund! Allerdings haben sie auch einen hohen Fettgehalt. 100 Gramm Nüsse enthalten 15,3 Gramm Fett. 100 Gramm Cashewkerne haben deshalb einen Brennwert von 574 Kalorien. Sie sind also einerseits sehr gesund, sollten aber andererseits trotzdem in Maßen genossen werden.


Machen Cashewkerne wirklich glücklich?
Cashewkerne besitzen einen extrem hohen Anteil der Aminosäure Tryptophan. Es gibt kein anderes Lebensmittel weltweit mit einem ähnlich hohen Wert. Tryptophan ist für den Körper bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin wichtig. Bei Depressionserkrankungen werden heute oft Medikamente verschrieben, die die Produktion der Neurotransmitter fördert, weil Wissenschaftler festgestellt haben, dass bei Depression meist der Serotonin-Spiegel sehr niedrig ist. Deshalb kann es also durchaus sein, dass die Kerne auch zum Glücklichsein beitragen.


Warum nennt man sie Kerne und nicht Nüsse?
Cashewkerne sind nun einmal keine Nüsse. Die Cashewfrucht ähnelt in der Form einer mit dem Stil nach unten hängenden Paprikaschote, die „Nüsse“ sind nichts anderes als die getrockneten und gerösteten Kerne der Frucht, die als „Cashew-Apfel“ bezeichnet wird. Sie wachsen an immergrünen Laubbäumen, die bis zu zwölf Meter hoch werden können.

Woher stammt das Wort Cashew?
Die Portugiesen haben die Bäume bei der Eroberung Südamerikas entdeckt und dem Baum Caju oder auch Cajueiro getauft. Sie liehen sich das Wort von den Indianern, die ihren Baum als „Acaju“ bezeichneten. „Acaju“ bedeutet Nierenbaum und man geht davon aus, dass der Baum nach der Form seiner Früchte und der Kerne so getauft wurde.

Wachsen Cashew-Bäume nur in Südamerika?
Anfangs schon, aber inzwischen sind sie überall in den Subtropen verbreitet. Der Anbau wird in einigen Ländern auch gefördert. Als wichtigstes Produktionsland gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts Indien.


Kann man auch den Cashew-Apfel essen?
Der Apfel enthält kaum Fruchtfleisch und besteht fast nur aus einer dicken Schale, die die beliebten Kerne umgibt. Aber die Äpfel sind sehr hübsch und bekommen reif eine goldene bis intensiv rote Farbe. Aus dem Apfel hängt wie an einem dicken Stil die eigentliche Frucht. Der Geschmack der Frucht erinnert wirklich etwas an Apfel, ist aber aufgrund seiner Konsistenz nicht zum Rohverzehr geeignet. Allerdings macht man gerne Säfte und Marmelade daraus. In Brasilien heißt der Saft Cajuina, und schon die Schamanen der Indianer waren davon überzeugt, dass der Saft heilende Kräfte hat.

Wie kommen die Kerne in den Handel?
Die Schale der Cashewkerne enthält Cardol, ein toxisches Öl. Deshalb werden alle Kerne vor dem Verzehr geröstet. Cardol ist so giftig, dass es bei Kontakt zu Hautverätzungen kommen kann. Deshalb werden die Kerne mit der Schale erst gedämpft und dann geröstet. Erst wenn das Cardol zerstört ist, kann das Äußere der Kerne entfernt werden und die Weiterarbeit beginnt. In den Handel kommen die Kerne entweder gesalzen oder ungesalzen. Es gibt sie aber auch gezuckert oder karamellisiert oder sehr scharf mit Chili oder anderen Gewürzen.

Was kann ich mit Cashewkernen noch machen, außer sie roh zu essen?
Es gibt inzwischen zahlreiche Rezepte, in denen Cashewkerne verwendet werden. Cashewkerne passen wunderbar in indische Hühnchen-Rezepte, zu arabischen Eintöpfen und sind heute auch in wichtiger Bestandteil der veganen Küche. Viele streuen sie auch über Salat. Ungesalzen sind sie hervorragend für Kuchen und Cookies verwendbar.