Nüsse: Pistazien

Der Pistazienbaum ist ein Gewächs aus der Familie der Sumachgewächse und gehört zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen.

Wissenswertes zur Pistazie

Der Pistazienbaum kann bis zu 12 Meter hoch und bis zu 300 Jahre alt werden. Seine Wurzeln können 15 Meter tief in die Erde wachsen. Die echte Pistazie ist ein getrenntgeschlechtiger Baum.

Die Kerne des Baums sind von ovaler Form und haben eine dünne, aber sehr harte Schale. In dieser Schale verbirgt sich der Pistaziensamen mit seiner hellbraunen Haut und dem hellgrünen Inneren. Das Grüne der Pistazie sind die Keimblätter. Es gilt: Je grüner der Pistazienkern, desto höher ist seine Qualität.


Der Geschmack der Pistazie ähnelt dem Geschmack von Mandeln. Die Kerne sind recht süß und sehr aromatisch.

Der weltweit größte Produzent von Pistazienkernen ist der Iran. Auch in den USA, in der Türkei, in Griechenland und in Italien werden Pistazien produziert. Die Ernte der Pistazienkerne kann nur alle zwei Jahre erfolgen. Je nach Witterung ist der Ertrag sehr unterschiedlich. Dies erklärt die zum Teil schwankenden und recht hohen Preise.

Die Bedeutung der Pistazie für die Gesundheit

Im Ayurveda und in der traditionellen chinesischen Medizin gelten Pistazien als Heilmittel. Die kleinen, grünen Kerne haben viele Kalorien und bestehen fast zur Hälfte aus Fett. Das klingt zunächst überhaupt nicht gesund. Bei dem enthaltenen Fett handelt es sich aber größtenteils um mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fette benötigt der Körper zum Aufbau der Zellwände. Sie tragen zudem zum Erhalt oder zum Aufbau eines normalen Cholesterinspiegels bei. Ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren kann zu Hautveränderungen, einer erhöhten Infektanfälligkeit, Haarausfall oder Wachstumsstörungen führen.


Pistazien sind aber nicht nur reich an Fett, sondern auch an Eiweißen. Die grünen Kerne bestehen zu 20 Prozent aus Eiweiß. Des Weiteren enthalten sie viel Vitamin E und Provitamin A. Vitamin E ist auch als das Anti-Aging-Vitamin bekannt. Es wirkt antioxidativ und schützt die Zellen des Körpers vor den schädlichen Einflüssen der freien Radikale. Provitamin A ist eine Vorstufe des Retinols. Es wird für viele verschiedene Stoffwechselprozesse benötigt und beeinflusst die Beschaffenheit der Darmschleimhaut, der Vaginalschleimhaut und der Horn- und Bindehaut der Augen. Es beugt auch Nachtblindheit und Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs vor. Weitere Infos auch hier: Sind Pistazien gesund?

Lagerung und Zubereitung

Pistazien sollten kühl gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Andernfalls droht ein Schimmelpilzbefall. Werden die kleinen Kerne bei Zimmertemperatur gelagert, können sie schnell ranzig werden.

Im Handel sind die gerösteten Pistazienkerne geschält oder ungeschält erhältlich.
In gesalzener Form sind sie als Snack beliebt. Die aufgeplatzte Schale kann ganz einfach mit den Fingernägeln geöffnet werden.

Pistazien sind auch in der Süßwarenproduktion beliebt. Viele Pralinen, Schokoladenprodukte oder Torten werden mit ihnen verziert. Auch verschiedene Pasteten und Wurstarten, wie beispielsweise die Mortadella, werden traditionell mit Pistazien zubereitet.

Aus den Kernen lässt sich auch ein leckeres Pesto zubereiten. Pistazien passen zudem gut zu herzhaften Gerichten aus der orientalischen Küche.
Aus den Nüssen lässt sich auch ein Speiseöl gewinnen. Mit diesem Öl lassen sich beispielsweise Salate verfeinern.